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Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Inhalt

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Cupressaceae:] Widdingtonia whytei
  • [Cupressaceae:] Cupressus lusitanica (Mexikanische Zypresse)
  • [Pinaceae:] Pinus radiata (Monterey-Kiefer)
  • [Pinaceae:] Pinus patula (Patula-Kiefer)
  • [Pinaceae:] Pinus caribaea (Karibische Kiefer)
  • [Asparagaceae:] Ornithogalum thyrsoides (Kap-Milchstern)
  • [Asparagaceae:] Albuca virens subsp. virens [=Ornithogalum eckloni]
  • [Asteraceae:] Chrysanthemum sp.
  • [Asteraceae:] Aster sp.
  • [Asteraceae:] Arctotheca sp.
  • [Asteraceae:] Hypochaeris radicata [= Hypochoeris radicata] (Gewöhnliches Ferkelkraut)
  • [Caryophyllaceae:] Dianthus sp. (Nelke)
  • [Caprifoliaceae:] Centranthus ruber (Rote Spornblume)
  • [Verbenaceae:] Lantana trifolia
  • [Vitaceae:] Vitis vinifera (Weinrebe)
  • [Rubiaceae:] Coffea sp. Kaffee)
  • [Solanaceae:] Capsicum annuum (Paprika, Spanischer Pfeffer)
  • [Rosaceae:] Rubus sp.
  • [Rosaceae:] Prunus persica (Pfirsich)
  • [Rosaceae:] Malus domestica (Kultur-Apfel)
  • [Rosaceae:] Pyrus sp. (Birne)
  • [Proteaceae:] Leucodendron sp. (Silberbaum)
  • [Polygonaceae:] Rumex acetosella (Kleiner Sauerampfer)
  • [Myrtaceae:] Eucalyptus saligna
  • [Ericaceae:] Vaccinium sp.
  • [Ebenaceae:] Diospyros kaki (Kaki, Kakibaum, Kakipflaume)
  • [Cucurbitaceae:] Cucurbita sp. (Kürbis)
  • [Brassicaceae:] Raphanus raphanistrum (Acker-Rettich, Hederich, Wilder Rettich)

Billen (1984: 141) berichtete über Kontrollergebnisse von Pflanzerzeugnissen in Basel im Dreiländereck Frankreich - Schweiz - Deutschland: "Seit 1983 werden in zunehmendem Maße in Nelkenschnittblumen aus Italien, Frankreich und Spanien Raupen von Schmetterlingen gefunden, deren ursprüngliche Heimat die Tropen sind. Im Gegensatz zu den uns gut bekannten Nelkenwicklern (Cacoecimorpha pronubana Hübner und Epichoristodes acerbella (Walker) Diak.), deren Raupen sich seitlich in den Stengel einbohren und dann zum Blütenboden hochwandern, bohren sich die Raupen dieser Schmetterlinge direkt seitlich in die Blüte ein und fressen innerhalb kürzester Zeit die gesamte Blüte aus." Berichtet wird hier natürlich über Helicoverpa armigera, aber über E. acerbella wird doch auch einiges ausgesagt.

Hancock et al. (2015: 127) erläutern zu Großbritannien: "Occasionally larvae of this species have been intercepted at nearby Heathrow Airport on carnations (Dianthus spp.) imported from East Africa. A moth was also reared in Edinburgh from chincherinchee (Ornithogalum thyrsoides originating from South Africa (Pelham-Clinton, 1969)." Außer hauptsächlich Nelken werden aus Europa auch Raupen an importierten Chrysanthemen gemeldet. Dies spricht dafür, dass wir es mit einer recht polyphagen Art zu tun haben.

Die Zusammenstellung der Raupennahrungsdaten auf [afromoths (abgefragt 22. Dezember 2020)] bestätigt das und nennt eine Vielzahl Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Familien.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Faunistik

Gaedike & Heinicke (1999) führen die Art aus Deutschland nur aus Bayern und mit Vermerk "Adventivart" an (aktuell, d.h., nach 1980). Pröse & Segerer (1999) verwendeten den Vermerk: "Eingeführte, in freier Natur nicht beständige Art (oder sehr seltener Immigrant)". Die Art war in den 1960er Jahren mehrfach als Schädling an Nelken und Chrysanthemen in Gewächshäusern aufgetreten, hat sich dort aber nirgends etabliert.

Nach Sauter & Whitebread (2005) ist die Art in die Schweizer Lepidopterenfauna aufzunehmen, sie wird hier aber ebenfalls mit Einzelnachweis-Fähnchen geführt, da sie auch hier nicht etabliert ist. Zwei Jahrzehnte zuvor hatte Billen (1984: 141) über Kontrollergebnisse von Pflanzerzeugnissen in Basel im Dreiländereck Frankreich - Schweiz - Deutschland berichtet: "[...] in Nelkenschnittblumen [...], deren ursprüngliche Heimat die Tropen sind. Im Gegensatz zu den uns gut bekannten Nelkenwicklern (Cacoecimorpha pronubana Hübner und Epichoristodes acerbella (Walker) Diak.), deren Raupen sich seitlich in den Stengel einbohren und dann zum Blütenboden hochwandern, [...]".

Die Art stammt aus Südafrika und wurde bereits in etliche (süd)europäische Länder verschleppt [The Food and Environment Research Agency, May 2009]

Eine Etablierung in Mitteleuropa außerhalb von Gewächshäusern ist sehr unwahrscheinlich. Allerdings wurden aus England auch schon mehrere Falterfunde im Freiland gemeldet. Ein Falterfoto dazu gibt es hier [Falterfoto England]. Agassiz et al. (2013: 112) führen die Art bei den "adventive species" und schreiben zu England und Schottland: "Several imported with flowers since 1960s and at least two found in the wild. African."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)