Vorkommen
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Falter
Kopula
Eiablage
Ausgewachsene Raupe
Jüngere Raupenstadien
Puppe
Ei
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Ähnliche Arten
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Falter

2. Kopula

3. Eiablage

4. Ausgewachsene Raupe

5. Jüngere Raupenstadien

6. Puppe

7. Ei

8. Diagnose

8.1. Männchen

8.2. Weibchen

8.3. Geschlecht nicht bestimmt

8.4. Ssp. pseudotristata (Heydemann, 1936)

8.4.1. Männchen

8.5. Ähnliche Arten

Hier ein paar sicher bestimmte Exemplare. Die beiden oberen Reihen zeigen jeweils Männchen, die beiden unteren Weibchen.

Wie man sieht, ist die Unterscheidung anhand der Vorder- und Hinterflügel und der Größe recht einfach. Auf den Hinterflügeln ist die weiße Binde bei Epirrhoe rivata noch konstanter breiter als bei Epirrhoe alternata und zeigt nur gelegentlich schwache Reste einer dunklen Mittellinie, höchstens in Form hellgrauer Punkte, etwa bei den Epirrhoe rivata-Faltern 6 und 8. Zusammen mit dem Größenunterschied reicht das in der Regel zur Bestimmung aus. Man darf allerdings nicht erwarten, nach Fotos, auf denen nur die Vorderflügel zu sehen sind und ohne Vorliegen eines Belegstücks in allen Fällen zu einer sicheren Bestimmung zu gelangen. Eine gewisse Restunsicherheit wird da bei manchen Fotobelegen bestehen bleiben.

(Foto und Text: Axel Steiner [Forum])

Epirrhoe rivata ist durchschnittlich um 20 % größer als alternata. Die Grundfärbung ist reiner grau. Die weißen Außenbinden (a) werden nur schwach oder gar nicht von einer dunklen Wellenlinie längs geteilt. Das Mittelfeld ist stets dunkelgrau, oft braun übergossen. E. alternata ist insgesammt viel unruhiger gezeichnet. Die Flügelfransen (b) sind bei rivata stark, bei alternata deutlich schwächer gescheckt.

Epirrhoe alternata:

Die weißen Außenbinden (a) werden in der Regel deutlich von einer dunklen Wellenlinie längs geteilt. Das Mittelfeld ist stets dunkelgrau, oft braun übergossen. Epirrhoe alternata ist insgesamt viel unruhiger gezeichnet. Der Vorderflügelapex ist spitzer als bei Euphyia unangulata, der Saum weniger stark gerundet. Die Flügelfransen sind nur schwach gescheckt.

Euphyia unangulata

gehört einer anderen Tribus an und hat nur scheinbar Ähnlichkeit mit Epirrhoe alternata. Die äußere Begrenzung des dunklen Mittelfeldes springt am Zellende zahnartig vor (b), was man besonders schön auf der Unterseite sehen kann. Der Mittelpunkt steht in einem hellen Feld. Alle Flügel sind stärker gerundet (d) und die Hinterflügel sind bis zu Basis hin weiß (c). Die hier erkennbaren Wellenlinien sind auffallend stark gezähnt.

(Grafik und Text: Hans-Joachim Weigt [Forum])

8.6. Genitalien

8.6.1. Männchen
8.6.2. Weibchen

8.7. Erstbeschreibung

9. Biologie

9.1. Habitat

9.2. Raupennahrungspflanzen

9.3. Nahrung der Raupe

  • [Rubiaceae:] Galium mollugo agg. (Wiesen-Labkraut)
  • [Rubiaceae:] Galium album (Weißes Labkraut)
  • [Rubiaceae:] Galium aparine (Kletten-Labkraut)
  • [Rubiaceae:] Galium sylvaticum (Wald-Labkraut)
  • [Rubiaceae:] Galium sp. (Labkraut)

Die Art ist oligophag an Labkraut-Arten gebunden. Die Raupe von E. alternata wird dabei - trotz der fast ubiquitären Verbreitung des Falters - erstaunlich selten gefunden und sicher bestimmt, noch viel seltener wird dabei auf die genaue Pflanzenbestimmung geachtet. Ich selbst kenne sie von der Wiesenform des Wiesen-Labkrauts, also dem Weißen Labkraut (Galium album) in Wiesen und vom Kletten-Labkraut (Galium aparine) an Wegrändern in feuchten Wäldern. An genau den beiden gleichen Pflanzen konnte ich auch Eiablagen beobachten, und auch Ebert & Steiner (2001: 278-279) führt neben Galium mollugo agg. und Galium aparine nur einen einzigen Raupenfund an einer anderen Labkraut an: Galium sylvaticum. Galium aparine und Galium mollugo agg. decken praktisch das gesamte besiedelte Lebensraum-Spektrum von E. alternata ab, so dass es unklar ist, ob daneben auch typische Magerrasen-Arten der Gattung Galium genutzt werden. Und interessanterweise scheint es auch keine Raupenfunde oder Eiablage-Beobachtungen an Galium verum agg. oder Galium boreale zu geben, die ja vielfach auch im Lebensraum der Art wachsen. Hinweise auf Nutzung nahe verwandter Gattungen - hier Asperula und Cruciata scheinen ebenfalls zu fehlen. Oder wurde dieser ubiquitäre Falter bisher einfach zu wenig beachtet?

(Autor: Erwin Rennwald)

10. Weitere Informationen

10.1. Etymologie (Namenserklärung)

sociata: „socius Genosse, wegen der Ähnlichkeit mit der vorhergehenden Art (Epirrhoe rivata).“

Spuler 2 (1910: 57L)

10.2. Andere Kombinationen

10.3. Synonyme

10.4. Unterarten

10.5. Literatur

  • Ebert & Steiner (2001) (= Ebert 8), 276-279.
  • Erstbeschreibung: Müller, O. F. (1764): Fauna Insectorum Fridrichsdalina, sive methodica descriptio insectorum agri Fridrichsdalensis, cum characteribus genericis et specificis, nominibus trivialibus, locis natalibus, iconibus allegatis, novisque pluribus speciebus additis. I-XXIV, 1-96. Hafniae et Lipsiae (in officina libraria Io. Frid. Gleditschii). — Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München: [51].