Vorkommen
Länder:+17Kontinente:EU
Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Inhalt

1. Falter

2. Raupe

3. Fraßspuren und Befallsbild

4. Puppe

5. Diagnose

5.1. Männchen

5.2. Weibchen

5.3. Genitalien

5.3.1. Männchen
5.3.2. Weibchen

5.4. Erstbeschreibung

6. Biologie

6.1. Habitat

6.2. Nahrung der Raupe

  • [Caryophyllaceae:] Silene nutans (Nickendes Leimkraut)
  • [Caryophyllaceae:] Silene vulgaris [= Silene inflata, Silene cucubalus] (Aufgeblasenes Leimkraut, Taubenkropf-Leimkraut)
  • [Caryophyllaceae:] Silene suecica [= Lychnis alpina, Viscaria alpina] (Alpen-Lichtnelke, Alpen-Pechnelke)
  • [Caryophyllaceae:] Silene uniflora [= Silene maritima] (Klippen-Leimkraut, Einblütiges Leimkraut)
  • [Caryophyllaceae:] Spergularia rubra (Rote Schuppenmiere)
  • [Caryophyllaceae:] Stellaria media (Gewöhnliche Vogelmiere)
  • [Caryophyllaceae:] Cerastium arvense (Acker-Hornkraut)
  • [Caryophyllaceae:] Petrorhagia saxifraga [= Gypsophila saxifraga] (Steinbrech-Felsennelke)

Nach Huemer & Karsholt (2010: 245-246) lebt die Art an einer ganzen Reihe von Arten aus der Familie der Nelkengewächse.

Stainton (1867: 61) berichtete aus Cornwall (Großbritannien): „Besucht man gegen Ende Mai eine Gegend an der Seeküste, wo Silene maritima reichlich wächst, so wird bei aufmerksamer Betrachtung dieser Pflanzen wahrscheinlich an mancher ein welkes Aussehen der Blätter der Endtriebe auffallen. Oeffnet man einen solchen Trieb und findet ein grünes Räupchen mit schwarzem Kopf und röthlichbraunem zweiten Segment, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass man die Raupe der Gelechia leucomelanella vor sich habe. […] Die Raupe nährt sich von Silene maritima jedenfalls aber auch von einer anderen binnenländischen Silene-art, da Professor Zeller den Schmetterling in einem Gehölz bei Glogau nicht selten im Juli gefangen hat“. Das Problem: Caryocolum leucomelanella kommt in England nicht vor ...

Diese „andere Silene“ stellte sich als Silene nutans heraus, denn Schütze (1931: 88-89) konnte von eigenen Beobachtungen von C. leucomellanella berichten: „Die grüne Raupe ist ohne weiteres an dem dunkelroten ersten Segment zu erkennen. Wahrscheinlich miniert sie in erster Jugend, frisst sich dann zwischen die obersten Blättchen eines Seitentriebes ein, welche nach und nach welken und beim Suchen als Leitmerkmal dienen. Sie verzehrt aber nur den heurigen Wuchs, verlässt die Wohnung, sobald sie auf vorjähriges Holz stößt und bohrt sich gewöhnlich unten zwischen den kleinen Blättchen in den Stängel, höhlt ihn aber nicht aus, sondern begnügt sich mit Rinde und Bast. Der Kot hängt in verhältnismäßig großen Klumpen zusammengesponnen am Bohrloch, ist grün, wenn die Raupe die Rinde von innen benagt, hellgrün vom Bast und fast gelb, sobald sie Holz angreift. Oft schützt sie sich bei Wohnungswechseln durch etwas Gespinst. Sie lebt an Silene nutans und geht zur Verpuppung auf die Erde (Schütze).“

Klimesch (1953: 232) widerspricht allen diesen Angaben und führt an: "Die Raupe von leucomellanellum lebt in Trieben von Dianthus carthusianorum. Die in der Literatur als Futterpflanzen angegebenen Silenearten beziehen sich auf inflatellum Chret.", also unsere C. vicinella.

7. Weitere Informationen

7.1. Abweichende Schreibweisen

  • Caryocolum vicinellum [nach Artikel 32.1. des International Code for Zoological Nomenclature korrekte Schreibweise mit Übereinstimmung des grammatikalischen Geschlechts von Gattungs-Substantiv und Art-Adjektiv oder -Partizip (Gender Agreement des ICZN)]

7.2. Andere Kombinationen

7.3. Synonyme

7.4. Literatur