Geschützt n. d. schweizerischen Verordnung über den Natur- u. Heimatschutz Art. 20 Abs. 2, Anhang 3
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Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Aberrationen
Kopula
Eiablage
Raupe
Puppe
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Männchen
Genitalien ♂
Genitalien ♀
Erstbeschreibung
Habitat
Prädatoren
LebendfotosDiagnoseÄhnliche ArtenGenitalienBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Abweichende SchreibweisenAndere KombinationenSynonymeNomenklaturLiteraturInformationen auf anderen Websites (externe Links)

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Geschlecht nicht bestimmt

1.4. Aberrationen

1.5. Kopula

1.6. Eiablage

1.7. Raupe

1.8. Puppe

1.9. Ei

2. Diagnose

Alle Arten des Komplexes aus Plebeius argus/idas/argyrognomon sind anhand der metallisch blauen Fleckenreihe im Saum der Hinterflügelunterseite von den anderen Bläulingen abzugrenzen. P. argus kann von P. idas und Plebeius P. argyrognomon anhand des Dorns auf der Vordertibia unterschieden werden, der den beiden letztgenannten Arten fehlt. Die sicherste Unterscheidung liefert die Genitaluntersuchung.

2.1. Männchen

2.2. Ähnliche Arten

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Securigera varia [= Coronilla varia] (Bunte Kronwicke) [insgesamt wichtigste und oft einzige Nahrungspflanze]
  • [Fabaceae:] Astragalus glycyphyllos (Bärenschote, Süßer Tragant) [wo vorhanden regelmäßig (mit)genutzte Nahrungspflanze]
  • [Fabaceae:] Astragalus danicus (Dänischer Tragant) [Einzelnachweis in Bayern (siehe Text)]
  • [Convolvulaceae:] Cuscuta epithymum ?? (Quendel-Seide, Thymian-Seide ??) [Fehlbestimmung?]

In Schweizerischer Bund für Naturschutz (1987: 375) ist zur Schweiz zu lesen: "Die Eier werden an die Blätter der Bunten Kronwicke (Coronilla varia abgelegt. In Zuchtversuchen legten die Weibchen auch an Luzerne, Wundklee, Rotklee, Esparsettentragant und Schwarzwerdenden Geissklee." und weiter: "Die Raupe lebt in freier Natur an Bunter Kronwicke, für Nordeuropa wird auch Süsser Tragant (Astragalus glycyphyllos) gemeldet. In Versuchen wurden zudem folgende Schmetterlingsblütler gefressen: "Goldregen, Luzerne, Gelber Steinklee, Weissklee, Hornklee, Esparsette, Saatwicke und Blasenstrauch." Gemeint waren hier im Wesentlichen die Versuche von Malicky (1969). Ist die Art jetzt also oligophag oder fast polyphag?

Ebert & Rennwald (1991: 331-333), Lafranchis (2000), Eller in Schulte et al. (2007: 357-361), Bolz in Bräu et al. (2013: 280-282) und nochmals Lafranchis et al. (2015: 380-381) stellten für Baden-Württemberg, Frankreich, die Pfalz, Bayern und nochmals Frankreich fest, dass die Bunte Kronwicke die wichtigste oder gar einzige bekannte Freiland-Raupennahrungspflanze ist, z.T. daneben noch der Süße Tragant - also einzig die beiden schon aus der Schweiz diskutierten Pflanzen. Auch wenn Bolz & Willig (2014) für Bayern noch einen Eiablagenachweis an Astragalus danicus beisteuern können, ändert das nichts daran, dass hier Freiland-Eiablagepflanzen und Zucht-Futterpflanzen alles andere als deckungsgleich sind.

Hesselbarth et al. (1995: 609-610) können für die Türkei leider keine Freiland-Eiablage-Beobachtungen melden sondern nur, dass Raupen einer ex-ovo-Zucht an Vicia cracca problemlos auf Astragalus glycyphyllos umstellen ließen.

Bleibt noch die Angabe zu Cuscuta epithymum, auf die Hermann Falkenhahn im [Forum] aufmerksam machte; er zitiert Chrétien (1927) mit den Worten: "2. Plebeius Argus-Argyrognomon. - Le papillon est en géneral plus grand qu'Aegon et cependant son oeuf est plus petit. La chenille est très polyphage et à deux générations annuelles. Sa couleur est aussi très variable, les plus colorées que j'ai vuies se nourissaient de Cuscuta epithymum et étaient roses, rouges comme le végétal". Ich teile hier die Bedenken von Bram Omon, dass die bunten Raupen möglicherweise falsch bestimmt waren und in Wirklichkeit zu Pseudophilotes baton gehörten, für die Fressen an Cuscuta mehrfach sicher belegt ist.

Es bleibt dabei: P. argyrognomon ist im größten Teil seines europäischen Verbreitungsgebiets an Securigera varia gebunden, teilweise auch an Astragalus glycyphyllos und lokal vielleicht noch an wenige andere Astragalus-Arten. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn einzelne Raupen im Freiland doch einmal auf eine benachbarte andere Fabacee wechseln würden.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.2. Habitat

3.3. Prädatoren

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

„griechisch der Prüfer des Silbers [Geldes].“

Spuler 1 (1908: 61L)

4.2. Abweichende Schreibweisen

  • Plebeius argyrognomon [Die Schreibweise des Gattungsnamens mit i entspricht der Originalbeschreibung, wurde jedoch per Opinion 278 durch die International Commission on Zoological Nomenclature unterdrückt; siehe [Forumsbeitrag] von Erwin Rennwald]

4.3. Andere Kombinationen

4.4. Synonyme

4.5. Nomenklatur

Opinion 269 der ICZN [= Hemming (1954)] schafft Klarheit bezüglich der Artnamen idas Linnaeus, 1761, argyrognomon Bergsträsser, 1779 und argus Linnaeus, 1758, indem Bezüge zu je einer bereits publizierten Abbildung des männlichen Genitals hergestellt werden.

4.6. Literatur

4.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)