

+6Kontinente:EUAF1. Lebendfotos
1.1. Falter
[Hinweis: Ein bis zum 31. März 2026 hier gezeigter Falter mit Funddaten "Spanien (Festland), Andalusien, Cádiz Provinz, Tarifa, Punta Paloma, Kiefernwald an der Küste, 8 m, 19. Oktober 2024, am Licht (Foto: Manuel Pozas Flores)" wurde nach der Beschreibung der Eupithecia iberica durch Lévêque et al. (2026) dorthin verschoben.]
2. Diagnose
2.1. Männchen
2.2. Weibchen
2.3. Erstbeschreibung
3. Biologie
3.1. Nahrung der Raupe
- [Cupressaceae:] Juniperus sp. (Wacholder)
Wagner (1914) berichtet, dass er am Strand in Tunesien am weit und breit einzigen Wacholder-Strauch Raupen fand, die dann seine Falter für die Beschreibung von Tephroclystia peterseni ergaben. Leider nannt er die Wacholder-Art nicht. Auf Korsika und Sardinien steht im Küstenbereich Juniperus macrocarpa zur Verfügung, eine im mediterranen Bereich an den Küsten weit verbreitete Pflanze.
4. Weitere Informationen
4.1. Synonyme
- Tephroclystia peterseni Wagner, 1914
- Eupithecia peterseni (Wagner, 1914)
4.2. Taxonomie und Faunistik
Die Art wurde von Sardinien (Sassari) beschrieben und kommt auch auf Korsika vor. Das Synonym E. peterseni wurde aus dem Norden von Tunesien beschrieben, also in Bezug auf Afrika maximaler Nähe zu Sardinien. Mironov (2003: 144) berichtet außerdem: "Recorded for Mallorca (Balearics) by Goater (ers. comm.)." In der Karte (S. 143) setzt er dort aber ein Fragezeichen. Mit der Beschreibung von Eupithecia iberica als von E. sardoa getrennte Art, ist zu vermuten, dass auch die Mallorca-Meldung eher zu jener Art gehört als zu E. sardoa, da E. iberica an verschiedenen Stellen - als einzige Art aus dem Komplex - auf Ibiza gefunden wurde.
Die Meldungen von E. sardoa vom südspanischen Festland (Küste) gehören ebenfalls zu E. iberica, auch die ganz neuen von Guerrero & Pozas (2025).
Lévêque et al. (2026) berichten aber nicht nur von E. iberica, sondern tragen auch die neueren Meldungen zu E. sardoa entlang der italienischen Westküste vom Norden über Lazium bis einschließlich Sizilien zusammen. Demnach ist es sehr wahrscheinlich nach wie vor richtig, dass Mironov (2003: 143-144) die von der Mittelmeerküste Tunesiens beschriebene E. peterseni als Synonym zu E. sardoa gestellt hat.
Lévêque et al. (2026) bestätigen, dass die Tiere aus dem Küstenbereich von Korsika und Sardinien zu E. sardoa gehören, Tiere aus dem Inneren dieser Inseln aber zu E. oxycedrata.
(Autor: Erwin Rennwald)
4.3. Literatur
- Erstbeschreibung: Dietze, K. (1910): Biologie der Eupithecien. Erster Teil. Abbildungen: unpaginierte Textseiten [1]-[32], pl. 1-82. Berlin (R. Friedländer & Sohn).
- Guerrero, J. J. & M. Pozas (2025): Presence of Eupithecia sardoa Dietze, 1910 (Lepidoptera: Geometridae: Larentiinae) in the Iberian Peninsula. — Boletín de la SAE 35: 000-000. [Zum PDF der vorläufigen Version via sae-insectos.org]
- Lévêque, A., Skou, P., Tautel, C. & T. Ranki (2026): A cryptic species of Eupithecia sardoa Dietze, 1910, in Spain: Eupithecia iberica Lévêque, Skou, Tautel & Ranki, sp. nov. (Lepidoptera: Geometridae, Larentiinae, Eupitheciini). — SHILAP Revista de lepidopterología, 54 (213): 71-106. [PDF auf shilap.org]
- Mironov, V. (2003): Larentiinae II (Perizomini and Eupitheciini). — In: Hausmann, A. (Hrsg.): The Geometrid Moths of Europe 4: 1-463.
- Beschreibung als Tephroclystia peterseni: Wagner, F. (1914): Eine neue Tephroclystia aus Tunis. — Jahresberichte Wiener entomologischer Verein, 24: 175-179. [PDF auf zobodat.at]













