Vorkommen
Länder:+3Kontinente:EU
Falter
Kopula
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Ei
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Kopula

3. Ausgewachsene Raupe

4. Jüngere Raupenstadien

5. Ei

6. Puppe

7. Diagnose

7.1. Sichere Bestimmungsmerkmale

Die Vorderflügel-Unterseite ist bei Z. transalpina kräftig rot überzogen mit einem davon deutlich abgesetzten, schwarzen Vorder- und Außenrand. Z. filipendulae hat im Gegensatz hierzu auf der Vorderflügelunterseite nur einen schwachen rötlichen Schimmer um die Flecken herum, und der Vorder- und Außenrand ist weniger deutlich abgesetzt.

Oberseits sind die Vorderflügelflecke bei Z. transalpina meist deutlich getrennt und wirken durch eine dünne schwarze Umrandung sehr scharf, während sie bei filipendulae oft paarweise aneinanderliegen und einen verschwommeneren Eindruck machen. Auf die schwarze Umrandung der roten Flecken wies bereits Esper in der Erstbeschreibung hin: „Der Rothfleck mit sechs kleinern schwarzgerandeten Puncten.“

7.2. Weiteres, „weiches“ Bestimmungsmerkmal

Vorsicht: In der einschlägigen Literatur sind oft die weißen Fühlerspitzen von Z. transalpina als sicheres Unterscheidungsmerkal zu filipendulae genannt, die fast immer schwarze Fühlerspitzen hat. Es gibt jedoch auch Exemplare von transalpina mit völlig schwarzen Fühlerspitzen, z. B. das oben abgebildete vom 24. Juli 2005 aus dem Ober-Olmer Wald bei Mainz.

(Text zu den Bestimmungsmerkmalen von Jürgen Rodeland unter Verwendung eines [Forumsbeitrags von Daniel (Bartsch?)])

7.3. Männchen

7.4. Weibchen

7.5. Geschlecht nicht bestimmt

7.6. Ssp. tilaventa Holik, 1935

7.6.1. Männchen
7.6.2. Weibchen

7.7. Erstbeschreibung

8. Biologie

8.1. Habitat

9. Weitere Informationen

9.1. Etymologie (Namenserklärung)

„von jenseits der Alpen stammend.“

Spuler 2 (1910: 160R)

9.2. Andere Kombinationen

9.3. Unterarten

9.4. Taxonomie

Hofmann (1994) schrieb zum "transalpina-Komplex": "Ein Blick in die einschlägige Literatur zeigt, wie uneinheitlich hier der Artbegriff angewandt wurde. Noch in jüngster Zeit (Reiss & Reiss 1970) wurden 4 Taxa aus der engeren transalpina-Verwandtschaft als eigene Arten ("bona species") geführt (transalpina, hippocrepidis, angelicae, elegans). In Diskussionsbeiträgen anläßlich der Zygaenen-Symposien in Linz (1985) und Bielefeld (1982) wurde als extreme Gegenposition hierzu dann die Zusammenfassung zu einer einzigen Biospezies erwogen. Naumann & Tremewan (1984) wenden in ihrem Biospezieskonzept den Superspeziesbegriff dafür an. Die drei Taxa (transalpina, hippocrepidis, angelicae) werden darin als Semispezies geführt.

So schwierig und wohl nur unbefriedigend lösbar die Taxonomie dieser monophyletischen Artengruppe auch sein mag, um so klarer ist die historisch-zoogeographische und die genealogische Situation [...]". Der Autor beschreibt, wie sich die Taxa in ihren Kontaktzonen klar wie getrennte "Arten" verhalten, in anderen Kontaktzonen aber genauso klar Mischpopulationen ausbilden, "genetische Isolation hier also keineswegs vorliegt". Hofmann (1994) betont, dass die Taxa in den langen eiszeitlichen Kaltzeiten räumlich klar getrennt waren und sich so unabhängig voneinander weiter entwickeln konnten. Er beschreibt:

"Die drei Stämme und deren kaltzeitliche Refugialzentren sind wie folgt:

hippocrepidis (atlanto-westmediterran; Persistenz in Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel)

transalpina (appenino-mediterran; Persistenz südlich der Alpen auf der Apenninenhalbinsel)

angelicae (ponto-mediterran; Persistenz südöstlich der Alpen, südlich der Karpaten)".

Hofmann (1994) begründet ausführlich, warum er Z. angelicae als eigene Art werten möchte, die Taxa transalpina und hippocrepidis aber besser als Unterarten einer Art (Z. transalpina). Haslberger & Segerer (2016) trennen die beiden Taxa für Bayern jetzt hingegen wieder auf Artebene und begründen: "Zygaena hippocrepidis: Biogeographisch, genitalmorphologisch und genetisch (DNA Barcode) hochsignifikant von Z. transalpina unterschieden (minimale paarweise Distanz 3,8 %), im Sinne der Integrativen Taxonomie [...] und eines Vereinheitlichten Artkonzepts [...] klar als eigenständige Art (und nicht als ssp. von Z. transalpina) zu werten. Das letzte Wort ist hier sicher noch nicht gesprochen.

Nach der Checkliste in Hofmann & Tremewan (2017: 57) gehört die Art in die Untergattung Zygaena und dort als Namengeber in die "transalpina-group".

(Autor: Erwin Rennwald)

9.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die detailliert von Heppner (1981) recherchierten Publikationsjahre. Weil auf der 1779 publizierten Tafel die Art noch nicht mit dem Namen transalpina beschriftet wurde, ist das Publikationsjahr des Textes [1780] maßgeblich.

9.6. Literatur

  • Erstbeschreibung: Esper, E. J. C. („1779“) [1778-1786]: Der europäischen Schmetterlinge Zweyter Theil welcher die Abendschmetterling von Tom. II. Tab. 1 – Tom. II. Tab. XXXVI. Cont. XI. und die Bögen [A] bis [Gg] enthält: 1-234, pl. I-XXXVI. Erlangen (Wolfgang Walther). — Digitalisat der Universitätsbibliothek Heidelberg: [142].
  • Guenin, R. (1997): Zygaena transalpina. — In: Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz (Hrsg.) (1997): Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Arten, Gefährdung, Schutz. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 2: 359-362. Egg (Fotorotar AG).
  • Haslberger, A. & A.H. Segerer (2016): Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). — Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 106 Supplement: 1-336.
  • Heppner, J. B. (1981): The dates of E. J. C. Esper's Die Schmetterlinge in Abbildungen ... 1776–[1830]. — Archives of Natural History 10 (2): 251–254.
  • Hofmann, A. (1994): Zygaena transalpina. — In: Ebert (1994) [= Ebert 3], 288-296.
  • Hofmann, A.F. & W.G. Tremewan (2017): The Natural History of Burnet Moths (Zygaena Fabricius, 1775) (Lepidoptera: Zygaenidae). Part 1. – 630 S.; Munich – Vilnius (Proceedings of the Museum Witt).

9.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)