Vorkommen
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Männchen
Weibchen
Balz
Kopula
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Bezug der Indikation „Merian. eur. t. 181.“
Bezug der Indikation „Edw. av. t. 125.“
Habitat
Lebensweise
Raupennahrungspflanzen
Prädatoren
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Balz

1.4. Kopula

1.5. Eiablage

1.6. Ausgewachsene Raupe

1.7. Jüngere Raupenstadien

Fotoserie zum Schlupf der Raupe aus dem Ei im [Forum]

1.8. Puppe

1.9. Ei

2. Diagnose

2.1. Männchen

Während das Männchen des Aurorafalters in Mitteleuropa unverwechselbar ist, kann das Weibchen mit Resedafalter (Pontia daplidice) und Östlichem Resedafalter (P. edusa) verwechselt werden. Bei diesen Arten ist die grüne Zeichnung auf der Hinterflügel-Unterseite viel ruhiger angeordnet und die schwarze Zeichnung der Flügeloberseite ist deutlich ausgedehnter, der Fleck an der Spitze des Vorderflügels jedoch von weißen Punkten unterbrochen.

In den Hochlagen der Alpen und weiterer Hochgebirge lebt der Alpenweißling (P. callidice). Bei dieser Art ist das Männchen deutlich schwächer, das Weibchen aber stärker schwarz gezeichnet, als das Weibchen des Aurorafalters. Ebenfalls ähnlich ist der Mattfleckige Weißling (Euchloe simplonia), der in des Picos de Europa, den Pyrenäen und den Westalpen fliegt. Auch bei diesem ist die schwarze Zeichnung an der Spitze des Vorderflügels von weißen Flecken unterbrochen. In Südeuropa, Nordafrika und Asien leben eine Reihe weiterer ähnlicher Arten, die aber bei näherer Betrachtung alle gut vom Aurorafalter zu unterscheiden sind.

2.2. Ähnliche Arten

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

2.5. Bezug der Indikation „Merian. eur. t. 181.“

2.6. Bezug der Indikation „Edw. av. t. 125.“

3. Biologie

3.1. Habitat

Der Aurorafalter kann in einer Fülle verschiedener Lebensräume angetroffen werden. Am häufigsten jedoch ist er auf feuchten Wiesen, wo eine der wichtigsten Nahrungspflanzen seiner Raupe, das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) häufig wächst. Daneben kann man ihn aber auch auf trockenen Wiesen und in feuchten und trockenen Wäldern finden.

3.2. Lebensweise

Da die Nahrungspflanzen alle nur im Frühjahr blühen, fliegt der Falter auch nur im Frühjahr. In warmen Lagen Süd- und Mitteleuropas beginnt seine Flugzeit Anfang/Mitte März und endet im Mai. In kühleren verschiebt sie sich ins späte Frühjahr hinein. Und in den Alpen, wo die Art bis auf 2000 m steigen kann, beginnt sie in kühlen Jahren erst Ende Juni und kann bis Anfang August dauern.

Das Ei wird sehr oft an den Blütenstiel abgelegt.

Wie viele Blütenfresser sind die jüngeren Raupen carnivor veranlagt, denn die Blüten und Früchte einer Pflanze reichen in der Regel kaum zur Ernährung auch nur einer Raupe aus. Altraupen vertragen sich hingegen oft recht gut miteinander. Die Raupe verpuppt sich oft schon im Mai, in kühleren Lagen entsprechend später. Die Puppe überwintert dann ca. zehn Monate lang.

3.3. Raupennahrungspflanzen

3.4. Nahrung der Raupe

Wenngleich die ausgewachsene Raupe notfalls auch an den Blättern frisst, ernährt sich die Raupe des Aurorafalters doch fast ausschließlich von den Blüten und Früchten ihrer Nahrungspflanzen. Neben dem bereits erwähnten Wiesen-Schaumkraut sind dies z. B. Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), Turmkraut (Arabis glabra), Rauhhaarige Gänsekresse (Arabis hirsuta), Meerrettich (Armoracia rusticana), Zwiebeltragende Zahnwurz (Dentaria bulbifera), Kohl-Arten (Brassica spp., s. oben) und eine Fülle verwandter Arten. Einzelne Kreuzblütler, wie z. B. der Färber-Waid (Isatis tinctoria), werden jedoch anscheinend nie mit Eiern belegt.

3.5. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„von Cardamine, Schaumkraut.“

Spuler 1 (1908: 8L)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Unterarten

4.4. Verbreitung

Der Aurorafalter ist von Irland bis Japan verbreitet. Er fehlt jedoch im Süden Portugals, in weiten Teilen Südspaniens, auf den Balearen, Malta und Kreta. Auch im Norden Schottlands, auf Island und den Inseln dazwischen ist er nicht zu finden. Und im Norden Skandinaviens und Russlands fliegt er nur in wenigen wärmebegünstigten Gebieten.

4.5. Typenmaterial

Honey & Scoble (2001: 308): “LSL [The Linnean Society of London, Anm. Red. Lepiforum]: 1 ♂ labelled “63. Cardamines” [by Linnaeus], “Cardamines 761” [by Smith], here designated as LECTOTYPE [...].”

4.6. Literatur

  • Bezug einer Indikation in der Erstbeschreibung: Edwards, G. (1750): A Natural History of Birds, The Most of which have not hitherto been figured or described, and the rest, by Reason of obscure, or too brief Descriptions, without Figures, or of Figures very ill design'd, are hitherto but little known. This part exhibits The Representations of Fifty-Nine Birds, engraven on Fifty-Two Copper Plates, and coloured in their natural and proper Colours, after curious Original Paintings, design'd from the Life: With a full and accurate Description of each Bird. Part III.: [I]-[VI], 106-157, pl. 106-157. London.
  • Lectotypus-Festlegung: Honey, M. R. & M. J. Scoble (2001): Linnaeus's butterflies (Lepidoptera: Papilionoidea and Hesperioidea). — Zoological Journal of the Linnean Society 132: 277-399.
  • Koçak, A. Ö. (1993): Traky anin ilkbahar lepidopterleri hakkinda faunistik notlar [Faunistical Notes on the Spring Lepidoptera of Turkey in Europe]. — CESA Miscellaneous Papers 17: 1-8. [Digitalisat auf archive.org]
  • Erstbeschreibung: Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata. 1-824. Holmiae (Laurentius Salvius).
  • Bezug einer Indikation in der Erstbeschreibung: Merian, M. S. (1730): DE EUROPISCHE INSECTEN, Naauwkeurig onderzogt, na 't leven geschildert, en in print gebragt door MARIA SIBILLA MERIAN: Met een korte Beschryving, waar in door haar gehandelt word van der Rupsen begin, Voedzel en wonderbare Verandering, EN OOK VERTOONT WORD De Oorspronk, Spys en Gestalt-verwisseling, de Tyd, Plaats en Eigenschappen der Rupzen [sic], Uiltjes, Vliegen en andere diergelyke bloedeloose Beesjes. HIER IS NOG BYGEVOEGT Een naauwkeurige Beschryving van de Planten, in dit Werk voorkomende; en de Uitlegging van agtien nieuwe Plaaten, door dezelve MARIA SIBILLA MERIAN geteekent, en die men na haar dood gevonden heeft. In 't Frans beschreeven door J. MARRET, Medicinae Doctor, En door een voornaam Liefhebber in 't Nederduits vertaalt: Frontispiz, Schmutztitel, Titel, 1-84, pl. I-CLXXXIV. Amsterdam (J. F. Bernard).
  • Schweizerischer Bund Für Naturschutz [Hrsg.] (1987): Tagfalter und ihre Lebensräume. Arten – Gefährdung – Schutz. — XI + 516 S. (hier 158-159), Egg/ZH (Fotorotar AG).

4.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)