Vorkommen
Länder:+1Kontinente:EU
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

Noch unbekannt! Die Art wird heute meist mit Myrica faya in Verbindung gebracht, was aber auf einem Fehler beruhen dürfte. Silva & Tavares (1995) meldeten von São Miguel (Pico das Camarinhas, 150 m), dass Caloptilia aurantiaca dort nicht nur an Hypericum foliosum lebt, sondern dass sie auch zwei Minen an Myrica faya gefunden wurden. Das war wenig glaubhaft, und so wurde die Meldung später teilweise mit Micrurapteryx bistrigella in Verbindung gebracht, der einzigen weiteren Gracillariiden-Art, die Silva & Tavares (1995) für die Azoren angeführt hatten. Dabei war nach den Ausführungen von Klimesch (1970) aber fast zwingend zu erwarten, dass die Minen an Myrica faya zu Caloptilia coruscans (= Caloptilia schinella) gehören, die Borges et al. (2016) für São Miguel Borges et al. (2016) mittlerweile ausdrücklich anführen - M. bistrigella aber ausdrücklich nicht.

Gracillariidae.net [Artseite auf gracillariidae.net] bezieht sich bei der Angabe zu Myrica faya auf Vieira (1997), eine Arbeit, die ich noch nicht kenne. Auch hier ist aber zunächst einmal mit Verwechslung mit Caloptilia coruscans zu rechnen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Taxonomie

[gracillariidae.net, abgefragt 10. Februar 2018] führt die Art seit mindestens Ende 2012 als Caloptilia bistrigella, also in einer Kombination, die vor Micrurapteryx üblich war. Gründe für die Synonymisierung sind uns nicht bekannt, und so wird die Art im Lepiforum vorerst weiter unter Micrurapteryx bistrigella geführt, dem Namen, mit dem sie auch in neuerer faunistischer Literatur zu finden ist (z.B. bei Borges et al. (2016)).

4.3. Faunistik

Die Art gilt als Endemit der Azoren. Borges et al. (2016) konkretisieren die Verbreitung und führen die Art von den Inseln Flores, Pico, Sao Jorge und Terceira an, also ausdrücklich nicht von São Miguel.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur