Version 54 (neueste) vom 6. Februar 2024 um 21:34:34 von Erwin Rennwald
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Raupe, Raupensack
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Faunistik
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe, Raupensack

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Galatella linosyris [= Aster linosyris] (Goldhaar-Aster, Gold-Aster)
  • [Asteraceae:] Galatella villosa [= Aster villosus, Crinitaria villosa]
  • [Asteraceae:] Galatella sedifolia [= Aster sedifolius, Galatella punctata, Aster punctatus] (Ödland-Aster)
  • [Asteraceae:] Tripolium pannonicum [= Aster tripolium] (Strand-Aster)
  • [Asteraceae:] Aster glehnii [als "Aster glehinii [sic!] var. hondoensis"] [Baldizzone & Savenkov (2002: 378): Meldung aus Japan]
  • [Asteraceae:] Aster scaber [Baldizzone & Savenkov (2002: 378): Meldung aus Japan]

Die Raupensäcke finden sich - wie schon von Fuchs (1880) beschrieben - an den feinen Blättern der wärmeliebenden Gold-Aster. In England wird die Raupe meist an Tripolium pannonicum (= Aster tripolium) gefunden.

Budashkin (2011: 28-29) meldet ex-larva Tiere von der Krim von "Crinitaria villosa".

Baldizzone (2019: 492) ergänzt Galatella punctata und G. sedifolia. Und Baldizzone & Savenkov (2002: 378) berichten aus Japan über e.l.-Falter von Aster glehnii (als "Aster glehinii [sic!] var. hondoensis") und Aster scaber.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Faunistik

Weitere Informationen zum locus typicus: Siehe unter Coleophora bornicensis.

Locus typicus ist der Lennig westlich Bornich in Rheinland-Pfalz. Gaedike & Heinicke (1999) führen die Art aus Deutschland nur von Rheinland-Pfalz und Bayern an. Nach Gaedike et al. (2017) wurde die Art in Bayern auch noch nach 2000 nachgewiesen, in RP aber nicht mehr.

Nach Sauter & Whitebread (2005) war die Art für die Schweiz zu streichen. "Wir konnten bisher keinen konkreten Nachweis finden." Bolt & Schmid (2024: 3) können diesen konkreten Nachweis aber jetzt doch liefern, und zwar aus Graubünden in 2620 m Höhe: " GR Scuol, 2620 m; 23.VII.2013 leg. & gen. det. J. Schmid; DNA Barcode BOLD CJSI 23054." Das wirft jetzt allerdings neue Fragen auf: Was macht diese wärmeliebende Art in dieser Höhenlage ? Und findet die Raupe dort überhaupt etwas zu fressen ? Die Autoren gehen von Bodenständigkeit aus, wenn sie erläutern: "In Europa ist die Art sehr lokal verbreitet, in Deutschland nur in Rheinland-Pfalz und Bayern (Gaedike & Heinike, 1999), in Österreich fehlt sie (Huemer, 2013). Die Raupe wird zumeist an der wärmeliebenden Gold-Aster (Aster linosyris) in xerothermen Biotopen gefunden, in England an Strand-Aster (Tripolium pannonicum) (lepiforum.de). Daher überrascht das Vorkommen dieser Art auf über 2600 m doch sehr. Als mögliche Raupennährpflanzen auf dieser Höhe kämen allenfalls die Alpen-Aster (Aster alpinus), Berufskraut-Arten (Erigeron sp.) oder Edelweiss (Leontopodium alpinum) in Frage." Da bisher nur ein Einzelfalter gefunden wurde, muss natürlich auch mit der Möglichkeit eines vom Winde verwehten Falters gerechnet werden. Ohne Raupensackfund oder wenigstens eines weiteren Falterfunds in dieser Höhenlage möchte ich hier vorerst nur das Einzelfund-Symbol verwenden.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur