Vorkommen
Länder:+1Kontinente:EU
Falter
Männchen
Weibchen
Männchen
Weibchen
Inhalt

1. Falter

Anmerkung zu den Bildern 1-6: Zu sehen sind zwei ♂♂ und ein ♀, eine genaue Zuordnung ist jedoch nicht mehr möglich.

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Ähnliche Arten

Differentialdiagnose zu diesen Arten: Siehe C. trifolii

3. Biologie

Coleophora variicornis ist anscheinend eine nur wenig beobachtete Art. In Ostsachsen und sicher auch anderswo findet man sie am ehesten, indem man mit dem Kescher über Bestände von Hasenklee (Trifolium arvense) streift. Die beste Zeit dafür sollte je nach Witterungsverlauf von Anfang bis Ende Juni sein. Der Hasenklee wächst an allerlei trockenen, armen, oftmals ruderalen Standorten wie beispielsweise Steinbrüche, Kiesgruben, Bahndämme, Heiden usw. (Friedmar Graf)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

Die Art wurde früher als Synonym von C. hieronella Zeller, 1849 behandelt, auch vom Erstbeschreiber in einer Publikation von 1961. Nuss & Stübner (2003) erhoben nach Untersuchung der Typenexemplare beider Taxa C. variicornis in den Artstatus.

4.3. Verbreitung

Aus Deutschland liegen Belege aus Brandenburg vor. Weitere Belege sind aus Albanien, Kroatien, Mazedonien, Bulgarien und Turkmenistan bekannt [Nuss & Stübner (2003)].

In Stübner (2007) wird als Verbreitung "Mitteleuropa bis Türkei" genannt. Konkret wurde Material aus Deutschland, Polen, Frankreich, Italien, Mazedonien, Albanien, Bulgarien, Griechenland und der Türkei untersucht und Coleophora variicornis zugeordnet.

Haslberger & Segerer (2016) melden die Art aus Bayern und schreiben: "TS: Segerer et al. (2015: 72) (Erstfund für Süddeutschland)."

Nach SwissLepTeam (2010) ist die Art auch Faunenbestandteil der Schweiz (Wallis (ohne Simplon-Südseite)).

Huemer (2013: 217) kommentiert das Vorkommen in Österreich: „Ein isolierter Nachweis aus Vorarlberg (Au, Feuersteinvorsäß, 1400 m, 22.6.2003, leg. Huemer) (Huemer, 2005) spiegelt kaum das tatsächliche Verbreitungsgebiet in Österreich wider, umso mehr als die Art mit einigen anderen metallisch glänzenden Coleophora verwechselt werden kann.“

4.4. Typenmaterial

Toll (1952: 28): « Amasia, Asie Mineure. La femelle est inconnue. Le type se trouve au Musée Zoologique de l'Université de Berlin, le paratype dans ma collection. »

4.5. Literatur

  • Haslberger, A. & A.H. Segerer (2016): Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). — Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 106 Supplement: 1-336.
  • Huemer, P. (2005): Die Kanisfluh im Bregenzerwald (Vorarlberg), ein «Hot Spot» der Biodiversität für Schmetterlinge (Lepidoptera). — Vorarlberger Naturschau 16: 9-92 [PDF auf zobodat.at].
  • Huemer, P. (2013): Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. — Studiohefte 12: 1-304.
  • Nuss, M. & Stübner, A. (2003): Coleophora variicornis Toll, 1952 stat. rev. is a distinct species occurring in Central Europe (Coleophoridae). — Nota lepidopterologica 26 (1/2): 27-34 [Digitalisat auf www.archive.org] bzw. [PDF auf soceurlep.eu].
  • Stübner, A. (2007): Taxonomische Revision der Coleophora frischella-Artengruppe (Coleophoridae). — Nota lepidopterologica 30 (1): 121-172 [Digitalisat auf archive.org].
  • SwissLepTeam (2010). Die Schmetterlinge (Lepidoptera) der Schweiz: Eine kommentierte, systematisch-faunistische Liste. — Fauna Helvetica 25. Neuchâtel (CSCF & SEG).
  • Erstbeschreibung: Toll, S. (1952): Etude sur les génitalia de quelques Coleophoridae X. — Bulletin de la Société Entomologique de Mulhouse 8: 17-24, 27-30, 35-39, 43-47, 53-56, 61-65.