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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe, Puppenkokon
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

1.4. Puppe, Puppenkokon

2. Diagnose

Nach Medvedev 1990 tritt diese Art in 2 Formen auf: Die Form semifascia schlüpft im Herbst und überwintert, sie hat einen stark reduzierten und distal unscharf begrenzten gelben Mittelfleck. Die Sommergeneration (Form onustella) hat einen größeren, annähernd rechteckigen bis trapezförmigen Mittelfleck, der allseits scharf begrenzt ist.

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen
2.2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Nahrung der Raupe

  • [Sapindaceae:] Acer campestre (Feld-Ahorn) [wichtigste Pflanze]
  • [Sapindaceae:] Acer pseudoplatanus (Berg-Ahorn)
  • [Sapindaceae:] Acer platanoides (Spitz-Ahorn)

Die Art lebt monophag an Acer campestre (Feld-Ahorn), nur ausnahmsweise kann es auch zur Nutzung von Acer pseudoplatanus (Berg-Ahorn) oder Acer platanoides (Spitz-Ahorn) kommen.

4. Weitere Informationen

4.1. Etymologie (Namenserklärung)

Lateinisch semi... = halb..., fascia = Binde.

4.2. Andere Kombinationen

4.3. Synonyme

4.4. Taxonomie

In der Deutschland-Liste von Gaedike & Heinicke (1999) wurden Caloptilia semifascia und Caloptilia onustella noch als zwei getrennte Arten aufgeführt. Büchner (2008) weist auf die durch de Prins & de Prins (2005) vorgenommene Synonymisierung der beiden Taxa hin, wonach C. onustella der verbleibende gültige Artname sei. Gaedike (2010) streicht C. semifascia daher aus der Liste der in Deutschland vorkommenden Arten. Doch es wird noch komplizierter: Bengtsson (2010) entdeckt einen Doppelgänger (Caloptilia jurateae) und schaut sich daraufhin natürlich auch die Erstbeschreibungen von C. semifascia und C. onustella noch einmal näher an. Dabei kommt er zu einem überraschenden Ergebnis: Tinea onustella Hübner, [1813] ist etwas ganz anderes, als das, was spätere Autoren darunter verstanden haben, wahrscheinlich gar keine Caloptilia, sondern - für mich auch nicht ganz leicht nachvollziehbar - Argyresthia goedartella (Linnaeus, 1758). De Prins (2011) nahm diese Synonymisierung dann auch formal vor. Damit wird Caloptilia semifascia (Haworth, 1828) jetzt doch wieder für unser Taxon gültig.

4.5. Faunistik

Laštůvka, A. & Z. Laštůvka (2014) melden die Art erstmals für Spanien und kommentieren: "ES: Burgos, San Andrés de Montearados, mines on Acer campestre, 21-VI-2014, 2 ♂♂, 2 ♀♀ ex larva, VII-2014; León, Toreno, mines on Acer pseudoplatanus, 19-VI-2014, 1 ♂ ex larva, VII-2014. Western Palaearctic species, larva preferably on Acer campestre, occasionally on A. platanoides or A. pseudoplatanus (DE PRINS & DE PRINS, 2005, 2014, and own observations). New species for Spain and the Iberian Peninsula (Figs. 11-13)."

(Autor: Erwin Rennwald)

4.6. Literatur