VorkommenLinks (11)Fundmeldungen
Länder:+20Kontinente:EU
Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Imagines

Itämies et al.(2020) stellten in Finnland fest, dass die Falter am leichtesten beim nächtlichen Absuchen potenzieller Larvalbäume (alte, tags besonnte Kiefern) mit der Stirnlampe zu finden waren - ans Licht flogen sie hingegen nur ausnahmsweise.

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Pinaceae:] Pinus sylvestris (Wald-Kiefer)

Disqué (1895) berichtet aus Speyer am Rhein (Deutschland, Rheinland-Pfalz): "Die Lebensweise der Raupe dieser prächtigen Art war meines Wissens bis jetzt noch nicht bekannt. Man vermuthete nur, daß sie an Kiefern lebe, da der Falter fast stets an deren Stämmen gefunden wurde. Anfangs Juni d. J. fand ich etwa sechs kleine weißliche, sehr schlanke Räupchen, die zwischen der sich abschiefernden Rinde genannten Baumes unter dünnem mit Raupenkoth gemischtem Gespinnst lebten. Am 15. Juli und 1. August schlüpfte je eine Borkhausenii, die mich um so freudiger überraschte, als dieser Falter noch nie hier oder überhaupt in der Pfalz gefunden worden war."

Itämies et al.(2020) können die exakt gleiche Lebensweise der Raupe für die Insel Hiittinen in Südwest-Finnland bestätigen. Auch sie fanden ihre Raupen unter der abstehenden, teilweise abschiefernden Borke alter, voll besonnter, trocken stehender Kiefern, von denen die meisten Stammverletzungen aufwiesen. Neu war, dass die Art - zumindest in Finnland, 2 Jahre für die Larvalentwicklung braucht. Nimmt man so ein teilweise abgelöstes Borkenstück ab, fallen die Kot-Pellets und die grauweise Raupe mit hellbraunem Kopf und weniger auffälligen Afterschild sowie auffällig langen Setae auf. Um die Raupen durchzuzüchten reicht es, entsprechende Borkenstücke im Zuchtgefäß ab und zu zu besprühen. Da die Puppe an gleicher Stelle unter der Borke bleibt, müsste sie ebenfalls gut zu finden sein.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Faunistik

Huemer (2002: 200-201) meldet die Art als neu für Italien - und zwar nach Museumsexemplaren in Friaul: "Material examined: 1 ♂, Friuli Venezia Giulia, Gorizia, Staranzano, Riva Lunga, 6.71999, leg. Morin (GU 00/933 ♂); 1 ♂, same data, but 15.6.2000."

Šumpich (2013: 18) meldete die Art als neu für Kroatien: "Marušići, 3.–17.viii.2008, 1 ♀. Sparsely distributed in all parts of Europe, in the Balkans known from Romania and Greece. First record for Croatia."

Requena & Pérez De-Gregorio (2021: 86) berichten über den Erstnachweis der Art für Spanien: "Taxon décrit d’Allemagne, vit dans le Nord et le Centre de l’Europe, avec très peu de citations du Sud (Grèce, Italie et France). Matériel étudié Anoia: Obaga Fosca (Clariana) t. m. d’Argençola (31TCG70, 650 m), 1 ♂, 29.VII.2000 ; 1 ♀, 10.VII.2004 ; 1 ♂, 9.VIII.2010 (prép. gen. ER408, ER888 et ER2870) (E. Requena leg. et det.) (fig. 1 et 10). Nouveau pour l’Espagne."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.3. Literatur