Vorkommen
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Männchen
Weibchen
Kopula
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Männchen
Weibchen
Ähnliche Arten
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Männchen

2. Weibchen

3. Kopula

4. Ausgewachsene Raupe

5. Jüngere Raupenstadien

6. Puppe

7. Diagnose

7.1. Männchen

7.2. Weibchen

7.3. Ähnliche Arten

Die Männchen von Operophtera fagata sind durchschnittlich größer und heller gefärbt als die der Schwesterart O. brumata. Die Variabilitäts-Spanne beider Arten, die oft am selben Ort zur selben Zeit vorkommen, überschneidet sich in einem weiten Bereich, so dass eine sichere Artdiagnose oft nur anhand von Genitalpräparaten möglich ist. Das Weibchen auf dem Kopula-Foto ist durch seine langen Flügelstummel als O. fagata zu erkennen.

(Foto: Peter Buchner) [Forum]

Zur Unterscheidung von O. fagata und brumata siehe auch [Forumsbeitrag von Hans-Joachim Weigt].

Diskussion zur Unterscheidung von Operophtera. fagata und brumata Männchen anhand der Flügelunterseiten siehe diesen thread im [Forum] mit Beiträgen von Ursula Beutler, Tina Schulz und Herbert Fuchs.

7.4. Genitalien

7.4.1. Männchen

Vergleich der Genitalien von Operophtera brumata und Operophtera fagata im [Forum]

7.5. Erstbeschreibung

8. Biologie

8.1. Habitat

8.2. Raupennahrungspflanzen

Es werden hier zwei sehr untypische Pflanzen gezeigt:

8.3. Nahrung der Raupe

  • [Fagaceae:] Fagus sylvatica (Rotbuche)
  • [Fagaceae:] Quercus sp. ? (Eiche ?)
  • [Betulaceae:] Betula pendula (Hänge-Birke)
  • [Betulaceae:] Carpinus betulus (Hainbuche ?)
  • [Sapindaceae:] Acer campestre (Feld-Ahorn)
  • [Rosaceae:] Sorbus aucuparia (Eberesche)
  • [Rosaceae:] Prunus cerasus (Sauer-Kirsche)
  • [Rosaceae:] Crataegus sp. ? (Weißdorn ?)
  • [Rosaceae:] Rosa sp. (Rose)
  • [Ericaceae:] Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)
  • [Salicaceae:] Populus tremula (Espe, Aspe, Zitter-Pappel)
  • [Lamiaceae:] Lamium maculatum ? (Gefleckte Taubnessel ?)

Anders als O. brumata zeigt O. fagata eine starke Bindung an nur wenige Laubgehölz-Arten, nämlich Rotbuchen (Fagus sylvatica) und Birken (meist Betula pendula). Auch wenn immer wieder einzelne größere Raupen an anderen Laubgehölzen gefunden werden und mit diesen - wenigstens teilweise - auch weiter erzogen werden können, findet man den Falter nach meiner Erfahrung nie losgelöst von Gehölzbeständen ohne diese zwei Baumarten. Bei den Raupen an anderen Gehölzen dürfte es sich durchweg um von Buchen oder Birken verwehte Raupen handeln, die die anderen Gehölze als Notnahrung akzeptieren. Das Beispiel des Raupenfunds von Tina Schulz an Blüten einer Gefleckten Taubnessel zeigt es typisch: Die oben gezeigte, kurz vor der Verpuppung stehende Raupe läuft frei auf der Pflanze herum und knabbert möglicherweise noch hie und da ein bisschen - die Taubnessel als Nahrungspflanze spielte aber selbst für dieses Exemplar keine nennenswerte Rolle.

(Autor: Erwin Rennwald)

9. Weitere Informationen

9.1. Etymologie (Namenserklärung)

boreata: „boreus, nördlich, winterlich.“

Spuler 2 (1910: 36L)

9.2. Abweichende Schreibweisen

9.3. Andere Kombinationen

9.4. Synonyme

9.5. Literatur

  • Erstbeschreibung: Bechstein, J. M. & G. L. Scharfenberg (1805): Vollständige Naturgeschichte der schädlichen Forstinsekten, nebst einem Nachtrag der schonenswerthen Insekten, welche die schädlichen vertilgen helfen. Ein Handbuch für Forstmänner, Cameralisten und Oekonomen 3: 605-1046, pl. X-XIII. Leipzig (Carl Friedrich Enoch Richter).
  • Nikusch (2001) (= Ebert 8), 458-460.