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Falter
Raupe, Raupensack
Fraßspuren und Befallsbild
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe, Raupensack

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen
2.2.2. Weibchen

Genitalabbildungen z.B.: Razowski, J.: Motyle (Lepidoptera) Polski 16 - Coleophoridae, p. 195 (♂), p.233 (♀) [hier unter der fehlerhaften Schreibweise „ochraea“]

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

Die Raupen leben an Sonnenröschen (Helianthemum sp.) von September (überwinternd) bis Mai. Die Säcke sind über 10 mm lang und sehr schmal. Die Verpuppung erfolgt im Boden. (Text nach Hering 1957)

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Cistaceae:] Helianthemum nummularium agg. (Gewöhnliches Sonnenröschen)
  • [Cistaceae:] Helianthemum apenninum (Apenninen-Sonnenröschen)
  • [Cistaceae:] Helianthemum salicifolium (Weidenblatt-Sonnenröschen)
  • [Cistaceae:] Helianthemum sp. (Sonnenröschen)
  • [Cistaceae:] Tuberaria guttata [= Helianthemum guttatum] (Geflecktes Sandröschen)
  • [Cistaceae:] Fumana procumbens [= Helianthemum procumbens] (Gewöhnliches Nadelröschen, Zwerg-Sonnenröschen, Niederliegendes Heideröschen)

Schütze (1931: 141) behandelt die Art unter "Helianthemum - Sonnenröschen", zeichnet aber das Bild einer polyphagen Art: "Miniert große gelblich-grüne Flecke in Helianthemum, Potentilla argentea und Inula hirta (Sorhagen). Sack etwas zusammengedrückt, nach hinten wenig, am Halse etwas mehr verdünnt, meist an den Blütenköpfen (Schmid). Varietät thuringiaca Martini zu gleicher Zeit an derselben Pflanze oft sehr häufig (Martini)."

Tatsächlich gehört C. ochrea zu den wenigen Coleophoriden von Magerrasen, die jahrweise hohe bis sehr hohe Dichten erreichen können. Die Raupen laufen dann weit umher und können sich dabei selbstverständlich auch einmal an ganz anderen Pflanzen als an Helianthemum festspinnen. Einzige, vielfach belegte Nahrungspflanze im größten Teil des mitteleuropäischen Vorkommensbereich ist jedenfalls Helianthemum nummularium agg., nach Segerer (2016: 71) in Bayern normalerweise Helianthemum nummularium ssp. obscurum. Genau in so einem Jahr mit hoher Raupendichte an Sonnenröschen - im Mai und Juni 2016 - fand Segerer (2016) zunächst einzelne, bei gezielter Suche aber durchaus reichlich Raupen auch an einem weiteren Zistrosengewächs, dem Gewöhnlichen Nadelröschen (Fumana procumbens); er stellte fest, dass sich die Raupen damit problemlos ernähren lassen, musste die Frage, ob es an diesen Pflanzen auch zur Eiablage gekommen war, offen lassen. Er resümiert: "Die bevorzugte Futterpflanze von C. ochrea ist eindeutig Helianthemum, dessen Blätter und Samenkapseln ein reichlicher vorhandenes und offenbar auch besser verwertbares Substrat für die Raupen darstellen. Bei Fumana bieten die feinen, nadelartigen Blättchen keine günstige Angriffsfläche für die minierende Tätigkeit der Raupen. Bevorzugt werden daher die Blütenknospen und die (nur vormittags offenen) Blüten befressen, von denen es allerdings kein sehr üppiges Angebot gibt (Abb. 3 a, b). Die Fähigkeit zur Nutzung unterschiedlicher Pflanzenorgane [...] ist für C. ochrea von Helianthemum bekannt (Schmid 1885: 158, Benander 1939: 63) und möglicherweise sogar der Schlüssel für das Gedeihen an Fumana."

Nel (1992: 191) meldet aus Sainte-Baume (Frankreich): "fourreaux communs sur Helianthemum apenninum (L.) Mill., début juin 1990."

Baldizzone (2019: 303) nennt auch Tuberaria guttata. Budashkin (2011: 25-26) berichtet über ex-larva-Falter von Helianthemum salicifolium auf der Krim.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Literatur