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Genitalien ♂
Erstbeschreibung
Habitat
Prädatoren
LebendfotosDiagnoseGenitalienBiologieGallen und BohrmehlNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenSynonymeNomenklaturPublikationsjahr der ErstbeschreibungLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Raupe

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

Sexualdimoprhismus:

"Bei S. myopaeformis und den anderen rotgeringten Arten lässt sich von oben betrachtet das Geschlecht leicht bestimmen wenn man die Segmente zwischen dem rotem Ring und dem Afterbusch zählt: 2 Segmente = Weibchen; 3 Segmente = Männchen.

Bei frisch geschlüpften Männchen ist das Abdomen noch kompakt und nicht lang und schlank geformt, weshalb der Eindruck eines Weibchens entstehen kann. Letztere haben aber von der Seite betrachtet einen viel kompakteren Afterbusch." [Text: Daniel Bartsch]

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

Synanthedon formicaeformis ist eine der häufigen Arten der Familie. Man kann sagen, dass praktisch alle Weidenarten in allen möglichen Biotopen genutzt werden können. Beachtlich auch, dass die Art die komplette Pflanze nutzen kann: In Zweigen in Anschwellungen und krebsartigen Stellen, in den im Vorjahr abgeschnittenen Zweigen, in Stämmen jeder Stärke, unter der Rinde oder mitten im Holz. Einzige Voraussetzung ist eine Schadstelle, an der das Weibchen seine Eier ablegen kann. Wenig anspruchsvoll, feuchte und trockene Stellen, auch mitten in Berlin auf dem Parkplatz eines Supermarktes ist die Art zu finden. (Autor: Frank Rämisch)

3.2. Gallen und Bohrmehl

Die krebsartigen Tumore an den Weiden sollen vom Bodenbakterium Agrobacterium tumefaciens hervorgerufen werden. Solche Tumore sind offenbar gute "Einstiegsstellen" für verschiedene Insekten, deren Larven sich im Holz oder unter der Rinde von Weiden entwickeln. Bei der Zucht von S. formicaeformis habe ich genau so oft auch den Bunten Erlenrüsselkäfer (Cryptorhynchus lapathi) oder den Kleinen Pappelbock (Saperda populnea) erhalten. Die Beschaffenheit des Bohrmehlauswurfs ist aber unterschiedlich und verrät ziemlich zuverlässig, welcher Verursacher am Werk ist:


Bohrmehl feinkörnig, fast mehlig
= Cryptorhynchus lapathi (Bunter Erlenrüsselkäfer)
[Larvenfund in Krebsgalle]

Bohrmehl grob, umfangreich, in länglichen Spänen
= Saperda populnea (Kleiner Pappelbock)
[Imago dieses Käfers]
Bohrmehl feine längliche Späne bis Krümel, spärlich
= Synanthedon spec.

Im Westschweizer Mittelland und Jura wurde Synanthedon flaviventris bisher noch nie gefunden. Die krebsartig deformierten Äste und Zweige von Salix werden hier von S. formicaeformis und Synanthedon spuleri befallen. (Autor: [Rudolf Bryner])

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Salicaceae:] Salix aurita (Ohr-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix caprea (Sal-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix cinerea (Grau-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix helvetica (Schweizer Weide)
  • [Salicaceae:] Salix purpurea (Purpur-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix viminalis (Korb-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix fragilis (Bruch-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix x smithiana (Kübler Weide)
  • [Salicaceae:] Salix triandra (Mandel-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix alba (Silber-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix repens (Kriech-Weide)
  • [Salicaceae:] Salix daphnoides ? (Reif-Weide ?)
  • [Salicaceae:] Salix phylicifolia ? (Teeblättrige Weide ?)
  • [Salicaceae:] Populus tremula ?? (Zitter-Pappel, Espe, Aspe ??)

Die Raupe lebt in Schadstellen von Weidenästen. Wahrscheinlich kommen hier fast alle Weiden-Arten in Frage. In den Tieflagen scheinen Ohr-Weide und Sal-Weide am meisten genutzt zu werden - oder hier wurde nur am erfolgreichsten gesucht. In den Hochlagen der Alpen der Schweiz scheint Salix helvetica eine zentrale Rolle zu spielen. Zumindest regional scheinen auch andere Arten eine bedeutende Rolle zu spielen, etwa Salix viminalis oder auch Salix repens.

Ich selbst notierte in den 1980er Jahren eine Raupe an einer entsprechenden Stelle in einer Krebsgalle von Populus tremula - die Meldung wurde von Bartsch et al. (1997: 112) als Ausnahmeerscheinung eingeordnet. Da ich keinen Beleg dafür habe, dass die Raupe bis zum Falter gezüchtet wurde, möchte ich hier ein Fragezeichen setzen und eher Verwechslung mit der seinerzeit noch wenig bekannten Raupe von Synanthedon spuleri vermuten.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.4. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Formica Ameise.“

Spuler 2 (1910: 311L)

4.2. Andere Kombinationen

  • Sphinx formicaeformis Esper, 1783 [Originalkombination]

4.3. Synonyme

4.4. Nomenklatur

Der älteste Name für diese Art wäre Sphinx tentrediniformis Esper, 1782 oder Sphinx tenthrediniformis Esper, 1782, doch letztere Kombination ist zweifelsfrei primäres Homonym zu Sphinx tenthrediniformis [Denis & Schiffermüller], 1775, also der Art, die heute Chamaesphecia tenthrediniformis heißt. [Denis & Schiffermüller] (1775: 44) hatten ihre neue Art mit deutschem Namen "Schlupfwespenähnl.icher] Schw.[ärmer]" versehen, Esper (1782: 211) nannte seine Art "Schlupfwespenschwärmer". Offensichtlich meinte er also die gleiche Art und "tentrediniformis" [ohne "h"] war nur ein Schreibfehler [incorrect original spelling nach 32.4], denn in der zugehörigen Tafel XXX, fig. 3 war das "h" vorhanden, und im Text der S. 212 ebenfalls. Gemäß ICZN gilt hier also "32.5.1.1. The correction of a spelling of a name in a publisher's or author's corrigendum issued simultaneously with the original work or as a circulated slip to be inserted in the work (or if in a journal, or work issued in parts, in one of the parts of the same volume) is to be accepted as clear evidence of an inadvertent error." Aber warum beschreibt er dann einen ganz anderen Glasfügler unter gleichem Namen ? Einfach weil die Beschreibung von [Denis & Schiffermüller] (1775: 44) mehr als vage war und er jetzt einfach irgendeinen Glasflügler diesem Namen zuordnen wollte. Seite 212 beschwert er sich jedenfalls: "Den Namen Tenthrediniformis finden wir zwar in dem Wiener Verzeichniß. Welche Gattung aber die Herren Verfasser damit gemeynt, war nach allen Bemühungen nicht ausfindig zu machen." Was das für "Bemühungen" waren, weiß ich nicht. Franz von Paula Schrank und Ferdinand Ochsenheimer konnten einige Jahre später jedenfalls die Schiffermüller-Sammlung mit dem Typenmaterial anschauen und damit die Identität der Art (einigermaßen genau) klären. Vielleicht hätte Eugen Johann Christoph Esper einfach bei Ignaz Schiffermüller nachfragen sollen.

Esper beschrieb aber nicht nur "Sphinx tentrediniformis", sondern kurz danach auch Sphinx formicaeformis. Er verglich die beiden Taxa miteinander - die Unterschiede fallen in die Variationsbreite einer einzigen Art. Das Problem war, dass ihm von seiner "Sphinx tentrediniformis" nur ein einziges Exemplar vorgelegen war.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir übernehmen hier die detailliert von Heppner (1981) recherchierten Publikationsjahre.

4.6. Literatur

4.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)