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Falter
Raupe
Puppe
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Unterarten

4.4. Faunistik

Deutschland

Die Art wurde mehrmals in Deutschland ausgesetzt, so zum Beispiel etwa 5000 Exemplare um 1890 in Heilbronn (Ebert 1994 unter Berufung auf Schneider 1937). Alle diese Populationen erloschen innerhalb weniger Jahre.

Österreich

Huemer & Rabitsch (2002) listen die Art in ihrer Tabelle der Neozoen von Österreich auf. Das Vorkommen im Bundesland Wien beruht dabei auf Aussetzung im Jahr 1905. Huemer (2013) ergänzt: "Die ursprünglich aus China und Korea stammende Art wurde zur Seidengewinnung nach Europa eingeführt und hat sich auch an wenigen Stellen in Ostösterreich etabliert."

Schweiz

Jost et al. (2000) formulieren hier: "S. cynthia ist in Südostasien weit verbreitet, die in Europa und Nordamerika zur Seidenzucht eingeführte Unterart walkeri stammt aus Zentralchina. Der Ailanthusspinner konnte sich nach Aufgabe der kommerziellen Seidenzucht in freier Natur zusammen mit dem aus China eingeführten Götterbaum überall dort halten, wo klimatisch günstige Voraussetzungen gegeben sind; so in Frankreich im Elsass, im Gebiet der Flüsse Oise, Gironde und Seine (Paris); dann in Wien, Istrien und Nordspanien sowie in Norditalien. In der Schweiz kommt die Art gegenwärtig nur im Tessin in den niedrigen Lagen um die grossen Seen (Luganersee, Langensee) vor, möglicherweise auch noch im untersten Puschlav, GR, woher einige frühere Belege stammen (J. Schmid). In der Region Basel hat sich der Götterbaum in den letzten Jahren derart vermehrt, dass ein Eindringen von S. cynthia in die Nordschweiz vom Elsass her nicht überraschen würde ..."

4.5. Zuchtform

Die Seidenzuchtform Samia „ricini“ ist kein Taxon im Sinne der wissenschaftlichen Nomenklatur, sondern ein vermutlicher Polyhybrid auf der Basis von S. cynthia mit eingekreuzten anderen Arten und mit von den Wildformen abweichender Morphologie [Beitrag von Wolfgang Nässig].

(Autoren: Erwin Rennwald & Jürgen Rodeland)

4.6. Literatur

  • Erstbeschreibung: Drury, D. (1773): Illustrations of Natural History. Wherein are exhibited Upwards of Two Hundred and Twenty Figures of Exotic Insects, According to their different Genera; Very few of which have hitherto been figured by any Author, Being engraved and coloured from Nature, with the greatest Accuracy, and under the Author's own Inspection, On Fifty Copper-Plates. With a particular Description of each Insect: Interspersed with Remarks and Reflections of the Nature and Properties of many of them. Vol. II: i-vii, 1-90, pl. I-L, Index to the First Volume, Errata and Addenda to the First Volume [not paginated], Index to the Second Volume, Errata and Addenda to the Second Volume [not paginated]. London.
  • Ebert (1994) [= Ebert 4]: 104.
  • Hemming, F. (1957): Opinion 474. Determination of the dates to be assigned for the purposes of the Law of Priority to the names published in Dru Drury's Illustrations of Natural History in the period 1770-1782. — Opinions and Declarations rendered by the International Commission on Zoological Nomenclature 16 (16): 297-306.
  • Huemer, P. (2013): Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. – 304 S. (Studiohefte 12); Innsbruck (Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H.).
  • Huemer, P. & W. Rabitsch (2002): 6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera). - 354-362. In: Essl, F. & W. Rabitsch (2002): Neobiota in Österreich. - 432 S.; Umweltbundesamt, Wien. [pdf-Version: [http://homepage.univie.ac.at/wolfgang.rabitsch/DP089.pdf] ]
  • Jost, B., Schmid, J. & H.-P. Wymann (2000): Samia cynthia. — In: Pro Natura – Schweizerischer Bund für Naturschutz (Hrsg.) (2000): Schmetterlinge und ihre Lebensräume. Arten, Gefährdung, Schutz. Schweiz und angrenzende Gebiete. Band 3: 388-391. Egg (Fotorotar AG).
  • Schneider, C. [1937-1940]: Die Lepidopterenfauna von Württemberg. Systematischer Teil. I. Macrolepidoptera. Großschmetterlinge. — Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg 92 (1936 [1937]): 184-208 [PDF auf zobodat.at], 93 (1937 [1938]): 123-160 [PDF auf zobodat.at], 94 (1938 [1939]): 187-228 [PDF auf zobodat.at], 95 (1939 [1940]): 231-287 [PDF auf zobodat.at].