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2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

  • [Caryophyllaceae:] Dianthus arenarius (Sand-Nelke)

Benander (1926: 171) berichtete: "Im Mai 1922 fand ich in der Nähe von Borgeby im westlichen Schonen in gallenartig verdickten Stengeln von Dianthus arenarius Raupen, die sich Ende Juli desselben Jahres zu Schmetterlingen entwickelten. Diese stimmten mit den Beschreibungen und Abbildungen von Lita leucomelanella Z. überein, das Aussehen und die Lebensweise der Raupen passte indessen gar nicht auf die Beschreibung und Abbildung, die für diese Art in Stainton, The Natural History of the Tineina, Vol. X, London 1867 zu finden sind. Zwei Jahre nachher fand ich jedoch bei Tylösand in Halland einige ähnliche Schmetterlinge, und anfangs Juni im folgenden Jahre gelang es mir ihre Raupen zu erbeuten, und diese passten vollkommen auf die erwähnte Beschreibung von Stainton. Er vermutete zunächst, dass seine Raupen von Dianthus arenarius die echte Caryocolum leucomelanella darstellen. Dies stellte sich als Irrtum heraus, und so gab Benander (1937) der bisher unbeschriebenen Art endlich einen Namen.

3. Weitere Informationen

3.1. Andere Kombinationen

3.2. Taxonomie

Das auf Artebene als Lita arenariella beschriebene Art wurde meist als Unterart Caryocolum schleichi arenariella gewertet, Aarvik (2017) kommen aber zum Schluss: "We consider Caryocolum arenariella (Benander, 1937) as a distinct species. The moth looks distinctly different from other taxa in the C. schleichi (Christoph, 1872) group, and the differences in barcode of C. arenariella to nearest taxon C. (schleichi) dianthella (Chrétien, 1925) is 3.74% (Huemer et al. 2014)." Vor diesem Hintergrund wird das Taxon auch im Lepiforum als eigene Art gefasst - die anderen Taxa des Komplexes um Caryocolum schleichi blieben hingegen bis zum Erscheinen der Arbeit von Huemer (2020) zusammen.

3.3. Faunistik

Caryocolum arenariella vertritt im südlichen Skandinavien, im Baltikum und weiter östlich davon den Komplex um Caryocolum schleichi. Huemer nennt als Verbreitungsgebiet Schweden, Finnland, Baltikum, Nordmazedonien und südliches Sibirien.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.4. Publikationsdatum der Erstbeschreibung

Angabe auf dem Titelblatt von Heft 1: “(Tryckt den 7 juni 1937)”.

3.5. Literatur