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Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
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Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Lebensweise
Parasitoide
Prädatoren
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Aberration

1.4. Balz

1.5. Kopula

1.6. Eiablage

1.7. Ausgewachsene Raupe

1.8. Jüngere Raupenstadien

1.9. Puppe

1.10. Ei

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Ssp. turkestanica Sheljuzhko, 1929

2.3.1. Männchen

Melitaea didyma ähnelt sehr Melitaea trivia, mit dem er in Europa vor allem auf der Balkan-Halbinsel, aber auch anderswo in Südeuropa, nördlich bis zu den Südalpen zusammen vorkommt. Die Grundfarbe der ♂ ♂ ist jedoch meist noch leuchtender rotorange bei häufig reduzierter schwarzer Zeichnung auf der Flügeloberseite und die ♀ ♀ sind oftmals stark oliv übergossen. Die Sommer- und Herbstfalter von Melitaea trivia sind oft auffällig klein und blass und unterscheiden sich meist gut von am gleichen Ort fliegenden Vertretern von M. didyma. Die Randpunkte auf der Hinterflügel-Unterseite sind bei Melitaea trivia meist ausgeprägter dreiecksförmig, bei M. didyma aber eher rund. Beide Arten variieren jedoch sehr stark, je nach den örtlichen klimatischen Bedingungen, so dass keine überall gültigen Unterscheidungsmerkmale angegeben werden können.

Südeuropäische M. didyma sind grundsätzlich etwas weniger leuchtend rot gefärbt und weniger intensiv dunkel gezeichnet. Man kann diese Tiere als ssp. meridionalis abtrennen. Besonders feurig rot gefärbte ♂ ♂ hat die f. alpina, die in kühleren Habitaten der Mittel- und Hochgebirge lebt.

2.4. Ähnliche Arten

2.5. Erstbeschreibung

Im Folgejahr hierzu erschienener Text

3. Biologie

3.1. Habitat

M. didyma ist ein Vertreter trockener Magerrasen, breiter, sonnniger Waldwege, sehr lichter Wälder, Steppen und Garriguen von Meereshöhe bis ca. 2500 m. In einigen Mittel- und Hochgebirgen tritt jedoch auch eine f. alpina genannte Form in kühleren und feuchteren Biotopen höherer Lagen auf.

3.2. Lebensweise

In tiefer gelegenen, warmen Lagen Südeuropas beginnt die Flugzeit der 1. Generation zwischen Mitte April und Ende Mai. Sie wird Anfang August von der 2. abgelöst, die bis Mitte September fliegt. In kühleren Gebirgslagen und in Mitteleuropa tritt meist nur eine Generation auf, die von Anfang oder Mitte Juni bis Ende Juli fliegt. Aber auch hier kann nach frühem Start der 1. Gen. eine partielle 2. Gen. im August/September ausgebildet werden.

Das ♀ legt die Eier in kleinen Gelegen hauptsächlich an Spitzwegerich (Plantago lanceolata) und Mittlerer Wegerich (Plantago media), aber auch an einer Reihe anderer Pflanzen wie z. B. Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Kahlem Klappertopf (Rhinanthus serotinus) und Aufrechtem Ziest (Stachys recta) ab. In Mitteleuropa erfolgte die Eiablage stets an steinigen oder sandigen Stellen mit lückiger Vegetation.

Die Raupe lebt nicht in einem Gemeinschaftsgespinst sondern einzeln. Sie überwintert jung bis halb erwachsen und häutet sich insgesamt sechs Mal, was für Tagfalter recht untypisch ist.

(Autor: Jürgen Hensle)

3.3. Parasitoide

3.4. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„δίδυμος, doppelt, Beiname der Artemis als Zwillingsschwester des Apollo.“

Spuler 1 (1908: 23L)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Unterarten

4.5. Taxonomie

Pazhenkova et al. (2015) unterzogen insgesamt 85 Falter aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der Melitaea didyma-Gruppe dem Barcoding. Sie bestätigten dabei nicht nur die Eigenständigkeit von Melitaea interrupta, sondern zerlegten die Gruppe in insgesamt 12 Einheiten, in denen sie allesamt eigene Arten sehen. Bezogen auf Europa handelt es sich um Melitaea mauretanica Oberthür, 1909 (Südspanien), Melitaea occidentalis Staudinger, 1861 (Spanien, locus typicus: Spanien und Algerien), Melitaea didyma (westliches und mittleres Europa, Deutschland, Bayern, Mittelfranken, Uffenheim), Melitaea neera Fischer de Waldheim, 1840 (Osteuropa, Nordkaukasus, locus typicus: Russland, Wolga) und Melitaea interrupta Kolenati, 1846 (Kaukasus). Die Studie hat aufgezeigt, dass selbst innerhalb dieser Einheiten die genetische Variabilität teilweise recht groß ist; im Vergleich dazu ist der gesamte Probenumfang noch viel zu klein. Nach der Zusammenstellung von van Oorschot & Coutsis (2014) gibt es für die Gruppe insgesamt mehr als 40 gültige Namen, die als Artnamen zur Verfügung stehen könnten. Die Typen dieser Taxa - oder zumindest Tiere nahe des jeweiligen locus typicus - müssen unbedingt noch mit in das Programm aufgenommen werden, damit klar wird, ob die festgestellten Abstände zwischen den Taxa tatsächlich Bestand haben und wie groß im Vergleich dazu die Variabilität innerhalb der Einheiten ist. Das Ganze könnte zudem für die Namensvergabe wichtig werden. Vor diesem Hintergrund werden für "Melitaea mauretanica", "Melitaea occidentalis" und "Melitaea neera" vorerst keine eigenen Artseiten angelegt, sondern die Taxa weiterhin M. didyma zugeordnet.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.6. Verbreitung

Der Rote Scheckenfalter kommt - in der weit gefassten Version - von Marokko, Portugal und Südwestfrankreich, durch Mittel- und Südeuropa nördlich bis ins mittlere Russland, südlich bis zum Jabal al Akhdar in Libyen, Israel und dem Iran vor. Im Osten werden das Altai-Gebirge und Westchina erreicht. Er fehlt in Nordeuropa und in weiten Teilen Norddeutschlands. Ebenso kommt er auf Korsika, Sardinien und Kreta nicht vor.

(Autor: Jürgen Hensle)

4.7. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die von Heppner (1981) recherchierten Publikationsjahre.

4.8. Literatur