Vorkommen
Länder:+4Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanze
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

Der Befall verrät sich durch kaum erkennbare Kothäufchen, welche aus den Samenkapseln quellen. Von der Raupe ist von aussen gar nichts zu sehen. Erst wenn man die Samen vorsichtig öffnet, wird die Raupe sichtbar. Die erwachsene Raupe füllt eine Kammer der Samenkapsel vollständig aus. Schliesslich verlassen die Raupen ihre Behausung und verkriechen sich auf den Boden. (Autor: Rudolf Bryner)

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Weibchen

Falter

Der Falter unterscheidet sich von Epermenia devotella nur minimal in der Färbung der Vorderflügelfransen: Bei Phaulernis statariella sind sie von gleicher Farbe wie die Flügel, bei Epermenia devotella sind die Fransen dunkler braungrau.

Raupe

Es gibt einen deutlichen Unterschied zu den Raupen von Epermenia devotella: Die Raupe von Phaulernis statariella besitzt keine schwarze Nackenplatte und der Kopf ist braun, nicht schwarz.

(Autor: Rudolf Bryner)

5.2. Genitalien

5.2.1. Männchen

5.3. Ähnliche Arten

5.4. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Raupennahrungspflanze

Die Raupen leben in den Fruchtständen von Apiaceen.

6.3. Nahrung der Raupe

  • [Apiaceae:] Laserpitium siler (Berg-Laserkraut)

Die Raupen leben in den Fruchtständen von Doldenblütlern (Apiaceae). Obige Raupenfunde aus der Schweiz betreffen das Berg-Laserkraut (Laserpitium siler).

7. Weitere Informationen

7.1. Andere Kombinationen

7.2. Synonyme

7.3. Faunistik

Locus typicus: Schweiz, Graubünden, Ober-Engadin, St. Moritz, Alp Cared (Heyden (1863: 109)).

Gaedike & Heinicke (1999) melden die Art für Deutschland mit Angaben von vor 1980 aus Bayern. Die Autoren der Roten Liste der Kleinschmetterlinge Bayerns (Pröse et al. (2003)[2004]) melden allerdings Zweifel an und nehmen die Art nicht in ihre Rote Liste auf, sondern bei einer Liste von Arten für die gilt: "Bei den folgenden, nicht in die Liste aufgenommenen Arten besteht begründeter, starker Zweifel an ihrem Vorkommen, jedoch sind sie in der Regel als Sammlungsbelege dokumentiert (Fundortverwechslung?); sie wären bei evntl. künftiger Verifikation des Vorkommens in Kategorie 1 oder R einzustufen". Auch Haslberger & Segerer (2016) halten wenig vom Weiterschleppen dieser Angaben: "Bisher nur unbestätigte Angaben, keine Belegexemplare auffindbar. AVA: von Heinemann & Wocke (1877: 406), Osthelder (1951: 184). Aus pragmatischen Gründen, mangels Verifizierbarkeit, aus der Fauna eliminiert." Dem wird hier gefolgt.

(Autor: Erwin Rennwald)

7.4. Literatur

  • Gaedike, R. & W. Heinicke (1999): Verzeichnis der Schmetterlinge Deutschlands (Entomofauna Germanica 3). — Entomologische Nachrichten und Berichte, Beiheft 5: 1-216.
  • Haslberger, A. & A.H. Segerer (2016): Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). — Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft, 106 Supplement: 1-336.
  • Erstbeschreibung: Heyden, C. von (1863): Fragmente aus meinen entomologischen Tagebüchern. — Entomologische Zeitung 24: (1-3) 104-113, (10-12) 341-346. Stettin.
  • Pröse, H., Segerer, S. & H. Kolbeck (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Kleinschmetterlinge (Lepidoptera: Microlepidoptera) Bayerns. — S. 234-268. In: Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (2003)[2004]: Rote Liste gefährdeter Tiere Bayerns. — Schriftenreihe Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, Heft 166. 384 S., Augsburg. [Hinweis: Im Heft steht als Erscheinungsjahr "2003" - tatsächlich wurde es aber erst am 2. April 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt] [PDF auf lfu.bayern.de].