Verwechslungsträchtige Art - Falter der weißen Form sind gar nicht und Raupen nur über die Raupennahrungspflanze bestimmbar!
Vorkommen
Länder:+12Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Diagnose
Erstbeschreibung
Habitat
Parasitoide
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Diagnose

Sammlungstiere der Arten der Gruppe um Yponomeuta padella (Yponomeuta padella, Y. malinellus, Y. cagnagella sowie die in Mitteleuropa wahrscheinlich fehlende Y. mahalebella) lassen sich in vielen Fällen weder nach äußeren Merkmalen noch nach Genitalunterschieden zweifelsfrei trennen, nach Fotos lebender Falter noch viel weniger. Zur sicheren Zuordnung ist daher - sofern man die Trennung in mehrere Arten überhaupt akzeptiert - die Kenntnis der Raupennahrungspflanze unverzichtbar:

  • Yponomeuta padella: diverse Prunus-Arten (Prunus spinosa [Schlehe], Prunus domestica [Zwetschge], Prunus insititia [Pflaume]), auch Crataegus [Weißdorn] und Sorbus)
  • Y. malinellus: Malus domesticus, Malus sylvestris (Kultur- und Wild-Apfel)
  • Y. cagnagella: Euonymus (Pfaffenhütchen)
  • Y. mahalebella: ausschließlich Prunus mahaleb (Steinweichsel)

Die weiße Form von Yponomeuta padella lässt sich ohne Kenntnis der Raupennahrungspflanze nach Fotos nicht von Y. malinellus, Y. cagnagella (sowie auch Y. mahalebella) unterscheiden.

Die graue Form mit grauer, teilflächiger Färbung tritt innerhalb der 3 sicher für Mitteleuropa nachgewiesenen Arten der Gruppe nur bei Y. padella auf, der Flächenanteil und der Grauton kann dabei stark variieren [Lepiforums-Beitrag Helmut Kolbeck vom 19. September 2007] .

Tiere mit entsprechendem Grauton werden öfters mit Y. rorrella oder auch Y. sedella verwechselt. Helmut Kolbeck gibt Hinweise zur Differenzierung dieser Tiere [Lepiforumsbeitrag vom 21. Dezember 2011] und [Lepiforums-Beitrag vom 19. September 2007] :

  • Die graue Form unterscheidet sich wie folgt von Y. rorrella: Die Falter sind etwas kleiner. Die graue Überrauchung reicht von der Costa bis zum Innenrand (Y. rorrella hat hingegen einen im Umriss kaum variierenden grauen, leicht braunstichigen Längswisch). Vor den dunklen Fransen befindet sich ein Feld mit Aufhellung, nicht unbedingt rein weiß, aber deutlich heller als das Grau im Flügel oder in den Fransen.
  • Die ebenfalls graue Y. sedella hat einen ganzflächig grauen Vorderflügel und andere Flugzeiten.

Bei Fotobelegen kann es aber auch bei der rein weißen Form dadurch zu Irritationen kommen, dass Blitzschatten (oder mitunter auch ein fehlender Weißabgleich) das Vorhandensein einer grauen Überrauchung vortäuschen.

5.1. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Parasitoide

7. Weitere Informationen

7.1. Abweichende Schreibweisen

7.2. Andere Kombinationen

7.3. Synonyme

7.4. Taxonomie

Literaturhinweise zur Diskussion des Status der Gruppe um Y. padella siehe z.B. hier: [Lepiforumsbeitrag Werner Wolf vom 21. Dezember 2011]

7.5. Literatur

  • Hora, K.H., Roessingh, P., Menken, S.B.J. (2005): Inheritance and plasticity of adult host acceptance in Yponomeuta species: implications for host shifts in specialist herbivores. - Entomologia Experimentalis et Applicata 115: 271-281.
  • Erstbeschreibung: Linnaeus, C. (1758): Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus I. Editio decima, reformata. 1-824. Holmiae (Laurentius Salvius).
  • Löfstedt, C., Herrebout, W.M., Menken, S.B.J. (1991): Sex pheromones and their potential role in the evolution of reproductive isolation in small ermine moths (Yponomeutidae). — Chemoecology 2: 20-28.
  • Menken, S.B.J. (1981): Host races and sympatric speciation in small ermine moths, Yponomeutidae. - Entomologia Experimentalis et Applicata 30: 280-292.
  • Menken, S.B.J., Herrebout, W.M., Wiebes, J.T. (1992): Small Ermine Moths (Yponomeutidae): Their Host Relation and Evolution. - Annual Review of Entomology 37: 41-66.
  • Menken, S.B.J. (1996): Pattern and process in the evolution of insect-plant associations: Yponomeuta as an Example. - Entomologia Experimentalis et Applicata 80: 297-305.
  • [SCHÜTZE (1931): 116]