Leicht zu verwechselnde Art!
Falter häufig in 1 bis 2 Generationen von April bis September, Raupe im Sommer und Herbst an Brennnesseln und Hopfen, Puppe der 1. Gen. überwintert.
Vorkommen
Länder:+28Kontinente:EU
Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Weibchen
Ähnliche Arten
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Bezug einer Indikation und Text dazu
Habitat
Lebensweise
Inhalt

1. Falter

2. Ausgewachsene Raupe

3. Jüngere Raupenstadien

3: 9. September 2014

4-5: 10. September 2014

6: 15. September 2014

7: 17. September 2014

8: 18. September 2014

9-10: 23. September 2014

4. Puppe

5. Ei

6. Diagnose

Falter: Gesamteindruck eintönig dunkelgrau. Vorderflügel relativ schmal, dadurch schlank wirkend. Keine oder nur sehr dünne schwarze Aderstriche im Saumfeld. Saumfeld dunkel schiefergrau bis mittelgrau, im oberen Teil von gleicher Grundfarbe wie das Mittelfeld. Makeln nur schwach bis gar nicht schwarz umrandet. Basalfeld mit deutlicher, Saumfeld höchstens im unteren Teil mit gelblicher Einmischung. Apikalstriche im Apex nicht zu Flecken verbunden. Äußere Querlinie meist im unteren Teil deutlich gebogen, mündet meist spitzwinklig auf den Innenrand. In den Gebieten, wo A. agnorista vorkommt, ist eine sichere Trennung oft nur durch Genitaluntersuchung möglich.

6.1. Männchen

6.2. Weibchen

6.3. Ähnliche Arten

(Text: Axel Steiner)

Gegenüberstellung der Genitalarmaturen von Abrostola triplasia und Abrostola tripartita:

6.4. Genitalien

6.4.1. Männchen
6.4.2. Weibchen

6.5. Erstbeschreibung

6.6. Bezug einer Indikation und Text dazu

7. Biologie

7.1. Habitat

7.2. Lebensweise

8. Weitere Informationen

8.1. Etymologie (Namenserklärung)

Triplasius, -a, -um (lat..; vgl. griech. τριπλάσιος) dreifach. Linné bezieht sich in der Urbeschreibung mehrmals auf die Dreizahl: Die Vorderflügel werden durch die zwei Bogenlinien in drei Felder geteilt; im Mittelfeld liegen drei Makeln; die Raupe trägt drei braune Höcker. Eine dieser Dreier-Einheiten – wenn nicht sogar alle zusammen – dürfte(n) mit dem Namen gemeint sein.

Trigeminus, -a, -um (lat.) eine aus einer Dreiergruppe, bezogen auf die drei im 19. Jahrhundert in Europa bekannten Arten der Gattung. (Text: Axel Steiner)

Abweichende Erklärung: „τρι drei-, πλάσις Bildung, Form; wegen der auffallenden Verdickung des 4., 5. und 11. Ringes der Raupe.“

Spuler 1 (1908: 298R)

8.2. Andere Kombinationen

8.3. Synonyme

8.4. Taxonomie

Einzelheiten zum Namenstausch mit A. tripartita siehe dort!

Namen in verschiedenen Handbüchern

Abrostola triplasia (Lampert 1907, Seitz 1909-1914, Rebel 1910, Eckstein 1913-1923, Bergmann 1951-1955, Koch 1954-1961, Karsholt & Razowski 1996, [Fauna Europaea])

Abrostola trigemina (Forster & Wohlfahrt 1954-1981, Leraut 1980, Heinicke & Naumann 1980-1982, Fibiger & Hacker 1991)

(Abweichende Gattungsnamen sind hier nicht berücksichtigt — früher wurden die Abrostola-Arten noch in die Gattung Plusia gestellt. Die deutschen Namen variieren stark und sind darum auch nicht hilfreich.) (Text: Axel Steiner)

8.5. Landessprachliche Namen (Auswahl)

Die grüne bucklichte Moosdistelraupe (Rösel von Rosenhof, partim?)

Die Neßelmotte (Hufnagel 1766)

Nesseleule ([Denis & Schiffermüller], Brahm 1791, Borkhausen 1792, Berge 1842, partim?)

Der Dreyhöcker (Fuessly, partim?)

Die dreyhöckerigte Eule (Goeze 1781, partim?)

Der dreyhöckerigte Nachtfalter (Lang 1789, partim?)

Nesseleulenphalene (Esper, partim)

Dreihöker [sic] (Glaser 1885)

Nessel=Höckereule (Lampert 1907)

Ockerfarbige Brennesseleule (Eckstein 1920)

Schattenbrennesselflur-Silbereule (Bergmann 1954)

Dunkelgraue Nessel-Höckereule (Ebert 1997)

Da die beiden Nessel-Höckereulen vielfach verwechselt worden sind bzw. im 18. Jahrhundert noch nicht sicher unterschieden wurden, lassen sich manche der vergebenen Namen nicht mit Sicherheit auf eine Art, sondern nur auf die Artgruppe beziehen. (Text: Axel Steiner)

8.6. Literatur

  • Steiner (1997) (= Ebert 6), 153-156.
  • Goater, B., Ronkay, L. & Fibiger, M. (2003): Noctuidae europaeae. Vol. 10. Catocalinae & Plusiinae. – Sorø (Entomological Press). 452 S. mit 16 Farbtafeln und >600 Genitalfotos.
  • Erstbeschreibung: Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata. 1-824. Holmiae (Laurentius Salvius).
  • Bezug einer Indikation in der Erstbeschreibung: Merian, M. S. (1730): DE EUROPISCHE INSECTEN, Naauwkeurig onderzogt, na 't leven geschildert, en in print gebragt door MARIA SIBILLA MERIAN: Met een korte Beschryving, waar in door haar gehandelt word van der Rupsen begin, Voedzel en wonderbare Verandering, EN OOK VERTOONT WORD De Oorspronk, Spys en Gestalt-verwisseling, de Tyd, Plaats en Eigenschappen der Rupzen [sic], Uiltjes, Vliegen en andere diergelyke bloedeloose Beesjes. HIER IS NOG BYGEVOEGT Een naauwkeurige Beschryving van de Planten, in dit Werk voorkomende; en de Uitlegging van agtien nieuwe Plaaten, door dezelve MARIA SIBILLA MERIAN geteekent, en die men na haar dood gevonden heeft. In 't Frans beschreeven door J. MARRET, Medicinae Doctor, En door een voornaam Liefhebber in 't Nederduits vertaalt: Frontispiz, Schmutztitel, Titel, 1-84, pl. I-CLXXXIV. Amsterdam (J. F. Bernard).

8.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)