Vorkommen
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Falter
Männchen
Weibchen
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Genitalien

2.3.1. Männchen
2.3.2. Weibchen

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Tanacetum vulgare ? [= Chrysanthemum vulgare ?] (Rainfarn ?)
  • [Asteraceae:] Leucanthemum vulgare ?? [= Chrysanthemum leucanthemum ??] (Margerite ??)

Möglicherweise noch unbekannt. Schütze (1931) berichtete sehr überzeugt und sehr überzeugend: "Raupe Mai bis Juni [...] im oberen Stängelteile. Chrysanthemum leucanthemum [Leucanthemum vulgare agg.] in und unter der wenig entwickelten Blütenknospe, letztere wenig befressend, dann den Stiel aushöhlend. Die bewohnte bzw. durchfressene Knospe ist etwas geneigt, die zwei oder drei Deckblättchen unter ihr gekrümmt und knorpelartig verdickt. Verwandlung in einem Erdkokon. In ähnlicher Weise lebt an dieser Pflanze eine Cnephasia-Raupe, die aber niemals in den Stängel geht. Ich halte meine mehr als hundertfach wiederholte Beobachtung für richtig, trotz aller gegenteiliger Angaben, nach welchen die Raupe in der Wurzel von Chrysanthemum vulgare (Tanacetum) leben soll. Auch spricht für meine Ansicht Kennels Abbildung, mit der die gezogenen Falter genau übereinstimmen (Schütze)." Wie sich erst bei der Überprüfung der Belege durch Friedmar Graf [Forumsbeitrag 23. November 2019] herausstellte, gehören die Belegtiere von K.-T. Schütze aber tatsächlich gar nicht zu D. agilana, sondern zu Dichrorampha consortana!

Ob Razowski (2001: 102) diese Arbeit nicht kannte oder schon wusste, dass hier Schütze ein Fehler unterlaufen war, ist mir unklar; jedenfalls schreibt er: "Wu[rzel]; Tanacetum, Chrysanthemum leucanthemum (Asteraceae)." Woher diese Angaben stammen und wie gut sie belegt sind, ist mir ebenfalls unklar. Gerade die Fehlinterpretation durch Schütze mahnt hier sehr zur Vorsicht.

Sobczyk et al. (2019: 446) schreiben dazu: "Die Angaben (Schütze 1901, 1930, 1931) zu D. agilana beziehen sich ganz oder teilweise auf D. consortana. Die einzigen Belegexemplare Schützes (2M, 2W e.l. (ex Chrysanthemum leuc.), 1928, Soritz, SMNG), stellten sich als D. consortana heraus. Dadurch erscheint der von Schütze (1931) als falsch interpretierte Hinweis, dass die Raupen sich in Rainfarn (Tanacetum vulgare) entwickeln, korrekt zu sein." - Was wohl noch zu beweisen ist.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Literatur

  • Razowski, J. (2001): Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung - Verbreitung - Flugstandort - Lebensweise der Raupen. — 319 S.; Bratislava.
  • [SCHÜTZE (1931): 186-187]
  • Sobczyk, T., Stöckel, D., Graf, F., Jornitz, H. & T. Karisch (2019): Die Schmetterlingsfauna (Lepidoptera) der Oberlausitz. Teil 6: Kleinschmetterlinge (Microlepidoptera) 2. Teil. Scythropiidae, Yponomeutidae (Gespinstmotten), Argyresthiidae (Knospenmotten), Plutellidae (Schleier- und Halbmotten), Glyphipterigidae (Rundstirnmotten, Wippmotten), Ypsolophidae, Praydidae, Heliodinidae, Bedelliidae, Lyonetiidae (Langhorn-Blattminiermotten), Elachistidae (Ethmiinae, Depressariinae - Flachleibmotten, Elachistinae - Grasminiermotten, Parametriotinae), Scythrididae (Ziermotten), Chimabachidae, Oecophoridae (Faulholzmotten), Stathmopodidae, Coleophoridae (Sackträgermotten), Choreutidae (Spreizflügelfalter), Urodidae, Schreckensteiniidae, Epermeniidae (Zahnflügelfalter), Tortricidae (Wickler). – Beiträge zur Insektenfauna Sachsens Band 22. – Entomologische Nachrichten und Berichte (Dresden), Beiheft 24, 496 Seiten, 2 Karten. ISSN 0232-5535.
  • Erstbeschreibung: Tengström, J. M. J. (1848): Bidrag till Finlands fjäril-fauna. — Notiser ur Sällskapets pro fauna & flora fennica förhandlingar 1: 69-164. Helsingfors (A. W. Gröndahl).