Vorkommen
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Falter
Raupe, Raupensack
Jüngere Raupenstadien
Fraßspuren und Befallsbild
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe, Raupensack

1.3. Jüngere Raupenstadien

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

C. hemerobiella überwintert 2 mal. Die Jugendminen sind klein und zahlreich. Die Jugendsäcke sind stark (halbkreisförmig) gebogen. Sie werden an der Stelle angesponnen und verlassen, wo der endgültige Sack aus dem Blatt ausgeschnitten wird. Minen der erwachsenen Raupen relativ groß (vgl. Bild 3). Ihr Sack ist über 8 mm lang und meist dunkelbraun bis schwarz. Diese Art ist ebenfalls auf vielen rosenblütigen Laubhölzern zu finden.

Nach Hering 1957 kommen an Wild- und Kulturbirne (Pyrus sp.) folgende weitere Coleophora-Arten vor: Coleophora violacea (Sack mit abstehenden Blattstücken besetzt, Raupe frisst nur im Herbst), Coleophora anatipennella (Pistolensack aus Gespinst, ohne Blattsubstanz), Coleophora spinella (Sack der erwachsenen Raupe nicht länger als 6 mm, Jugendsack schwach gebogen), Coleophora kroneella (ähnlich voriger, auf Birne beschränkt). (Text: Peter Buchner)

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Malus domestica (Kultur-Apfel)
  • [Rosaceae:] Malus sylvestris (Wild-Apfel)
  • [Rosaceae:] Pyrus communis (Kultur-Birne)
  • [Rosaceae:] Pyrus pyraster (Wild-Birne)
  • [Rosaceae:] Sorbus aucuparia (Eberesche)
  • [Rosaceae:] Sorbus torminalis (Elsbeere)
  • [Rosaceae:] Sorbus aria (Mehlbeere)
  • [Rosaceae:] Prunus avium (Süß-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Prunus cerasus (Sauer-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Crataegus laevigata (Zweigriffeliger Weißdorn)
  • [Rosaceae:] Crataegus sp. (Weißdorn)

K. v. Tischer in Fischer von Röslerstamm (1834-1843: 117-119) stellte unter dem Stichpunkt "Beobachtungen über den Raupenzustand der Ornix Anseripennella Tr." fest: "Lange hat sich die Meinung erhalten, dass diese Sackträgerin, welche die Obstbäume, besonders die Aepfel- und Birnbäume, bewohnt, so wie die ihr verwandte Orn. Anatipennella Tr. theils in geraden röhrenförmigen, theils in krummen hörnchenförmigen Hülsen oder Säcken lebe, und man vermuthete, dass diese Verschiedenheit in der Sackgestalt den Geschlechtsunterschied zur Ursache habe. Es war mir daher in dem schönen warmen Frühlinge des Jahres 1834 ein Vergnügen, diese Raupenart in grosser Anzahl in den Obstgärten um Dresden anzutreffen, um durch genaue Beobachtungen die Ursache der verschiedenen Gestalt ihrer Wohnungshülsen zu erforschen. [...]". Sein Ergebnis: die hörnchenförmigen sind die Jugendsäcke der Raupen, die geraden Gehäuse gehören zum letzten Raupenstadium.

Außer den genannten Arten unserer Liste werden in der Literatur noch weitere Arten und Gattungen (Amelanchier, Cotoneaster, Cydonia, Chaenomeles, Mespilus, Spiraea von Gehölzen aus der Familie Rosaceae angeführt - die meisten dieser Angaben dürften stimmen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur

  • Fischer von Röslerstamm, J. E. (1834-1843): Abbildungen zur Berichtigung und Ergänzung der Schmetterlingskunde, besonders der Microlepidopterologie als Supplement zu Treitschke`s und Hübner`s europaeischen Schmetterlingen, mit erläuterndem Text. 1-304, [i]-[iv], pl. 1-100. Leipzig (Hinrichs). — Digitalisat von Google Books im Viewer der Hathi Trust Digital Library: [117]
  • [SCHÜTZE (1931): 105]
  • Erstbeschreibung: Scopoli, J. A. (1763): Entomologia Carniolica exhibens insecta Carnioliae indigena et distributa in ordines, genera, species, varietates. Methodo Linnaeana. 1-421. Vindobonae (Trattner).
  • Stainton, H. T. (1860): The natural history of the Tineina 5: I-IX, 1-228, pl. IX-XVI. London (John van Voorst) – Paris (Deyrolle) – Berlin (E. S. Mittler und Sohn). — Digitalisat auf archive.org: [74-83], [pl. XI fig. 3].