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Falter
Raupe
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Parasitoide
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

Schlüssel-Merkmale

  • "Subterminalbinde auf Feder 1 mit zwei Flecken beginnend" (weißer Kreis): Scheint konstant.
  • "Endglied länger als das Mittelglied, dünn": Im direkten Vergleich mit Alucita desmodactyla und A. grammodactyla sichtbar, aber weniger auffällig als man beim Lesen des Gegensatzes erwartet.

Gesamteindruck

Die dunkelste von allen Arten, helle Bereiche traten kaum hervor (es waren von A. huebneri allerdings nur 2 Tiere vorhanden!)

Weiters ist mir aufgefallen (ob Zufall oder brauchbar als Hilfsmerkmal?):

Äußere dunkle Binde ähnlich ungleich breit wie bei A. hexadactyla (aber weniger kontrastierend): Auf Feder 3 + 4 deutlich breiter als auf Feder 2, außerdem hier wurzelwärts versetzt.

"Zwischenfleck" erreicht den Hnterrand der 1. Feder kaum oder nicht, hat die Form einer halben Ellipse (blauer Kreis)

Fazit

Erfordert wohl größere Sorgfalt beim Bestimmen. [Peter Buchner]

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen

Das bis zum 7. Februar 2016 hier gezeigte ♂ Präparat war fehlbestimmt und wurde zu Alucita grammodactyla verschoben. (Peter Buchner nach einem Hinweis von Peter Huemer)

2.2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Parasitoide

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Centaurea scabiosa (Skabiosen-Flockenblume)
  • [Asteraceae:] Centaurea jacea (Wiesen-Flockenblume)
  • [Asteraceae:] Centaurea sp. (Flockenblume)
  • [Caprifoliaceae:] Scabiosa ochroleuca (Gelbe Skabiose)
  • [Caprifoliaceae:] Scabiosa sp. (Skabiose)
  • [Caprifoliaceae:] Knautia arvensis (Acker-Witwenblume)

Bei Schütze (1931) ist zu lesen: "In bauchigen, dunkelrotbraunen Stängelanschwellungen von Scabiosa ochroleuca, frisst die fleischige Masse der nicht hohlen Gallen aus. Diese befinden sich stets bei den Blattachseln und oft so tief am Stängel, dass sie von Blättern benachbarter Pflanzen verdeckt werden. Verwandlung außerhalb der Wohnung in Erdkokon (Sorhagen)."

Fazekas (2010) fasst zusammen: "The larva feeds on flowers of Scabiosa spp. (Szõcs 1977). Additional recorded foodplants are mainly species of Centaurea and Knautia (Gozmány 1955)."

Scholz & Jäckh (1993) hatten genauer formuliert: "Ungenau bekannt. Nach Chrétien soll die Raupe im VIII in den Blüten und Samen von Centaurea jacea L. und Scabiosa [!] (Knautia) arvensis [L.] Coult. leben. Die in "Scabiosen" lebenden Raupen verlassen die Blüten und verpuppen sich an der Erde, während die in Centaurea lebenden sich im Blütenkörbchen selbst mitten zwischen den vertrockneten Blüten verpuppen (O. Hofmann, 1889: 351)."

Bei der oben gezeigten Nahrungspflanze aus dem Kaiserstuhl handelt es sich um einen Blütenkopf der Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa).

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Literatur

4.2. Informationen auf anderen Websites (externe Links)