Vorkommen
Länder:?+2Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Ei
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Ei

6. Diagnose

6.1. Falter

Vanessa vulcania kann auf den Kanaren und Madeira nur mit Vanessa atalanta verwechselt werden. Von dieser Art unterscheidet sie sich durch kleinere weiße Apikalflecken sowie vor allem durch eine doppelt so breite rote Binde auf den Vorderflügeln.

6.2. Puppe

Puppen des Kanaren-Admirals sind signifikant länger als die von Vanessa atalanta (Werner Bartsch, persönl. Mitteilung an die Redaktion).

6.3. Ähnliche Art

6.4. Erstbeschreibung

7. Biologie

7.1. Lebensweise

V. vulcania lebt auf den Kanaren und Madeira in den Lorbeerwäldern im Nordosten der Inseln. Zudem hat sie sich jedoch auch an offenere, anthropogen geprägte Habitate, wie z. B. Bananenplantagen angepasst.

Der Falter fliegt das ganze Jahr über, da kein Stadium in der Lage ist eine längere Ruhepause einzulegen. Die Raupe lebt an verschiedenen Brennnesselarten wie der Maulbeerblättrigen Brennnessel (Urtica morifolia), der Geschwänzten Brennnessel (Urtica membranacea) und der Kleinen Brennnessel (Urtica urens). Angaben zu Ästigem Glaskraut (Parietaria diffusa) und Strauchigem Glaskraut (Gesnouinia arborea) bedürfen der Bestätigung. Gleich der Raupe des Admirals, spinnt auch die von V. vulcania Blätter ihrer Nahrungspflanze zu einer Tüte zusammen.

(Autor: Jürgen Hensle)

7.2. Habitat

7.3. Raupennahrungspflanzen

7.4. Nahrung der Raupe

  • [Urticaceae:] Urtica morifolia (Maulbeerbaumblättrige Brennnessel)
  • [Urticaceae:] Urtica membranacea (Geschwänzte Brennnessel)

8. Weitere Informationen

8.1. Andere Kombinationen

8.2. Synonyme

8.3. Verbreitung

V. vulcania fliegt auf Madeira, Hierro, La Gomera, La Palma, Gran Canaria und Teneriffa. Als gelegentlicher Zuwanderer erreicht er auch einmal Porto Santo und Fuerteventura.

Rätsel geben wiederholte Funde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Vogtland auf. Möglicherweise handelt es sich hierbei um freigelassene Zuchtfalter, die vielleicht in Nordbayern gezüchtet, ihrem Wandertrieb folgend über die damalige deutsch-deutsche Grenze nach NE wanderten.

8.4. Anmerkung zur Verbreitung

Rennwald & Schulte in Schulte et al. (2007) schreiben zum Kanaren-Admiral (Vanessa vulcania): "Zu dieser Art gibt es aus Deutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, siehe insbesondere Bergmann 1955, Gerisch 1975, 1978, 1979, Reinhardt 1981, 1983, 1997, Settele et al. 2000:29), West- und Nordeuropa (Opheim 1960) einige ältere, schwer interpretierbare Funde. Der Kanaren-Admiral ist neuerdings einzeln auch auf der Iberischen Halbinsel gefunden worden (Fernández-Vidal 1989) und Fernández-Rubio (1991) sagt ihm eine gewisse Wandertendenz nach. Insofern ist nicht auszuschließen, dass dieser Falter auch einmal in der Pfalz auftaucht."

(Autor: Erwin Rennwald)

8.5. Literatur

  • Dos Passos, C. F. (1958): The dates and authorships of the names proposed in volume 9 of Encyclopédie méthodique by Godart and Latreille, 1819-[1824]. — The Lepidopterists' News 12 (3-4): 119-120 [PDF auf images.peabody.yale.edu].
  • Fernandez-Rubio, F. (1991): Guia de Mariposas Diurnas, Bd. 2, 406 S. - Ediciones Pirámide, S.A., Madrid.
  • Fernandez-Vidal, E. H., 1989, Notas lepidopterológicas del Noroeste Peninsular (VIII). Captura de un ejemplar de Vanessa vulcania GODART, 1819 en la regíon gallega. — SHILAP Revista de lepidopterología 17: 77-80.
  • Gerisch, H. (1975): Der Indische Admiral (Pyrameis indica HERBST) im Vogtland (Lep., Nymphalidae). — Ent. Ber. 1975/2:114-116.
  • Gerisch, H. (1978): Noch einmal: Der Indische Admiral im Vogtland (Lep., Nymph.). — Ent. Ber. 1978:102-104.
  • Erstbeschreibung: Latreille & Godart (1819): Encyclopédie méthodique. Histoire naturelle. Entomologie, ou histoire naturelle des crustacés, des arachnides et des insectes 9 (1): 1-328. Paris (Agasse).