Vorkommen
Länder:+4Kontinente:EUAS
Falter
Puppe
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Beschreibung als Salebria ragonoti
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

2.5. Beschreibung als Salebria ragonoti

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Ceratonia siliqua (Johannisbrotbaum, Bockshörndlbaum, Karubenbaum, Karobbaum)
  • [Lythraceae:] Punica granatum (Granatapfel, Grenadine)
  • [Anacardiaceae:] Pistacia vera (Echte Pistazie)
  • [Rutaceae:] Citrus spp. (Zitruspflanzen)
  • [Arecaceae:] Phoenix dactylifera (Echte Dattelpalme)
  • [Proteaceae:] Macadami spp. (Macadamianuss)
  • [Moraceae:] Ficus carica (Echte Feige)
  • [Rosaceae:] Prunus dulcis (Mandel)
  • [Juglandaceae:] Juglans regia (Walnuss)
  • [Fagaceae:] Castanea sativa (Edelkastanie)
  • [Vitaceae:] Vitis vinifera (Weinrebe: hier an Rosinen)

A. ceratoniae lebt als Raupe nicht nur - wie es die Erstbeschreibung nahe legen könnte - an Früchten des Johannisbrotbaums, sondern an Früchten sehr vieler Arten ganz unterschiedlicher Familien. Nach Kishani Farahani & Goldansaz (2013) gilt sie in der Landwirtschaft als Schädling an Pistazie, Zitruspflanzen, Datteln, Macadamianuss und Feigen; im Iran scheint der Granatapfel besonders stark betroffen zu sein. Mozaffarian et al. (2008) nennen weitere Nahrungspflanzen wie Mandel und Walnuss. [SCHÜTZE (1931): 208] schrieb: "Mit Südfrüchten importiert. Nach Sorhagen lebt die Raupe im März und April an getrockneten Feigen, den Früchten des Johannisbrotbaumes und Edelkastanien, doch auch in trockenen Pflanzen, zum Beispiel Apothekerwaren.", bzw. zum Synonym M. tuerkheimiella: "Im Spätherbst zwischen trockenen Früchten (Rosinen, Feigen)".

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Ceratonia Johannisbrotbaum.“

Spuler 2 (1910: 216R)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Faunistik

Deutschland

Geiter, Homma & Kinzelbach (2002) führen die Art für Deutschland als (noch) nicht etabliertes Neozoon (Kategorie B), das unter Berufung auf "Zacher 1927" (ohne nähere bibliographische Angaben) vor 1927 aus dem Mittelmeergebiet eingeschleppt wurde. Haslberger & Segerer (2016) schreiben zu Bayern: "Importierter synanthroper Vorratsschädling aus dem Mittelmeerraum, wenige Male in Lagerhäusern und Magazinen nachgewiesen (Oswald 1957: 67, Sälzl 1949: 16 [...])".

Österreich

Huemer & Rabitsch (2002) führen die Art für Österreich als Neozoon mit Herkunft Mediterraneis, der heute als Voratsschädling als Kosmopolit gilt. Sie führen den Falter aus beinahe allen Bundesländern an und vermerken: "mit Bockshörndln und Feigen eingeschleppt". Sie nennen als älteste Quelle eine Arbeit von 1912.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.5. Literatur