Vorkommen
Länder:+11Kontinente:EU
Falter
Kopula
Ausgewachsene Raupe
Puppe
Ei
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Kopula

3. Ausgewachsene Raupe

4. Puppe

5. Ei

6. Diagnose

6.1. Falter

Argynnis laodice hat eine recht charakteristische Flügelform und Zeichnung der Hinterflügel-Unterseite. Am ähnlichsten sind noch Brenthis daphne und B. ino. Diese Arten unterscheiden sich vom Grünlichen Perlmuttfalter durch die unruhigere Zeichnung der Hinterflügel-Unterseite. Bei A. laodice ist die Zeichnung klar zweigeteilt, mit violettem Außenbereich und grünlicher Basis. Bei B. daphne und B. ino ist die Zeichnung der basalen Flügelhälfte durch die Adern in Felder aufgeteilt, der Basalbereich zudem nicht grün, sondern braun gefärbt. Außerdem fliegt der Östliche Perlmuttfalter später im Jahr in zudem meist feuchteren Lebensräumen als B. daphne.

6.2. Unterscheidungsmerkmale in der Gattung Argynnis

Oberseite ♂
Oberseite ♀
Unterseite
Unterscheidungsmerkmale
A. paphia



Oberseite
1 - bei ♂ 4 Duftschuppenstreifen auf M3, Cu1, Cu2 und A
2 - relativ große Postdiskalflecken
3 - bei ♀ Diskalflecken getrennt
4 - i.d.R. ohne Schimmer (außer bei f. valesina)
Unterseite
5 - Vorderflügel bräunlich
6 - durchgehender, meist deutlicher Silberstreifen
A. pandora



Oberseite
1 - bei ♂ 2 Duftschuppenstreifen auf Cu1 und Cu2
2 - relativ kleine Postdiskalflecken
3 - bei ♀ Diskalflecken meist verbunden
4 - grünlicher Schimmer
Unterseite
5 - Vorderflügel orangerot, kardinalrot
6 - Silberstreifen oft nur schwach ausgeprägt, manchmal unterbrochen
A. aglaja



Oberseite
1 - bei ♂ meist 2-3 undeutliche Duftschuppenstreifen, manchmal auf Cu2 und A verstärkt
2 - bei ♀ Apex meist aufgehellt
3 - bei ♀ vereinzelt blaugrüne Bestäubung
Unterseite
4 - postdiskale Fleckenreihe fehlt
5 - grüne Bestäubung
A. adippe



Oberseite
1 - bei ♂ 2 deutliche Duftschuppenstreifen auf Cu1 und Cu2
2 - bei ♀ Apex nicht aufgehellt
3 - ♀ nie mit blaugrüner Bestäubung
Unterseite
4 - weiße, braungerandete Postdiskalflecken
5 - meist kleiner (oft fehlender) weißer Fleck an Basis der Hinterflügel, extrem selten schwarz gekernt
6 - Marginallinie undeutlich
7 - bei ♀ 3 Perlmuttflecken im Apikalbereich
A. niobe



Oberseite
1 - bei ♂ fehlende oder 2 undeutliche Duftschuppenstreifen auf Cu1 und Cu2
2 - bei ♀ Apex meist aufgehellt
3 - bei ♀ oft blaugrüne Bestäubung
Unterseite
4 - weiße, braungerandete Postdiskalflecken
5 - weißer, oft schwarzgekernter Fleck an Basis der Hinterflügel
6 - deutliche Marginallinie
A. laodice



Oberseite
1 - bei ♂ 2 Duftschuppenstreifen auf Cu2 und A
2 - Diskalflecken rund/oval
3 - bei ♀ meist kleiner weißer Fleck in Gabelung von R4 und R5
Unterseite
4 - braunrote bis violette Grundfärbung im Außenbereich der Hinterflügel
5 - grünliche bis gelbliche Grundfarbe im Innenbereich der Hinterflügel

(Farbtafeln und Text: Jens Philipp)

6.3. Ähnliche Arten

6.4. Erstbeschreibung

7. Biologie

7.1. Lebensraum und Lebensweise

A. laodice ist eine Art des feuchten Graslandes am und im Wald tieferer Lagen. Er fliegt auf größeren Waldlichtungen, entlang breiter Waldwege und in Wiesen am Waldrand.

Die Flugzeit der einzigen Generation beginnt Anfang Juli, in sehr warmen Gebieten und Jahren auch schon Mitte Juni und endet Mitte August. Das Weibchen legt die Eier an die Nahrungspflanze. Wie bei den verwandten Arten frisst die Raupe an Veilchen, vor allem an Sumpf-Veilchen (Viola palustris). Die Raupe schlüpft noch im Sommer und überwintert in der Bodenstreu.

Darüber hinaus ist von dieser nur inselhaft auftretenden und weiten Gebieten völlig fehlenden Art kaum etwas bekannt geworden. Insbesondere ihre Lebensweise ist noch weitgehend unerforscht.

(Autor: Jürgen Hensle)

7.2. Habitat

8. Weitere Informationen

8.1. Etymologie (Namenserklärung)

„griechischer Frauenname.“

Spuler 1 (1908: 30R)

8.2. Andere Kombinationen

8.3. Synonyme

8.4. Verbreitung

A. laodice ist eine osteuropäisch-asiatische Art. Die westlichsten Fundorte liegen bei Anklam und Eggesin in Vorpommern. Von dort aus zieht sich das Verbreitungsgebiet über Nord- und Ostpolen, Lettland und Litauen, durch die Ostslowakei, Nordost-Ungarn und Nordrumänien durch Russland bis Ostsibirien, Korea und Japan. Einzelne zugewanderte Falter wurden auch schon in Tschechien, Südfinnland und Südostschweden beobachtet.

8.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: Pallas, P. S. (1771): Reise durch verschiedene Provinzen des Rußischen Reichs. Erster Theil. [1]-[12], 1-504, pl. I-XI, pl. A-L. St. Petersburg.