Vorkommen
Länder:+6Kontinente:EU
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

[Hinweis: Fotos eines Falters aus Slowenien der bis dahin hier als Subspecies geführten C. s. improvisella wurden am 23. April 2020 zu der an diesem Tag in den Artrang erhobenen Caryocolum improvisella und am 9. Oktober 2020 weiter zu Caryocolum messneri verschoben.]

2.1. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

Noch unbekannt! Alle bisherigen Angaben betreffen nicht C. schleichi, sondern andere Arten aus dem Komplex. Dennoch kann es als sicher gelten, dass auch diese Art Dianthus-Arten als Raupennahrung nutzt.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

Huemer (2013: 216) hatte formuliert: „Die Art tritt in Österreich in der ssp. improvisella auf, deren Status nach unveröffentlichen DNA Barcode-Sequenzen allerdings nochmals zu überprüfen ist. Nach diesen genetischen Untersuchungen handelt es sich bei den in Huemer & Karsholt (2010) unterschiedenen Unterarten von C. schleichi vermutlich um separate Arten.“

Alle 4 bei Huemer & Karsholt (2010) verzeichneten europäischen Arten wurden zunächst auf Artebene beschrieben und dann als geographische Unterarten gewertet. Sie unterscheiden sich geringfügig nach äußeren Merkmalen und meist auch dem männlichen Geschlecht und weisen räumlich getrennte Verbreitungsgebiete auf. Auch das Barcoding zeigt mehr oder weniger deutliche Unterschiede auf, so dass es plausibel erscheinen würde, sie alle zurück in den Artrang zu erheben. Für ssp. arenariella war das durch Aarvi et al. (2017) bereits geschehen: - Caryocolum arenariella wurde daher seit dieser Arbeit auch von uns als getrennte Art behandelt. Mit Huemer (2020) wurde der C. schleichi-Komplex insbesondere aufgrund der sehr deutlichen genetischen Unterschiede komplett zerlegt (siehe Abschnitt Faunistik).

4.3. Faunistik

Locus typicus von C. schleichi ist "Sarepta" (Wolgograd) im Süden des europäischen Teils von Russland; die damals noch als ssp. schleichi gefasste Art findet sich nach Huemer & Karsholt (2010) im südlichen Russland, der Türkei, Syrien und Jordanien, "and after a recent record also in Romania (Kovacs & Kovacs, 2000:35)". Letztere Angabe wird von Huemer (2020) nicht wiederholt.

Alle anderen Meldungen zu C. schleichi beziehen sich - nach der Bearbeitung der C. schleichi-Gruppe durch Huemer (2020) - auf andere Arten, nämlich Caryocolum habeleri (Frankreich, Schweiz, Deutschland), Caryocolum improvisella (Zentralalpen: Österreich, Schweiz, Italien), Caryocolum lamai (Südost-Frankreich, Nordwest-Italien), Caryocolum messneri (Nordost-Italien, Slowenien, Bulgarien, Griechenland), Caryocolum dianthella (Marokko, Portugal, Spanien, Südwest-Frankreich) und - schon von Aarvik et al. (2017) ausgegliedert - Caryocolum arenariella (Schweden, Finnland, Baltikum, Nordmazedonien, südliches Sibirien).

Frühere Angaben aus Deutschland und (teilweise) der Schweiz betreffen Caryocolum habeleri, frühere Angaben aus Österreich und (teilweise) der Schweiz betreffen Caryocolum improvisella.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur