Vorkommen
Länder:+5Kontinente:EU
Falter
Ssp. anargyra (Turati, 1913)
Raupe
Ei
Männchen
Weibchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Ssp. anargyra (Turati, 1913)

3. Raupe

4. Ei

5. Diagnose

5.1. Männchen

5.2. Weibchen

5.3. Ssp. anargyra (Turati, 1913)

5.3.1. Weibchen

5.4. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

7. Weitere Informationen

7.1. Etymologie (Namenserklärung)

„Jourdan.“

Spuler 2 (1910: 121L)

7.2. Andere Kombinationen

7.3. Unterarten

7.4. Taxonomie

Kommentar zur Artbeschreibung von Compsoptera caesaraugustanus Redondo, 1995: Schon der Name der Arbeit war ungewöhnlich für die Erstbeschreibung einer Art, denn schon im Titel wurde gefragt, ob es sich nicht auch um einen Hybriden handeln könnte. Im Text wurde der Autor (Redondo 1995) dann konkret: Das Männchen - das einzige der Erstbeschreibung zu Grunde liegende Exemplar - ähnelt äußerlich Compsoptera jourdanaria, genitaliter dagegen eher Compsoptera opacaria - es könnte also ein seltener Hybrid zwischen einem Männchen der ersten und einem Weibchen der zweiten Art sein. Der Autor wollte dieser Vermutung durch Zuchten noch weiter nachgehen, aber sicherheitshalber beschrieb er das Tier doch erst einmal auf Artebene. Das neue Taxon fand Eingang in die Fauna Europaea, wo es bis heute als gültige Art akzeptiert wird [Fauna Europaea, last update 29 August 2013, version 2.6.2]. Daher schleppten auch wir dieses Taxon eine Zeit lang als "Art" weiter. Die Gründe, die "Art" einzuziehen, waren aber stets überzeugend. So lehnte Leraut (2009) das Taxon ganz ab: "Moreover, it is now acknowledged that the sole known specimenof the taxon caesaraugustanus Redondo, 1995 is a probable hybrid between the present species [C. opacaria] and the one in the following entry [C. jourdanaria]." Und was schreibt derjenige, der die Art beschrieben hat, 15 Jahre später über sie? Es ist schon seltsam: Bei Redondo et al. (2010) wird das Taxon an keiner Stelle erwähnt, nicht einmal irgendwo als Fußnote. Der Beschreiber der Art scheint also mittlerweile selbst voll überzeugt zu sein, dass das Taxon keinerlei Artberechtigung hat. Nachdem auch Skou & Sihvonen (2015) in dem immer noch einzelnen Exemplar einen Hybrid zwischen den genannten Arten sehen, wird hier dieser Auffassung endgültig gefolgt.

Der Holotypus von "Compsoptera caesaraugustanus" trägt die Daten "24-XI-1989, Alfocea (Zaragoza) a 221 m. (V. Redondo leg.). Prep. genit. 1356 V. Redondo det y coll."

(Autor: Erwin Rennwald)

7.5. Literatur

  • Leraut, P. (2009): Moths of Europe. Volume 2. Geometrid Moths. — 804 S.; Verrières le Buisson, France (N.A.P. Editions).
  • Beschreibung der "Compsoptera caesaraugustanus": Redondo, V. M. (1995): Compsoptera caesaraugustanus ¿nueva especie o híbrido?, descubierta en Aragón (Lep.: Geometridae). — Boletín de la S.E.A. (Sociedad Entomólogica Aragonesa) 9: 14-15 [PDF auf sea-entomologia.org].
  • Redondo, V., Gastón, J. & J.C. Vicente (2010): Las Mariposas de España Peninsular. Manual ilustrado de las especies diurnas y nocturnas. — 405 S.; Zaragoza (Edita Prames).
  • Skou, P. & P. Sihvonen (2015): The Geometrid Moths of Europe [A. Hausmann (ed.)]. Volume 5. Subfamily Ennominae I (Abraxini, Apeirini, Baptini, Caberini, Campaeini, Cassymini, Colotoini, Ennomini, Epionini, Gnophini (part), Hypochrosini, Lithinini, Macariini, Prosopolophini, Theriini and 34 species of uncertain tribus association). - 657 S.; (Brill) Leiden.
  • Erstbeschreibung: Villiers, A.-P. (1827): Sur trois Lépidoptères inédits ou peu connus du midi de la France. — Mémoires de la Société Linnéenne de Paris précédés de son histoire 5: 471-485, pl. XI.

7.6. Informationen auf anderen Websites (externe Links)