Vorkommen
Länder:+18Kontinente:EU
Falter
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Ausgewachsene Raupe

3. Jüngere Raupenstadien

4. Puppe

5. Ei

6. Diagnose

6.1. Männchen

6.2. Weibchen

6.3. Geschlecht nicht bestimmt

6.4. Ähnliche Arten

Zur Unterscheidung von Polia hepatica und Polia bombycina:

Das Grau bei P. hepatica ist mehr grünlichweiß (bei frischen Faltern), das Rotbraun ist anders als bei P. bombycina. Bei Serien sieht man, daß der Vorderflügelapex bei beiden Arten eine unterschiedliche Form hat. Ein gutes Merkmal ist die Wellenlinie, die bei P. hepatica im Tornus nur schwach gebogen ist, ebenso wie der anschließende schwarze Fleck. Bei P. bombycina weist die Wellenlinie dagegen im Tornus einen mehr oder weniger gut ausgebildeten Zacken auf, so dass auch der anschließende schwarze Fleck meistens V-förmig oder keilförmig ausgebildet ist (oft auch in 2 Pfeilflecke aufgelöst) [Forumsbeitrag von Axel Steiner].

6.5. Erstbeschreibung

7. Biologie

7.1. Habitat

8. Weitere Informationen

8.1. Etymologie (Namenserklärung)

Mamestra tincta: tinctus gefärbt.

(Spuler 1908)

8.2. Andere Kombinationen

8.3. Synonyme

8.4. Nomenklatur

Mikkola (1985: 127) kam bei seiner Untersuchung der von Clerck (1759) beschriebenen Arten zum Schluss, dass das Tier jahrhundertelang fehlinterpretiert wurde. Er fand in der Sammlung ein Exemplar mit Clercks handschriftlicher Etikettierung als "hepatica, das er daraufhin als Lectotypus für Clercks Phalaena hepatica festlegte. Das Belegtier ist ein Tier der Art, die bis dahin Lithophane socia hieß, nach Mikkola (1985) also Lithophane hepatica heißen müsste; und das, was bisher Polia hepatica hieß, müsste zu Polia tincta umbenannt werden. Also nichts Ungewöhnliches in der Namenshistorie so mancher Schmetterlingsart. Vergleicht man die beiden von Mikkola (1985: 127) nebeneinander gestellten Bilder von Sammlungsbeleg und Zeichnung, kommt man nicht umhin, sich über die geringe Ähnlichkeit zu wundern. Die Zeichnung kommt doch der bisher gewohnten Interpretation nahe, der Falterbeleg hat damit kaum Ähnlichkeit (auch wenn Mikkola das anders sieht). Hacker et al. (2002: 49) kommen daher zum Schluss, dass es sich beim "hepatica"-Etikett um eine Fehletikettierung durch Clerck oder einen späteren Museumsbearbeiter gehandelt hat. Die Lectotypus-Festlegung auf dieser Basis wäre dann schlichtweg unzulässig. Sie - und nahezu alle späteren Autoren - bleiben daher dabei, Clercks Beschreibung weiterhin als Polia hepatica zu bewerten, so dass auch Lithophane socia seinen Namen behalten kann.

(Autor: Erwin Rennwald)

8.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: Clerck, C. (1759): Icones Insectorum rariorum Cum Nominibus eorum trivialibus, locisqve e C. LINNÆI Arch. R. et Eqv. Aur. Syst. Nat. allegatis. Sectio Prima: [8 unpaginierte Textseiten], pl. 1-16. Holmiae. — Digitalisat der Bibliothèque nationale de France: [pl. 8 mit fig. 3].
  • Hacker, H., Hreblay, M. & L. Ronkay (2002): Hadeninae I. - Noctuidae Europaeae 4 - Entomological Press, Sorø, 419 pp., 14 colour plates.
  • (unberechtigte) Lectotypus-Festlegung: Mikkola, K. (1985): The Geometroidea and Noctuoidea described by Carl Clerck (Lepidoptera). — Entomologica scandinavica 16: 161-169. Ex libris Werner Wolf.