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Männchen
Weibchen
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Raupe

1.4. Fraßspuren und Befallsbild

1.5. Puppe

2. Diagnose

Die weißen Antennenspitzen von Synanthedon scoliaeformis sind arttypisch.

Die Geschlechter kann man an den Antennen (nur beim Männchen bewimpert), der Form des Afterbusches (beim Männchen breit und flach, beim Weibchen eher kubisch) und der Zahl der freien Hinterleibssegmente (Männchen 7, Weibchen 6) unterscheiden.

Text: [Daniel Bartsch]

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Nachweismethoden

Synanthedon scoliaeformis hat einen 3-jährigen Entwicklungszyklus, und die beste Zeit zur Suche dieser Art ist etwa Mitte Mai, wenn die Raupen mit ihrem Kokonbau fertig sind. Dann werden durch Bearbeiten der Birkenrinde mit der Drahtbürste die Deckel der Schlupflöcher entfernt, die Borke mit dem Stechbeitel ringsherum eingekerbt und ein Stück Rinde samt Kokon vorsichtig heraus gebrochen. Mit etwas Gefühl geht das, ohne Baum und Raupe/Puppe zu verletzen. Zwar ließen sich die Raupen auch im Winter suchen, doch ist es wesentlich aufwändiger und wegen der stärkeren Beschädigung des Baumes nicht ratsam. Man beginnt im Vorfeld, geeignete Bäume zur späteren Untersuchung in seiner Umgebung aufzuspüren. Das sind alte kränkliche Bäume, deren schlechte Verfassung durch Blick in die Krone auch in der laublosen Zeit erkennbar ist. Diese Stämme untersuchen wir zuerst auf einen Befall durch unsere Sesie, der sich durch das Vorhandensein von alten Schlupflöchern, kreisrund und ca. 5 mm im Durchmesser, bemerkbar macht. Die Art neigt zur so genannten Brutbaumbildung, und innerhalb eines Quadratkilometers kann es durchaus nur dieser eine Baum sein, der dutzende, ja hunderte Löcher aufweist, während viele andere Bäume keine oder nur ganz wenige Spuren haben. Bei sehr starkem Befall finden sich die Löcher bis in drei Meter Höhe; normalerweise sind es die unteren 50 cm. Fraßmehlspuren, grobkörnig und meist rotbraun, in den tiefen Rindenritzen sind ein untrügliches Zeichen aktueller Raupentätigkeit. Bis zu den ersten warmen Märztagen überwintert die erwachsene Raupe in einem leichten Gespinst nahe der Stelle, an der sie dann von innen das Schlupfloch fertig stellt (dünner Rindendeckel bleibt stehen) und sich dann dahinter in einem etwas festeren Kokon verpuppt. Aufgebürstete, neue Schlupflöcher erkennen wir sofort am dicht dahinter liegenden, mit groben rotbraunen Partikeln besponnenen Kokon. [Frank Rämisch]

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Betulaceae:] Betula pendula (Hänge-Birke)
  • [Betulaceae:] Betula pubescens (Moor-Birke)

Die Raupe lebt in der dicken Borke von Stämmen älterer kränkelnder Hänge-Birken, seltener Moor-Birken, sicher auch noch in weiteren Betula-Arten.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Scolia, Dolchwespe.“

Spuler 2 (1910: 309R)

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Literatur