Vorkommen
Länder:+9Kontinente:EU
Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Falter

2. Ausgewachsene Raupe

3. Jüngere Raupenstadien

4. Puppe

5. Diagnose

Bei Apamea epomidion ist die Ringmakel an 3 Seiten schwarz umrandet und nur zum Vorderrand hin offen. Bei Apamea crenata ist sie höchstens braun umrandet, nie schwarz. (Axel Steiner)

5.1. Weibchen

5.2. Raupe

Nach Form und Farbe der Dorsalen (Rückenlinie) sind 3 Gruppen von Apamea-Arten zu unterscheiden:

  • 1. sordens, remissa und anceps: auffällige, breite, weiße Dorsale
  • 2. unanimis und illyria: breite gelblichweiße Dorsale
  • 3. epomidion, aquila und crenata: unauffällige, schmale Dorsale, die zwischendurch immer wieder eingeengt ist und dadurch noch schmaler wird

Ähnliches Artenpaar A. sordens / A. remissa:

  • Apamea sordens: Subdorsalen auf dem Nackenschild schmaler als Dorsale, Dorsale auf Abdominalsegmenten 4 und 5 verbreitert, Seitenlinie ventral nicht scharf abgegrenzt (lateral wischi-waschi gezeichnet), hält strenge Winterruhe
  • Apamea remissa: Subdorsalen auf dem Nackenschild gleichbreit wie die Dorsale, Dorsale auf Abdominalsegmenten 4 und 5 nicht verbreitert, helle Seitenlinie schön dorsal und ventral abgegrenzt , hält strenge Winterruhe. - Ist im Herbst teilweise sehr zahlreich aus den Blütenständen des Landreitgrases (Calamagrostis epigejos) zu schütteln. Leben dort bis zur Überwinterung in schlauchförmigen Gespinsten, in denen sie sehr flink hin und her laufen. Überhaupt ist die Raupe sehr quirlig und läuft bei Störungen hektisch davon.
  • Apamea anceps: beiger Kopf, eher an Waldzwenke (Brachypodium sylvaticum) zu erwarten
  • Apamea unanimis: eher im feuchten Milieu zu erwarten an Schilf (Phragmites), Phalaris und dergleichen
  • Apamea epomidion: Dorsale auf Nackenschild deutlich(!) dünner als Subdorsalen, Dorsale verjüngt sich zum Kopf hin auffällig, keine Diapause im Winter
  • Apamea aquila: dunkle Rückenfleckung, Kopf schwarz
  • Apamea crenata: Dorsale + Suborsalen auf Nackenschild gleichbreit (-> gutes Unterscheidungsmerkmal zu A. epomidion), Grundfarbe meistens Rosabraungrau, dann dunkelbraune Kopfkapsel mit schwarzer Netzmusterung (manche Tiere aber bleigrau, bei denen ist Kopfkapsel fast schwarz), Afterplatte variabel, keine Diapause im Winter, kurz vor Verpuppung wird sie auf einmal sehr blass

(von Tina Schulz aus Beiträgen von Stefan Ratering im Lepiforum zusammengestellt)

5.3. Erstbeschreibung

6. Weitere Informationen

6.1. Etymologie (Namenserklärung)

hepatica: (ήπατιχός die Leber betreffend, wegen der Färbung)

Spuler 1 (1908: 194L)

6.2. Andere Kombinationen

6.3. Synonyme

6.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die von Heppner (1982) angegebenen Publikationsjahre.

6.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: Haworth, A. H. (1803-1828): Lepidoptera britannica; sistens digestionem novam insectorum lepidopterorum quæ in Magna Britannia reperiuntur, larvarum pabulo, temporeque pascendi; expansione alarum; mensibusque volandi; synonymis atque locis observationibusque variis: I-XXXVI, 1-609. Londini (R. Taylor). — Digitalisat von Google Books auf www.archive.org: [170].
  • Heppner, J. B. (1982): Dates of selected Lepidoptera literature for the western hemisphere fauna. — Journal of the Lepidopterologists' Society 36 (2): 87-111.
  • Steiner (1997) (= Ebert 6), 574-576.