Version 43 / 45 vom 12. Oktober 2023 um 12:14:49 von Jürgen Rodeland
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Falter
Raupe, Raupensack
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe, Raupensack

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

Die Raupen sitzen an der Blattunterseite, bohren sich durch ein Loch ins Blatt und fressen so eine Mine von ganz unregelmässiger Form heraus. Wenn mehrere Blättchen befallen sind, so ergibt sich ein eindeutiges Suchbild. Eine solche Mine wird schliesslich auch aus dem Blatt herausgeschnitten und dient der Raupe als Sack.

(Autor: Rudolf Bryner)

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Geschlecht nicht bestimmt

2.4. Genitalien

2.4.1. Männchen
2.4.2. Weibchen

Genitalabbildungen z.B.: Razowski, J.: Motyle (Lepidoptera) Polski 16 - Coleophoridae, p. 186 (♂), p.227b z (♀)

2.5. Erstbeschreibung

Im Folgejahr hierzu erschienene Abbildung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Rosaceae:] Potentilla neumanniana [= Potentilla tabernaemontani, Potentilla verna] (Frühlings-Fingerkraut)
  • [Rosaceae:] Potentilla cinerea (Sand-Fingerkraut, Aschgraues Fingerkraut, Graufilziges Fingerkraut)
  • [Rosaceae:] Potentilla recta (Aufrechtes Fingerkraut
  • [Rosaceae:] Potentilla palustris ??? [= Comarum palustre ???] (Sumpf-Blutauge ???)
  • [Rosaceae:] Fragaria sp. ?(Erdbeere ?)
  • [Rosaceae:] Filipendula sp. ???
  • [Rosaceae:] Sanguisorba sp. ??? (Wiesenknopf ???)
  • [Rosaceae:] Rubus sp. ???

Schütze (1931: ) schreibt: "An Potentilla verna [Potentilla verna agg.: wohl Potentilla tabernaemontani (= Potentilla neumanniana)], aber auch an dazwischen wachsenden Erdbeeren (Stange). Blattsack kantig, gelblich, nach hinten dünner, zweiklappig, Potentilla cinerea."

Hering (1957: 315) führt die Art unter "Comarum, Blutauge" an: Nach Überwinterung bohrt sich die L. zuerst in die Kn[ospen] und höhlt die Triebe aus, dann miniert sie weiter [...] auch an Potentilla und Rubus". Den gleichen Text gibt es dann auch S. 447 unter "Filipendula[Ulmaria], Mädesüss", S. 451 unter "Fragaria, Erdbeere" und S. 818 unter "Potentilla, Fingerkraut [...] Incl. Tormentilla - P. palustris L. (sc.) cf. Comarum". S. 936 wird sie unter "Sanguisorba (incl. Poterium), Wiesenknopf" gelistet, diesmal mit dem Hinweis "auch an anderen Rosaceen".

Und was stimmt jetzt. Durch diverse Beobachtungen gesichert ist das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana), das sehr wahrscheinlich auch die wichtigste Nahrungspflanze darstellt. Glaubhaft ist Potentilla cinerea. Budashkin (2011: 22) meldet ex-larva-Tiere von der Krim von Potentilla recta. Doch dann beginnen schon die Fragen: Wird Fragaria nur genutzt, wenn es zwischen Potentilla steht? Wahrscheinlich werden noch ein paar weitere Potentilla-Arten in trocken-heißen Biotopen genutzt, aber was ist mit dem vielfach zitierten Potentilla palustris, das doch völlig andere Standorte besiedelt? Die Autoren berufen sich hier durchweg auf Hering (1957), doch dieser hatte Comarum nur gemeinsam mit Potentilla besprochen und nicht geschrieben, welche der zahlreichen Minen-Erzeuger an Potentilla (auch) an Potentilla palustris lebt. Filipendula und Sanguisorba gehen auf die gleiche Quelle zurück - von den besiedelten Biotopen her kämen nur Filipendula vulgaris agg. und Sanguisorba minor agg. in Frage, nicht aber Filipendula ulmaria oder Sanguisorba officinalis - doch gesichert scheint mir das ebensowenig wie eine Nutzung von Rubus-Arten.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

  • Coleophora marginatella Herrich-Schäffer, 1854 [Synonym nach Baldizzone, van der Wolf & Landry (2006: 25)]
  • Coleophora approximata Gozmany, 1956 [Synonym nach Baldizzone (1979: 66)]

4.3. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Woodward (1922: 380) [Digitalisat auf biodiversitylibrary.org] teilt die Publikationsjahre des Bandes mit: 1-112 (mit ?) und pl. 51-56 1842, 113-480 (mit ?) und pl. 57-72 1843, 481-[555] (mit ?) und pl. 73-80 1844, pl. 81-90 1845.

(Autor: Jürgen Rodeland)

4.4. Literatur