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Raupe
Männchen
Weibchen
Habitat
Raupennahrungspflanzen
LebendfotosDiagnoseBiologieNahrung der RaupeWeitere InformationenAndere KombinationenTaxonomieFaunistikPublikationsdatum der ErstbeschreibungLiteratur

1. Lebendfotos

1.1. Raupe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Caryophyllaceae:] Dianthus arenarius (Sand-Nelke)

Benander (1926: 171) berichtete: "Im Mai 1922 fand ich in der Nähe von Borgeby im westlichen Schonen in gallenartig verdickten Stengeln von Dianthus arenarius Raupen, die sich Ende Juli desselben Jahres zu Schmetterlingen entwickelten. Diese stimmten mit den Beschreibungen und Abbildungen von Lita leucomelanella Z. überein, das Aussehen und die Lebensweise der Raupen passte indessen gar nicht auf die Beschreibung und Abbildung, die für diese Art in Stainton, The Natural History of the Tineina, Vol. X, London 1867 zu finden sind. Zwei Jahre nachher fand ich jedoch bei Tylösand in Halland einige ähnliche Schmetterlinge, und anfangs Juni im folgenden Jahre gelang es mir ihre Raupen zu erbeuten, und diese passten vollkommen auf die erwähnte Beschreibung von Stainton. Er vermutete zunächst, dass seine Raupen von Dianthus arenarius die echte Caryocolum leucomelanella darstellen. Dies stellte sich als Irrtum heraus, und so gab Benander (1937) der bisher unbeschriebenen Art endlich einen Namen.

Laasonen & Laasonen (2007) suchten alle etwas stärker besetzten Fundstellen der Sand-Nelke (Dianthus arenarius) in Finnland auf um daran die von Caryocolum schleichi ssp. arenariellum erzeugten Stängelgallen zu suchen und zu zählen. Ergebnis: Es gibt in Finnland nur in zwei Provinzen Vorkommen mit 8.500 (Kainuu) bzw. 3.700 Tieren (Satakunta). Und dann wird es interessant: "If there are human activities, which tear the sandy pine moors and dunes - like at Hämeenkagas - the stands of Sand Pink and populations of C schleichi do not deteriorate. But if not - as in Sotkamo - drastic clearings are needed: felling of trees, rooting up of pine saplings and especially removing of lichens. In some of the occurance sites at Sotkamo, these procedures have been carried out, but up till now, we do not know, if they were effective enough. Anyway, places that were not cleared at the time seem to disappear rapidly."

Strand & Olsson (2013) berichten über ihren Raupenfund in Südschweden - und sie zeigen die Raupe in der Stengelgalle von Dianthus arenarius.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

Das auf Artebene als Lita arenariella beschriebene Art wurde meist als Unterart Caryocolum schleichi arenariella gewertet, Aarvik (2017) kommen aber zum Schluss: "We consider Caryocolum arenariella (Benander, 1937) as a distinct species. The moth looks distinctly different from other taxa in the C. schleichi (Christoph, 1872) group, and the differences in barcode of C. arenariella to nearest taxon C. (schleichi) dianthella (Chrétien, 1925) is 3.74% (Huemer et al. 2014)." Vor diesem Hintergrund wird das Taxon auch im Lepiforum als eigene Art gefasst - die anderen Taxa des Komplexes um Caryocolum schleichi blieben hingegen bis zum Erscheinen der Arbeit von Huemer (2020) zusammen.

4.3. Faunistik

Caryocolum arenariella vertritt im südlichen Skandinavien, im Baltikum und weiter östlich davon den Komplex um Caryocolum schleichi. Huemer (2020) nennt als Verbreitungsgebiet Schweden, Finnland, Baltikum, Nordmazedonien und südliches Sibirien. Gregersen & Karsholt (2022: 562-564) listen alle bekannten Vorkommen Nordeuropas. Ihre Karte zeigt wenige Fundorte in Litauen und Lettland, einen einzigen im angrenzenden Südosten Estlands, 2 kleine Vorkommensbereiche in Finnland und punktuelle Vorkommen im äußersten Süden Schwedens. Dies deckt sich weitgehend mit den wenigen größeren natürlichen Vorkommen von ihrer Raupennahrungspflanze (Dianthus arenarius). Diese erreicht im östlichsten Mecklenburg-Vorpommern und östlichsten Brandenburg (Oderhänge) auch Deutschland, dort wurde der zugehörige Falter aber noch nie festgestellt. Auch aus dem nördlichen Polen - wo die Pflanze noch etwas weiter verbreitet ist - gibt es bislang keinen Hinweis auf ein Vorkommen des Falters.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Publikationsdatum der Erstbeschreibung

Angabe auf dem Titelblatt von Heft 1: “(Tryckt den 7 juni 1937)”.

4.5. Literatur