Artberechtigung umstritten!
VorkommenLinks (0)Fundmeldungen
Länder:+1Kontinente:EU
Falter
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Falter

2.2. Genitalien

Achtung: Nach einem Hinweis von Vasilenko & Beljaev (2017: 1153) ist bei Hausmann & Viidalepp (2012: 587, fig. 38b) bei "Xanthorhoe annotinata pseudoannotinata" versehentlich ein nicht zu diesem Taxon gehörendes Genital zur Abbildung gekommen!

3. Weitere Informationen

3.1. Abweichende Schreibweisen

3.2. Andere Kombinationen

3.3. Taxonomie

Hausmann & Viidalepp (2012) werten Xanthorhoe pseudoannotinata Vasilenko, 2007 (in der Fauna Europaea als "Xanthorhoe pseudannotinata " geführt) nicht länger als eigenständige Art, sondern wegen fehlender genetischer Distanz als (zudem unsichere) Unterart: Xanthorhoe annotinata pseudoannotinata. Müller et al. (2019) schließen sich dem an. Vasilenko & Beljaev (2017) gehen nicht weiter auf die Genetik ein, betonen aber, dass sie die kleinen Unterschiede im Äußeren in Verbindung mit den Unterschieden in den Genitalien beider Geschlechter für ausreichend halten, um den Artstatus zu rechtfertigen. Sie führen das Taxon daher wieder als eigenständige Art. Selbstverständlich ist das Fehlen von Unterschieden beim Barcoding gegenüber Xanthorhoe annotinata kein Beweis gegen eine Artverschiedenheit. Um Artverschiedenheit zu belegen reicht der Verweis auf Unterschiede in den Genitalien alleine aber auch nicht aus. Zuchten - inkl. Kreuzungsversuchen - könnten hier hilfreich sein.

3.4. Typenmaterial

Vasilenko (2007) informiert [zitiert nach der englischen Übersetzung]:

"Material. Holotype: ♂, Tyumen Prov., Oktyabrskii Vill., left bank of Ob River, 21.VI.1965 (Yu.P. Korshunov) [SZMN].

Paratypes: 6 ♂, 3 ♀, same locality, 21, 23, 26.VI.1965 (Yu.P. Korshunov) [SZMN, FMNH]; 4 ♀, Southern Urals, Chelyabinsk Prov., Mt. Iremel, 900–1300 m, 25–26.VI.1996 (K. Nupponen, J.-P. Kaitila et al.) [FMNH, SZMN]; 1 ♀, Urals, (48) (Sandman) [FMNH].

3.5. Verbreitung

Die Art fliegt im Südural und westliche Sibirien (Vasilenko (2007), Vasilenko & Beljaev (2017)). Im Nordural wird sie durch Xanthorhoe uralensis ersetzt, in Fennoskandien, dem nördlichen Baltikum und im Norden Russlands durch Xanthorhoe annotinata.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.6. Literatur