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Raupe, Raupensack
Weibchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe, Raupensack

2. Diagnose

2.1. Weibchen

2.2. Genitalien

2.2.1. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Fabaceae:] Genista anglica (Englischer Ginster)
  • [Fabaceae:] Genista pilosa (Behaarter Ginster)

Die Art scheint monophag am Englischen Ginster zu leben. Schon in der Erstbeschreibung wurde über Funde an mehreren Orten in England berichtet. Wegner (2011) meldet von der Nordsee: "Die Raupen leben von September überwinternd bis Mai. Die Larvensäcke dieser Sackträger wurden im Listland am 22., 26. und 28.5.2006, auf der Braderuper Heide am 25.5.2006 und bei Morsum auf einer Heide am 25.5.2006 jeweils in Anzahl am Englischen Ginster (Genista anglica) festgestellt (vgl. Wegner 2007)." Corley & al. (2014: 595) fanden auch in Portugal Raupensäcke an der bereits in der Erstbeschreibung genannten Pflanze (Genista anglica). Nur Baldizzone (2019: 196) führt daneben auch noch Genista pilosa an.

4. Weitere Informationen

4.1. Faunistik

Die bei Karsholt & Razowski (1996) nicht für Deutschland genannte Art kommt nach Gaedike & Heinicke (1999) aktuell (d.h. nach 1980) in Sachsen-Anhalt vor, ältere Angaben gibt es ferner aus Schleswig-Holstein (vor 1980) und aus Rheinland-Pfalz (vor 1900). Wegner (2011) berichtet über Funde auf der Nordseeinsel Sylt.

Nach SwissLepTeam (2010) ist die Art auch Faunenbestandteil der Schweiz (Graubünden (ohne Südtäler)).

Für Belgien wird 2017 auf [phegea.org, additions] ein Wiederfund nach 155 Jahren gemeldet: "7 mines on Populus tremula of Eusphecia melanocephala and 35 bags on Genista anglica of Coleophora genistae were found on 08 April 2017 at Nationaal Park Hoge Kempen, Kikbeekbron near Maasmechelen, leg. Leaf Miners Group. These species are new for the province of Limburg. It was the first observation of Coleophora genistae since the species was recorded for the first time in 1862!"

(Autor: Erwin Rennwald)

4.2. Literatur