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Falter
Kopula
Raupe
Puppe
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Kopula

1.3. Raupe

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

Darin indizierte Abbildung

3. Biologie

3.1. Habitat

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Verbreitung

Türkei: Nach Diakonoff & van Nieukerken (1987) beschrieb Herrich-Schäffer (1854) die Art nach einem einzigen Typusexemplar aus Anatolien, das im Zoologischen Museum der Humboldt-Universität, Berlin, aufbewahrt ist. Von der Typenlokalität existiere ein zweiter Falter im [Naturhistorischen?] Museum Wien "ex coll Epplsh." [Eppelsheim]. Diakonoff & van Nieukerken verweisen auf Funde von Koçak (1986), die zeigen, dass die Art noch in Anatolien rezent ist. Aus der englischen Zusammenfassung der türkischen Arbeit erfährt man die so natürlich nicht ganz korrekte Angabe, es handele sich um “the first record of this species in Turkey and also in Asia”.

Die Art gelangte wohl als Neozoon nach Mitteleuropa, denn es ist unwahrscheinlich, dass ein so unverwechselbarer, sowohl tagsüber findbarer als auch ans Licht kommender Falter übersehen wurde.

Niederlande: Hier liegt wahrscheinlich das Ausbreitungszentrum für Mitteleuropa: 1975 beschrieb Diakonoff die Art als Eratophyes aleatrix nach einem am 5. Mai 1973 in Elden, Provinz Gelderland, gekescherten Männchen.

Deutschland: Der älteste Fund in Deutschland stammt aus Hamburg. Roweck & Savenkov (2007: 474-475) fanden bei einer Durchsicht der Sammlung von Evers im Hamburger Zoologischen Museum zwei ♀♀, die als „Incurvaria rupella“ (Lampronia rupella) fehlbestimmt waren. Das eine Tier, gefunden in der Stadt Hamburg, ist auf den 20. Juni 1954 datiert, das andere aus dem Stadtteil Hamburg-Hausbruch auf den Zeitraum 27. Juni bis 10. Juli 1954. Den ersten Falter in Nordrhein-Westfalen fand Weissenborn nach Biesenbaum (1989) am 9. Juni 1983 in Rhede-Krommert bei Borken. Biesenbaum (2007) listet eine große Zahl weiterer Fundorte in Nordrhein-Westfalen auf, die sich vor allem linksseitig des Niederrheins nahe der Grenze zu den Niederlanden konzentrieren und im Osten bis nach Bielefeld und an die Grenze zu Nordhessen reichen. Krüger (2001) publizierte den Erstfund für Niedersachsen, Petschenka (2003) für Baden-Württemberg, Werno (2002ff) für das Saarland mit einem Nachweis aus dem Jahr 2003. Mit den Falterbildern 1, 6 und 7 (siehe oben) sind drei Funde vom 10. Mai 2005 (M. Hund), 18. Mai 2006 (G. Reder) und 21. Mai 2008 (H. Stern) aus Rheinland-Pfalz dokumentiert, mit Falterbild 3 ein Fund vom 17. Mai 2007 (R. Ridley) aus Hamburg. B. Piepgras meldete im [Lepiforum] den Nachweis im südwestlichen Schleswig-Holstein vom Mai 2007. G. Derra in Arbeitsgemeinschaft Microlepidoptera in Bayern (2010) meldet für den 10. Juni 2009 den Erstnachweis für Bayern (Reckendorf, Umg. Bamberg/ Ofr.). In Hessen gelang H. Nier ein Fund am 26. Mai 2012, siehe Falterbild 9 [Forum]. Der erste Nachweis in den neuen Bundesländern gelang F. Theimer (2013: 83) am 12. Juni 2011 in Brandenburg.

Dänemark: Den Erstfund publizierte Bygebjerg (1991).

Belgien: Nach De Prins & Steeman (2005ff) datiert der Erstfund auf den 22. Mai 2004.

Schweden: Gustafsson (2005) [recte wohl 2006] verzeichnet einen Fund vom 1. Juli 2006 aus dem Süden des Landes.

Frankreich: Spill (2016) berichtet über "Eratophyes amasiella (Herrich-Schäffer, 1854), une espèce d'oecophore nouvelle pour la France (Lep. Oecophoridae)". Seine Beobachtungen erfolgten dort, wo man es nach den deutschen Funden erwarten sollte, ganz im Nordosten Frankreichs, in Lembach nahe der Grenze zur Pfalz. Um einen kleinen Holzstapel in einer Wiese beobachtete er zwischen 28. Mai und 11. Juli 2015 regelmäßig ein bis drei Falter am Tage bei Sonnenschein. Im verregneten Spätfrühling 2016 gelang am 12. Juni 2016 die Bestätigung des Vorkommens, wieder in Form von zwei oder drei tagfliegenden Faltern am gleichen Holzstapel.

4.4. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Wir folgen den detaillierten Datierungs-Angaben von Heppner (1982). Obwohl die Tafel 54 bereits 1852 erschienen ist, darf sie nach den Bestimmungen des ICZN nicht als Erstbeschreibung gelten, denn die Nomenklatur auf dieser Tafel ist nicht binominal.

(Autoren: Jürgen Rodeland & Erwin Rennwald)

4.5. Literatur

4.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)