Vorkommen
Länder:+1Kontinente:EU
Falter
Raupe
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Diagnose

3.1. Weibchen

3.2. Geschlecht nicht bestimmt

3.3. Erstbeschreibung

4. Biologie

4.1. Lebensweise des Falters

Nach Schmid (2019: 730) saugen die Falter gerne an Blüten der Raupennahrungspflanze Myricaria germanica.

4.2. Habitat

4.3. Nahrung der Raupe

  • [Tamaricaceae:] Myricaria germanica (Deutsche Tamariske)

Schütze (1931) konnte auf Bekanntes zurückgreifen und zur Raupe schreiben: "Myricaria (Tamarix) [...] Raupe September bis Frühjahr [...] In den reifen Samenkapseln in einem sehr feinen seidigen Schlauch, an dessen äußerstem Ende sich die Samenwolle anhängt, überwintert in länglicher haariger Hülle, in welche sie Sandkörnchen und Holzspänchen einwebt (Kaltenbach). Süddeutschland."

Schmid (2019: 730) nennt ebenfalls Myricaria germanica als Nahrungspflanze in den Alpen und ergänzt: "Die Eier werden an die Blüten abgelegt (1), die Raupe lebt zuerst in den Blüten, wo sie in den Fruchtknoten eindringt (3). Später verspinnt sie die Samenstände zu einer Röhre, von wo aus sie die Samen verzehrt (4, 5). Erwachsen fertigt sie wenn möglich im Inneren eines dürren Ästchens einen dichten, zähen Kokon an, in dem sie überwintert und sich im Frühling verpuppt (8-10)." Die Ziffern stehen dabei für erläuternde Fotos.

5. Weitere Informationen

5.1. Etymologie (Namenserklärung)

„cingillum Gürtelchen.“

Spuler 2 (1910: 211L)

5.2. Andere Kombinationen

5.3. Faunistik

Nach Gaedike & Heinicke (1999) in Deutschland nur mit Angaben von vor 1980 aus Bayern bekannt. Dort wurde die Art von Pröse et al. (2003)[2004] mit "0 - ausgestorben oder verschollen" für die Regionen "Tertiär-Hügelland und voralpine Schotterplatten" und "Alpenvorland und Alpen" in die Rote Liste aufgenommen. Nuss (2012) erläutert zu seiner Einstufung als in Deutschland "erloschen oder verschollen": "Auch in Österreich extrem selten. Die Larvennahrungspflanze Myrica germanica ist durch Flussverbauung sehr stark gefährdet ... Die Art kam in Bayern in den Lechauen vor."

Schmid (2019: 730) fasst die mit der Verbauung der Flüsse zunehmend dramatische Situation der Art in den Alpen zusammen: "[...] in den Alpen extrem lokal und vom Aussterben bedroht. In Deutschland verschwunden, in Österreich nur noch an einem Fundort nachgewiesen, in der Schweiz auf wenige Populationen beschränkt."

(Autor: Erwin Rennwald)

5.4. Literatur