Vorkommen
Länder:+23Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanze
Inhalt

1. Falter

Anmerkung: Ein Falter aus Spanien wurde bis zum am 16. September 2020 unter Phycitodes subcretacella gezeigt [Forum].

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

14: Deutschland, Niedersachsen, Ortsrand Rodenberg, 70 m, Streuobstwiese in Gewässernähe, Senecio jacobaea mit einer halbwüchsigen Raupe, 11. Juli 2018 (det. durch Zucht & Freilandfoto: Tina Schulz)

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Männchen

Anmerkung: Ein Falter aus Spanien wurde bis zum am 16. September 2020 unter Phycitodes subcretacella gezeigt [Forum].

5.2. Weibchen

5.3. Geschlecht nicht bestimmt

5.4. Genitalien

5.4.1. Männchen

Anmerkung: Ein Foto aus Spanien wurde bis zum am 16. September 2020 unter Phycitodes subcretacella gezeigt [Forum].

5.4.2. Weibchen

5.5. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Raupennahrungspflanze

2: Spanien, Andalusien, Provinz Huelva, Wald bei Los Cabezudos, 6. Juni 2019 (fot.: Friedmar Graf) [Forum]

6.3. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Senecio jacobaea (Jakobs-Kreuzkraut, Jakobs-Greiskraut)
  • [Asteraceae:] Senecio erucifolius (Raukenblättriges Kreuzkraut, Raukenblättriges Greiskraut)
  • [Asteraceae:] Achillea millefolium (Gewöhnliche Schafgarbe, Gemeine Schafgarbe)
  • [Asteraceae:] Achillea filipendulina-Hybride 'Terracotta' [= Achillea millefolium 'Terracotta'] (Terracotta-Schafgarbe)

Eppelsheim (1890: 54) berichtet aus der Pfalz zu "Homoeosoma cretacella": "Die Raupe der H. cretacella ist gegen 15 mm lang, dick, nach beiden Enden verdünnt, schmutziggraugrün mit einem schmutzig kirschröthlichen etwas erhöhten Flecken an der Seite eines jeden Ringes und einem ebenso gefärbten manchmal unterbrochenen Gürtel quer jeden Ring; Kopf, vorderer Theil des Nackenschildes und der Afterklappe, sowie die Brustfüße glänzend schwarz. Bauchfüße von der Grundfarbe. Die Raupe lebt überall in der ganzen Pfalz Ende September und Anfang October an den Blüthen von Senec. Jacobaea und wohl auch anderen Senecio-Arten, von welchen Blüthen sie 2 oder 8 durch ein schlauchartiges mit Excrementen vermengtes Gespinnst zusammenzieht, wogegen die blaßfarbene mit röthlichen Längsstreifen versehene Raupe der Hom. nimbella immer nur eine einzelne Blüthe angreift und sich von oben hineinfrißt, so daß sie unsichtbar wird und nur die ausgestoßenen Pappushaare ihr Vorhandensein verrathen. Die Ueberwinterung erfolgt in Raupenform: nach Disqué giebt es bei Speier eine erste Generation, deren Raupe im Juni gefunden wird." - Ob er damit ausschließlich P. maritima gemeint hatte oder auch P. saxicola oder P. inquinatella darunter steckten, wird sich ohne museale Belegexemplare nicht mehr überprüfen lassen.

Schütze (1931) schreibt zur Art: "Raupe September bis Oktober, Falter Mai bis Juli. In den Blüten von Senecio jacobaea, wohl auch andere Senecio-Arten, zieht zwei oder drei Blüten durch ein schlauchartiges, mit Kot vermengtes Gespinst zusammen, wogegen die blassfarbene, mit rötlichen Längsstreifen versehene Raupe von H. nimbella immer nur eine einzelne Blüte angreift und sich von oben einfrisst, so dass sie unsichtbar wird und nur durch ausgestoßene Pappushaare ihre Anwesenheit verrät. Überwintert als Raupe (Eppelsheim). Die dunkle Raupe erzieht sich sehr schwer und muss im Freien überwintert werden (Disqué). Westdeutschland."

Goater (1986: 131) schreibt: "Larva in flower heads of yarrow (Achillea millefolium) and common ragwort (Senecio jacobaea), when young in the leaf-axils and upper parts of the stem; sometimes gregarious. Pupates in a cocoon on the ground, in which the autumn larvae overwinter (Huggins 1929c)."

Die oben gezeigten Funde stammen von Senecio jacobaea und Senecio erucifolius (Heidrun Melzer) bzw. von einer Gartenform einer Schafgarbe, der als Achillea filipendulina-Hybride 'Terracotta' oder auch Achillea millefolium-Hybride 'Terracotta' bzw. Achillea millefolium 'Terracotta' geführten Terracotta-Schafgarbe (Tina Schulz).

(Autor: Erwin Rennwald)

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

7.2. Synonyme

7.3. Faunistik

P. maritima ist in Mitteleuropa weit verbreitet und erreicht im Westen in England insbesondere die Küstenbereiche.

Nach Leraut (2014: 420) ist ein Teil der Angaben aus Frankreich fraglich und auch die Angabe aus Korsika müsste erst noch bestätigt werden.

Corley et al. (2019: 621) korrigieren die frühere Meldung zu P.maritima in Portugal: "Phycitodes bentinckella (Pierce, 1937) - BA: Poço do Inferno, 24-VII-2017, not Phycitodes maritima (Tengström, 1848) as given in Corley et al. (2018).

Die Art wird von Vives Moreno (2014) für Spanien angeführt, doch könnte ein Teil der Angaben als Phycitodes bentinckella zu interpretieren sein. Völlig überraschend ist, dass ein Exemplar aus Andalusien aber durch Barcoding bestätigt werden konnte, es P. maritima neben P. bentinckella also auch in Südspanien gibt.

(Autor: Erwin Rennwald)

7.4. Literatur