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Falter
Männchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Geschlecht nicht bestimmt

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen

3. Weitere Informationen

3.1. Etymologie (Namenserklärung)

Šumpich & Liška in Šumpich (2011) erläutern in ihrer Erstbeschreibung: "The species name derived from the latin word neglectus = overlooked." Der Grund für das Übersehen liegt in der großen Ähnlichkeit mit Monopis laevigella und Monopis weaverella.

3.2. Taxonomie

Aarvik et al. (2017) vermerken für Nordeuropa und das Baltikum: "Based on DNA barcodes and nuclear DNA markers Monopis laevigella (Denis & Schiffermüller, 1775) is likely a complex of two species in Finland. Whether one of these represents Monopis neglecta Šumpich & Liška, 2011, has not yet been clarified." Mittlerweile ist geklärt, dass die nordeuropäischen Tiere zu einer eigenen Art gehören: Monopis jussii, die aber auch im Umfeld der Alpen als Rarität zu finden ist.

3.3. Faunistik

Holotypus: Vranov nad Dyjí – Braitava (Podyjí National Park), Tschechische Republik. Nach der Erstbeschreibung von Šumpich & Liška in Šumpich (2011) wurde die Art an mehreren weiteren Fundorten in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien und Österreich nachgewiesen. Fazekas & al. (2012) berichten Näheres über den Erstnachweis in Ungarn. Das Taxon wurde noch nicht in die Fauna Europaea [Fauna Europaea, last update 23 July 2012, version 2.5] eingearbeitet.

Huemer (2013) führt die Art für Österreich nur für Niederösterreich und Wien an und schreibt (S. 208) dazu: "Unter zahlreichen Nachweisen aus Mitteleuropa findet sich auch eine Meldung aus Niederösterreich (NP Thayatal, Herdegg - Maxplateau, 10.6.2010, leg. Šumpich) sowie ein unpublizierter Nachweis aus Wien (Buchner, in litt.). Das Taxon unterscheidet sich auch im DNA-Barcode deutlich von den verwandten Arten (Huemer, unveröff.)." Der von Oliver Rist bei Wien gefangene und durch Barcoding abgesicherte Falter vom 11. Juni 2010 ist oben als Diagnosefalter zu sehen. Am 29. Juli 2020 gelang Horst Pichler ein Nachweis in Graz (Steiermark), der von Reinhard Gaedike bestätigt wurde. Lebend- und Genitalfotos sind oben zu sehen.

(Autor: Erwin Rennwald, ergänzt Annette von Scholley-Pfab)

3.4. Literatur