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Männchen
Erstbeschreibung
LebendfotosFalterDiagnoseBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenEtymologie (Namenserklärung)Andere KombinationenTaxonomieFaunistikPublikationsdatum der ErstbeschreibungLiteratur

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Erstbeschreibung

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Synonym Arsissa atlantica: "Derivatio nominis: From the Canary Islands in the Atlantic" (Asselbergs 2009).

4.2. Andere Kombinationen

  • Nephopteryx cleopatrella Ragonot, 1887 [Originalkombination]
  • Nephopterix cleopatrella Ragonot, 1887
  • Morosaphycita cleopatrella (Ragonot, 1887) [von Leraut (2019) bis Speidel (2026) verwendete Kombination]

4.3. Taxonomie

Asselbergs (2009) beschrieb seine neue Art - die er Arsissa atlantica nannte - (mit Fotos der Sammlungsbelege und Genitalzeichnungen) auf der Basis eines Männchens und eines Weibchens von der Kanareninsel Fuerteventura (Jandia, Barranco Esquinzo, 26. Februar – 30. März 2006 bzw. 2. März – 10. April 2007). Slamka (2019: 108) nahm die Synonymisierung dieses Taxons mit der aus Tunesien beschriebenen Pempeliopteryx cleopatrella vor. Nach Globiz Pyraloidea.org nahm Leraut (2019) die Neukombination mit Morosaphycita vor. Speidel (2026) löst die Gattung Morosophycita aber wieder auf und stellt sie als Synonym zu Melathrix. Dorthin werden damit alle australischen "Morosaphycita-Arten verschoben, während die westpalärktischen Arten provisorisch zurück in Pempeliopteryx verschoben werden. Er erläutert: "Morosaphycita Horak, 1997 and Lugubraphycita Leraut, 2021 are junior synonyms of Melathrix Ragonot, 1893 (syn. nov.). Neurotomia Chrétien, 1911 is reinstated as a synonym of Melathrix (syn. rev.), while Pempeliopteryx Leraut, 2014 is provisionally restored as a separate genus (stat. rev.). The genus Melathrix, as herein defined, is primarily based on the structure of the corema on the abdominal sternite 8 (culcita)." Oder noch konkreter: "Diese beiden Abspaltungen [gemeint sind Morosaphycita Horak, 1997 and Lugubraphycita Leraut, 2021] sind in erster Linie begründet durch auffallende Sonderbildungen in den männlichen Genitalien und berücksichtigt nicht den gemeinsamen Habitus und die übereinstimmende Struktur der Culcita. Lugubraphycita und Neurotomia enthalten jeweils nur eine bzw. zwei Arten, sodass es übertrieben erscheint, ihnen eigene Gattungen zuzuweisen, und weil zudem der Grundaufbau der männlichen Genitalien und der Habitus übereinstimmen. Die jüngst mit Morosaphycita synonymisierte Gattung Pempeliopteryx Leraut, 2014 zeigt zwar diesen gemeinsamen Habitus nicht, besitzt aber eine sehr ähnliche Culcita-Struktur. Der am Vorderrand des Culcita-Rahmens ansetzende sklerotisierte Stab ist jedoch kürzer und breiter (Abb. 1G) und auch die Valvenform unterscheidet sich. Deshalb erscheint es zum gegenwärtigen Stand der Kenntnisse gerechtfertigt, Slamka (2019) zu folgen und Pempeliopteryx als eigenständige Gattung beizubehalten." Damit bekommt die Art die Namenskombination zurück, die sie von Leraut (2014) bis Leraut (2019) innehatte: Pempeliopteryx cleopatrella (Ragonot, 1887). Speidel (2026: 162) warnt allerdings vor: "Diese Art weicht von den typischen Pempeliopteryx-Arten in den M Genitalien relativ stark ab, und ihre Zugehörigkeit zur Gattung Pempeliopteryx ist nicht gesichert."

4.4. Faunistik

Locus typicus ist Gabès in Tunesien. Die Beschreibung des Synonyms Arsissa atlantica erfolgte auf der Basis eines Männchens und eines Weibchens von der Kanareninsel Fuerteventura (Jandia, Barranco Esquinzo, 26. Februar – 30. März 2006 bzw. 2. März – 10. April 2007). Nach Slamka (2019: 108) gibt es in Bezug auf Europa nicht nur den Nachweis auf den Kanaren, sondern auch einen Fund von P. cleopatrella von Malta: "Malta in 1981 (Sammut, 2000)". Vermutet wurde (auch von mir, dass es sich dort um einen Falter, der - wie so andere Art auch - mit Stürmen aus Nordafrika hierher kam, handelte. P. cleopatrella ist jedenfalls aus Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und Palästina bekannt. Allerdings konnten mittlerweile Huemer et al. (2025) die Art per Barcoding auch für Kreta nachweisen, so dass ihr Vorkommen in Südeuropa durchaus auch beständig sein könnte.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Publikationsdatum der Erstbeschreibung

28. Dezember 1887 (Begründung siehe unter Acrobasis niveicinctella).

4.6. Literatur