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2. Biologie

2.1. Nahrung der Raupe

  • [Asteraceae:] Helichrysum italicum [= Helichrysum angustifolium] (Italienische Strohblume, Italienische Immortelle, Currykraut)

Noch wenig bekannt! Baldizzone (2019: 270) überrascht mit der Feststellung "Pianta nutrice è l'Helichrysum italicum (Asteraceae)." Er beschreibt den Raupensack, der große Ähnlichkeit mit dem von Coleophora ditella hat, kann aber sonst keine Details zum Entwicklungszyklus anführen.

3. Weitere Informationen

3.1. Taxonomie und Faunistik

Baldizzone (1979: 269) kann uns Interessantes berichten: Pierre Chrétien hatte bei Aritzo auf Sardinien (mindestens 3) Exemplare dieser Art gefangen und war mit der Bestimmung gescheitert - eines seiner Exemplare trägt seinen handschriftlichen Hinweis: "Coleophora sp.? m'est inconnue P.C." Zwei dieser Exemplare kamen in die Sammlung von Emilio Turati, das dritte erhielt P. Chrétien zurück - alle von Turati bezettelt mit "Coleophora chrétieni". Baldizzones Suche nach einer Erstbeschreibung dieses Namens hatte keinen Erfolg. Immerhin: den Namen fand er - Turati (1924: 183) erwähnte die Existenz dieser Art bei der Beschreibung seiner Coleophora latistriella Turati, 1924 aus Bengasi: "Appartiene al gruppo: laticostella, quadrifariella, fringillella, rectilineella, niveistrigella, tractella, chrétieni [...]". In der Arbeit (S. 146-147) wurde auch eine Microlechia chretieni Turati, 1924 zu Ehren des Finders Pierre Chrétien beschrieben, doch die passte mit Fundort Bengasi in des Thema des Aufsatzes. Irgendwie sieht es so aus, als habe Turati einfach vergessen, dass er den Namen Coleophora chretieni noch nicht gültig beschrieben hatte. Dies wurde dann von Baldizzone (1979: 269) nachgeholt. Seine Beschreibung basiert auf 19 Exemplaren von Sardinien und 2 Exemplaren von Korsika (Pinarello und Vallée d'Asco)." Daraus ergab sich das noch heute gültige Verbreitungsgebiet: "L'espèce semble donc endémique en Corse et en Sardaigne" - wobei die meisten Tiere am Mt. Gennargentu gefunden wurden.

Ignac Richter zeigt auf seiner [Artseite auf coleophoridae.bluefile.cz (abgefragt 7. Dezember 2021)] ebenfalls Tiere von Korsika und Sardinien, aber auch ein Männchen (und dessen Genital), das Skyva am 26. Juli 2003 am Col de Vence, 950 m, bei Vence im Département Alpes-Maritimes, ca. 15 km nordwestlich von Nizza auf dem Festland Frankreichs gefangen hatte. Demnach könnte die Art doch kein reiner Endemit von Sardinien und Korsika sein.

(Autor: Erwin Rennwald)

3.2. Typenmaterial

Baldizzone (1979: 271): « Holotypus ♂ (PG 947 Bldz) : Sardinia centr. Belvu Umg. 700 m 10.VI.1975, leg. coll. Hartig, Bolzano. » — Paratypen: 12 ♂♂ und 7 ♀♀ aus Sardinien und Korsika.

3.3. Literatur

  • Erstbeschreibung: Baldizzone, G. (1979): Les espèces du genre Coleophora Hübner, décrites par Emilio Turati. VIIe contribution à la connaissance des Lepidoptera, Coleophoridae. — Linneana Belgica 7 (8): 262-284. Ex libris Jürgen Rodeland.
  • Turati, E. (1924): Spedizione lepidotterologica in Cirenaica 1921-1922. — Atti della Società italiana di scienze naturali, 63: 21-191, Taf. I-VI.

3.4. Informationen auf anderen Websites (externe Links)