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Falter
Männchen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

Merkmal: Zeichnungslose, braungraue Art. Ähnliche Arten — sichere Unterscheidung nur mit GU:

Bengtsson & Johansson (2011) weisen darauf hin, dass die Arten der Untergattung Blastotere selbst durch GU nur schwer zu unterscheiden sind (Anmerkung von Peter Buchner).

Bei den oben angeführten zeichungslosen Arten lassen sich die ♀♀ durch GU sicherer und leichter unterscheiden als die ♂♂.

2.1. Genitalien

2.1.1. Männchen

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Pinaceae:] Picea abies (Gemeine Fichte, Gewöhnliche Fichte, Rottanne)

Die Raupen leben in den Endknospen von Fichten (Picea abies).

4. Weitere Informationen

4.1. Publikationsdatum der Erstbeschreibung

Die Website der Sveriges Entomologiska förening gibt im [Inhaltsverzeichnis von Band 132] an, dass Heft 4 im März 2012 erschienen ist.

4.2. Typenmaterial

Bengtsson & Johansson (2012) schreiben zum Holotypus: "Holotype: ♀, with the following labels: “SUECIA Jmt., Vällista 600 m, UTM 33V VL11, 1.7.1973, Ingvar Svensson” [white label] “Gen. prep. no 1930X ♀, A. svenssoni Bgts. & Joh., B Å Bengtsson” [yellow label] “HOLOTYPUS Argyresthia svenssoni ♀ Bengtsson & Johansson” [red label] – In coll. MZLU."

Hinzu kommen 40 Paratypen, überwiegend ebenfalls aus Schweden, aber auch aus Norwegen, Italien (1 Ex Südtirol) und der Slowakei (nur Tatra-Gebirge).

4.3. Faunistik

Die lange mit Argyresthia glabratella zusammengeworfene Art scheint in Skandinavien weit verbreitet zu sein, während es aus Mitteleuropa zunächst nur eine kleine Serie aus der Tatra und ein Einzelexemplar aus Südtirol gab. Hinzu kommt der oben gezeigte Falter aus Nieder-Österreich (Österreich).

Schmid (2016) meldet die Art aus der Schweiz.

Dass die Art auch in Deutschland vorkommt, war zu erwarten - bei Gaedike et al. (2017) wird sie aber noch nicht erwähnt. Erst Guggemoos et al. (2018) können schreiben: "Nun stellte sich im Zuge weiterer genetischer Untersuchungen heraus, dass auch die an Fichte lebende A. svenssoni bei uns heimisch ist, und zwar sowohl in den Alpen als auch dem kristallinen Grundgebirge des Bayerischen Waldes." Der Fund in den Bayerischen Alpen (Ammergebirge, Neualmbachgries) erfolgte in 1149 m Höhe, derjenige im Hinteren Bayerischen Wald (Arbergipfel) in 1410 m Höhe. Die Autoren schließen aus den bisherigen Nachweisen: "Aufgrund der bekannten Funde scheint A. svenssoni hochmontane bis subalpine Lagen zu bevorzugen und wir vermuten, dass sie natürliche Fichtenstandorte bevorzugt, im Gegensatz zu der überall verbreiteten A. glabratella (Zeller, 1847).

Nel & Varenne (2016: 166) melden ein genitaldeterminiertes ♀ aus Frankreich, Alpes-Maritimes.

Zdenek Laštůvka (E-Mail 10. Dezember 2021) vermerkt zu Tschechien: "more records from Bohemia and Moravia, records from Bohemia (Riesengebirge) were previously published as A. amianthella (Liška et al. 2014)."

(Autoren: Erwin Rennwald & Jürgen Rodeland)

4.4. Literatur