Verwechslungsträchtige Art - nur über Raupennahrungspflanze und Zucht zum Falter bestimmbar!
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Falter
Kopula
Eiablage
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Ei
Geschlecht nicht bestimmt
Raupe
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Kopula

1.3. Eiablage

1.4. Raupe

1.5. Fraßspuren und Befallsbild

1.6. Puppe

1.7. Ei

2. Diagnose

Sammlungstiere der Arten der Gruppe um Yponomeuta padella (Yponomeuta padella, Y. malinellus, Y. cagnagella sowie die in Mitteleuropa wahrscheinlich fehlende Y. mahalebella) lassen sich in vielen Fällen weder nach äußeren Merkmalen noch nach Genitalunterschieden zweifelsfrei trennen, nach Fotos lebender Falter noch viel weniger. Zur sicheren Zuordnung ist daher - sofern man die Trennung in mehrere Arten überhaupt akzeptiert - die Kenntnis der Raupennahrungspflanze unverzichtbar:

  • Yponomeuta padella: diverse Prunus-Arten (Prunus spinosa [Schlehe], Prunus domestica [Zwetschge], Prunus insititia [Pflaume]), auch Crataegus [Weißdorn] und Sorbus)
  • Y. malinellus: Malus domesticus, Malus sylvestris (Kultur- und Wild-Apfel)
  • Y. cagnagella: Euonymus (Pfaffenhütchen)
  • Y. mahalebella: ausschließlich Prunus mahaleb (Steinweichsel)

Die weiße Form von Yponomeuta padella lässt sich ohne Kenntnis der Raupennahrungspflanze nach Fotos nicht von Y. malinellus und Y. cagnagella (sowie auch Y. mahalebella) unterscheiden. Anders als bei Yponomeuta padella gibt es bei Y. malinellus und Y. cagnagella aber keine grauen Formen [Lepiforumsbeitrag Helmut Kolbeck vom 19. September 2007], so dass die Abgrenzung gegenüber den stets grau überrauchten Faltern von Y. rorrella (Vorsicht: überblitzte Falter können hier sehr rein weiß erscheinen!) und Y. sedella zumindest bei frischen Tieren unproblematisch ist.

Bei Fotobelegen kann es aber auch bei den rein weißen Formen dadurch zu Irritationen kommen, dass Blitzschatten (oder mitunter auch ein fehlender Weißabgleich) das Vorhandensein einer grauen Überrauchung vortäuschen.

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Raupe

An Pfaffenhütchen (Euonymus spec.) fressen auch die Raupen von Yponomeuta irrorella, die habituell schwer voneinander unterschieden werden können. Zur unterschiedlichen Lebensweise der Raupen siehe bei Yponomeuta irrorella.

2.3. Erstbeschreibung

Hinweis: Die graubraunen Partien der Vorderflügel auf diesen Bildern waren ursprünglich weiß oder silberweiß (chemische Umwandlung des verwendeten Farbstoffs, möglicherweise Bleiweiß).

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

Embacher & Kurz (2017) ergänzen das Spektrum der genutzten Nahrungspflanzen erheblich "Die weit verbreitete Art wäre nicht erwähnenswert, gäbe es nicht neue Erkenntnisse über die Nahrungspflanzen der Raupen. In Salzburg war als solche bisher nur der Europäische Spindelbaum (Euonymus europaeus) bekannt, auch Pfaffenhütchen genannt. Darüber hinaus nutzt die Raupe auch weitere Arten aus der Familie Celastraceae (E. japanicus, E. verrucosus). In Salzburg-Parsch wurde im Jahr 2016 ein Raupennest auf dem Tatarischen Steppenahorn (Acer tataricum, Familie Sapindaceae) gefunden, leg. H. Pohla, und in Unterinn bei Bozen (Südtirol) ein Gespinst auf Zürgelbaum (Celtis australis, Familie Cannabaceae), leg. H. Nelwek. Beide Zuchten brachten Imagines von Y. cagnagella. Die Artbestimmung erfolgte mittels genetischer Diagnosen (DNA-Barcoding), die zu 100 Prozent Y. cagnagella ergaben (Peter Huemer, persönliche Mitteilung)."

4. Weitere Informationen

4.1. Abweichende Schreibweisen

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Literatur

Literatur zur Problematik der padella-Gruppe siehe unter Yponomeuta padella.

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)