Vorkommen
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Falter
Männchen
Weibchen
Männchen
Weibchen
Beschreibung von John Curtis als Nola monachalis
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

Am 2. August 2021 wurde hier nach freundlichem Hinweis von Kjeld Brem (E-Mail vom 29. Juli 2021 an Erwin Rennwald) ein fehlbestimmtes Raupenfoto entfernt, das zu Nola confusalis gehört.

3. Diagnose

3.1. Männchen

3.2. Weibchen

3.3. Genitalien

3.3.1. Männchen
3.3.2. Weibchen

3.4. Beschreibung von John Curtis als Nola monachalis

4. Biologie

4.1. Habitat

5. Weitere Informationen

5.1. Etymologie (Namenserklärung)

„strigula Streifchen.“

Spuler 2 (1910: 122R)

5.2. Andere Kombinationen

5.3. Synonyme

"Es ist ein wahres Vergnügen, diese Arbeit mitanzusehen; denn die Sorgfalt, Eigenheit, Mühe und Emsigkeit, mit der sie [die Raupe] arbeitet, ist bewundernswert. Sie saß an einem strohhalmstarken Faulbaumzweig und begann zunächst damit, die Stelle für die Anlage ihres Gehäuses mit weißen Fäden zu belegen. Dann begab sie sich in die Nachbarschaft, nagte dort ein kleines, rechteckiges Rindenstück ab, trug es im Maule an die mit Gespinst belegte Verwandlungsstelle und leimte es dort auf der einen Seite ein. Sie kehrte alsbald wieder an die Bezugsstelle zurück und holte ein gleiches Rindenstückchen, um es auf der andern Seite ihres Gespinstplatzes, dem ersten Stückchen gegenüber, in der Entfernung der Zweigstärke zu befestigen. Ein drittes Rindenstückchen fügte sie hinter dem ersten, ein viertes hinter dem zweiten ein und so fort, bis sie die Länge des Lagers auf beiden Seiten erreicht hatte, die ihre eigene nur um ein Weniges übertraf. Nun begann sie eine zweite Lage von Rindenstückchen anzubringen, wobei sie die Stückchen fast um die Hälfte länger nahm als bei der ersten Lage, so daß sie überfugten, wie wenn der Maurer mauert. Sie blieb bei dieser Arbeit so lange auf der einen Seite, bis sie die ganze Länge belegt hatte; dann erst ging sie zur anderen Seite über und arbeitete dort wie bei der ersten. Dies setzte sie wechselseitig so lange fort, bis sie in der Mitte den Schlußstein einsetzte. Bei der Einlagerung der Stückchen beachtete sie stets die Vorsicht, daß sie nie die Außenseite der Rinde nach innen brachte. Außen ist das Gehäuse rauher, innen dagegen ganz glatt wie geschliffen. Man sieht durchaus keine Unebenheiten, nur die weißen Kittfugen bleiben bei Betrachtung mit der Lupe wahrnehmbar. Die Arbeit erscheint dann wie ein fein geschliffener und glänzender Mosaikboden. Die Raupe vollendet ihre Arbeit in einem halben Tage vollständig."

So beschrieb der alte CARL WILHELM LUDWIG GRABOW (der Schwiegervater von OTTO STAUDINGER) im 19. Jahrhundert den Kokonbau bei Meganola strigula in Brandenburg, und auf dieselbe Weise läuft er bei allen Nolinae-Arten ab.

SORHAGEN, L. & GILLMER, M. (1918): Grabowiana. Ein Beitrag zu den Groß-Schmetterlingen der Mark Brandenburg. – Stettiner entomologische Zeitung, 78: 260-291.

Ein Teil dieser Arbeiten, das "Hochziehen der Seitenwände", ist in der Bestimmungshilfe für Meganola togatulalis fotografisch dokumentiert worden (mit dem zusätzlichen Bonus der skurrilen, übereinandergestaffelten Kopfkapseln aus den früheren Häutungen, die die Raupe dieser Art im Nacken trägt (die sogenannte "Grenadiersmütze") und die dann auch aus dem fertigen Kokon herausragen).

Wer die Gelegenheit hat, diese Kokonbauphasen fotografisch zu dokumentieren, sollte dies unbedingt tun.

Siehe auch Bilder unter "Lebensweise und Verhalten" bei Nola confusalis.

[Beitrag von Axel Steiner]

5.4. Literatur

  • Curtis, J. (1823-1840): British Entomology; Being Illustrations and Descriptions of the Genera of Insects Found in Great Britain and Ireland: Containing Coloured Figures from Nature of the Most Rare and Beautiful Species, and in Many Instances of the Plants upon which they are Found. Vol. VI. Lepidoptera, Part II. — [Not paginated]. London (E. Ellis & Co.).
  • Erstbeschreibung: [Denis, M. & J. I. Schiffermüller] (1775): Ankündung eines systematischen Werkes von den Schmetterlingen der Wienergegend herausgegeben von einigen Lehrern am k. k. Theresianum. 1-323, pl. I a+b, Frontispiz. Wien (Augustin Bernardi). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [69].
  • Steiner (1994) (= Ebert 4), 473-476.