Version 47 (neueste) vom 31. Oktober 2022 um 18:44:33 von Jürgen Rodeland
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Männchen
Weibchen
Raupe
Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Hinweise zur Diagnose und Nachweismethoden
Habitat
Raupennahrungspflanze
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Raupe

1.4. Befallsbild

1.5. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

Merkmale zur Unterscheidung zwischen Synanthedon loranthi und Synanthedon cephiformis nach Lastuvka & Lastuvka: „Gelber Aussenrand des basalen Gliedes der Vorderbeine (Vordercoxa) vor dem Gelenk endend und Diskalfleck der HF sehr schmal, an der Mittelader endend„ Text: Daniel Bartsch.

3. Biologie

3.1. Hinweise zur Diagnose und Nachweismethoden

Entomologen, die sich für Glasflügler interessieren, sollten nach dem Sturm der vergangenen Woche [Ende Februar 2008, Anm. der Red.] Synanthedon loranthi dringend beachten. Dieser entzieht sich ja durch seine Lebensweise (Art der Baumkronen) erfolgreich der Beobachtung, und die Verbreitung in Deutschland ist auch deshalb nur sehr mangelhaft bekannt. Wer also eine umgestürzte oder gefällte, mistelbesetzte Kiefer in seiner Umgebung entdeckt, kann durch den Nachweis dieser Sesie etwas faunistisch Wertvolles leisten.

Die Raupe lebt zumeist an der Grenzzone zwischen Baum und Mistel direkt an der Basis des Mistelstämmchens. Durch mehrfachen Befall wird diese stark geschädigt und kann letztendlich sogar eingehen. Außer unseren Raupen leben aber noch die Larven anderer Insekten von dieser Pflanze, so dass die genaue Schadenseingrenzung bezüglich der S. loranthi schwer möglich ist.

Als erstes wird die Mistel mit einem Stück der Wirtspflanze abgesägt (gut geschränktes, langzahniges Blatt verwenden). Da gelegentlich auch die Zweige direkt befallen werden, sind diese zuerst auf Bohrmehlspuren zu untersuchen. Die Raupe wirft meist rotbraunes Genagsel aus, welches gut sichtbar ist. Sind die Zweige nicht befallen, werden sie mit der Gartenschere abgeschnitten und der Stumpf genau betrachtet. Sind verdächtige Anzeichen vorhanden, sehr vorsichtig mit einem Taschenmesser oder mit dem Stechbeitel den Spuren folgen. Geduld ist hier alles, denn eine zerquetschte Raupe, vielleicht noch die einzige, verdirbt die Laune gründlich. Andererseits hat es aber wenig Zweck, den Kofferraum des Autos mit Mistelstücken zu füllen, wenn vorher nicht mindestens ein sicheres Exemplar gefunden wurde. Sicher scheint zu sein, dass S. loranthi nicht flächendeckend vorkommt und es auch größere Verbreitungslücken gibt.

Noch zwei Hinweise:

  • Ein wertvolles Werkzeug ist ein in einen Schaft gefasster 5-mm-Holzbohrer, mit dem man einen zerstörten Fraßgang nachbohren kann und der Raupe so schnell eine neue Behausung schafft (gilt für viele Arten!).
  • Die Raupe ist auch auf Viscum-Pflanzen anderer Baumarten zu erwarten, deshalb auch z.B. Pappeln oder Birken beachten. (Autor: Frank Rämisch)

3.2. Habitat

3.3. Raupennahrungspflanze

3.4. Nahrung der Raupe

  • [Santalaceae:] Loranthus europaeus (Eichenmistel, Europäische Riemenblume)
  • [Santalaceae:] Viscum album ssp. austriacum [= Viscum album ssp. laxum, Viscum laxum] (Kiefern-Mistel)
  • [Santalaceae:] Viscum album ssp. abietis [= Viscum abietis] (Tannen-Mistel)
  • [Santalaceae:] Viscum album ssp. album (Laubholz-Mistel)

Wichtigste Nahrungspflanzen sind in Südeuropa die Eichenmistel und in Mitteleuropa die Kiefern-Mistel. Die Laubholz-Mistel wird nur sehr selten belegt, die Tannen-Mistel etwas häufiger.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Die Art ist nach der Raupennahrungs-Pflanze Loranthus europaeus (Eichenmistel) benannt, aus der Králíček die Typen züchtete.

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Typenmaterial

Králíček (1966: 231, 234) informiert: „Holotypus ♂, Hodonin 14. 5. 1965. Holotypus deponiert in der Entomologischen Abteilung des Mährischen Museums (Moravské museum), Brno.“ — „Weiteres durchstudiertes Material (sämtlich durch Raupenzucht gewonnene Falter): allotypus ♀, Hodonin, 13. 2. 1965; paratypi 3 ♂♂ und 6 ♀♀, Hodonin April bis Mai 1965; allotypus und paratypi in meiner Privatsammlung.“

4.5. Literatur