Vorkommen
Länder:+11Kontinente:EU
Falter
Kopula
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Weibchen
Männchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Kopula

3. Eiablage

4. Ausgewachsene Raupe

5. Jüngere Raupenstadien

6. Puppe

7. Ei

8. Diagnose

8.1. Männchen

8.2. Weibchen

8.3. Ssp. sibirica Djakonov, 1926

8.3.1. Männchen

Vergleich der Raupen von Lycia pomonaria und Lycia hirtaria

8.4. Ähnliche Arten

Merkmal
Apocheima hispidaria
Lycia hirtaria
Fühlerfarbe
gelblich
grau-schwarz
Körpergröße im Vergleich
deutlich kleiner
deutlich größer
Thoraxbehaarung
sehr buschig
schwach ausgeprägt
Scheckung der Flügelfransen
rechteckig, dunkel
dreieckig, dunkel
Submarginalbinde
flügelsaumseitige Begrenzung der Submarginalbinde nur aus einigen dunklen Strichen bestehend, die ± parallel zur Costa verlaufen; Submarginalbinde insgesamt weniger hervorstechend als bei L. hirtaria
deutlich ausgeprägte Submarginalbinde aus fünf Linien (schwarz - grau - schwarz - grau - schwarz) mit konvex-konkavem Schwung
max. Abundanz
Februar/März
März/April

(Text: [JR], [Uwe Geulen] und [Thomas Fähnrich])

8.5. Genitalien

8.5.1. Männchen

8.6. Erstbeschreibung

9. Biologie

9.1. Habitat

10. Weitere Informationen

10.1. Etymologie (Namenserklärung)

„hirtus struppig, rauh, nach der Behaarung.“

Spuler 2 (1910: 101R)

10.2. Andere Kombinationen

10.3. Synonyme

10.4. Unterarten

10.5. Taxonomie

Habeler (1981: 93) führt in die lange Geschichte der "Lycia hanoviensis" ein: "Heymons beschrieb 1891 hanoviensis als eine kleine, lokal bei Hanau fliegende Form von Lycia hirtaria Cl. Koch 1976: 228 führt hanoviensis als artverschieden von hirtaria an, da Bleszynski 1960 Zeichnungen über deutliche Unterschiede in der Genitalarmatur bringt, nach denen der bei den ♂♂ im Gegensatz zu hirtaria bei hanoviensis im Aedoaegus vorhandene Cornutus jede Bestimmung leicht zu machen schien. Dies an steirischen Tieren überprüft zeigte jedoch, daß weder bei sehr großen noch bei sehr kleinen „hirtaria", die es tatsächlich auch hier gab, ein Cornutus zu finden war. Demnach waren entweder die Angaben bei Koch 1976 unbrauchbar, oder die kleinen „hirtaria" der Steiermark waren doch keine hanoviensis. Dann aber stellte Urbahn 1979 fest, daß es wirklich keinen Cornutus gab, wie überhaupt der Kopulationsapparat der ♂♂ keine sicheren Unterschiede aufweist. Bei den ♀♀ scheinen die Apophysen unterschiedlich zu sein. Die Tiere sind aber größtenteils durch Flügelmerkmale trennbar. Urbahn 1979 ließ übrigens die Frage der Artberechtigung offen." Es ist ja interessant, dass Habeler (1981: 94) bestätigt, dass es auch in der Steiermark eine deutliche Zweigipfeligkeit bei der gemessenen Spannweite von "Lycia hirtaria"-Tieren gibt - aber das blieb letzten Endes als einziges Unterscheidungsmerkmal übrig; vielleicht war es einfach nicht interessant, mittelgroße Falter mit gleicher Intensität wie besonders große und besonders kleine Tiere zu sammeln.(?) Da auch beim Barcoding keinerlei Unterschiede zu finden sind, ist klar, dass hanoviensis nicht mehr als eine individuelle Aberration ist.

Müller et al. (2019: 279) bestätigen erneut, dass es sich beim Taxon hanoviensis nicht um eine Unterart (und schon gar nicht um eine Art), sondern um eine individuelle Form handelt, die zusammen mit anderen Unterarten auftritt und sich beim Barcoding davon nicht unterscheidet. Mit jeweils ähnlicher Begründung wird auch den Taxa istriana, uralaria, diniensis, pusztae und cataloniae der Unterartrang entzogen - sie sind demnach alle synonym zur nominotypischen Unterart, die demnach die einzige in Europa vertretene Unterart ist.

(Autor: Erwin Rennwald)

10.6. Literatur

10.7. Informationen auf anderen Websites (externe Links)