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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Geschlecht nicht bestimmt
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

1.4. Puppe

4, Kokon: Deutschland, Bayern, Bayerischer Wald, Furth im Wald, September 2007 (Fotos: Ingrid Altmann), leg. & cult. Ingrid Altmann, durch Zucht bestätigt [Forum]

5, Kokon auf Blattunterseite: Deutschland, Niedersachsen, Region Hannover, Sehnde, 70 m, Garten, an Rhododendron japonicum (Japanische Azalee) 5. Juli 2017 (Freilandfoto: Tina Schulz), det. Thomas Fähnrich und T. Schulz [Forum]

2. Diagnose

2.1. Geschlecht nicht bestimmt

2.2. Genitalien

2.2.1. Männchen
2.2.2. Weibchen

2.3. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

3.3. Nahrung der Raupe

  • [Ericaceae:] Rhododendron simsii [= Azalea simsii] (Indische Azalee)
  • [Ericaceae:] Rhododendron indicum [= Azalea indica] [wohl durchweg als Synonym zu Rhododendron simsii zu stellen]
  • [Ericaceae:] Rhododendron obtusum [= Azalea obtusa] (Japanische Azalee)
  • [Ericaceae:] Rhododendron hinomayo [= Azalea hinomayo] [ein Taxon der Rhododendron obtusum-Gruppe]
  • [Ericaceae:] Rhododendron japonicum [= Azalea japonica] [wohl der Sammelbegriff für alle Arten der Rhododendron obtusum-Gruppe]

Die Raupe lebt an "Azaleen", also Arten der Gattung Rhododendron, wobei es in Europa bisher nicht zur Besiedlung einer der 10 europäischen Arten der Gattung kam. Da weltweit sehr viele Arten gibt, von denen viele als Kreuzungspartner Eingang in die Zuchtsortimente gefunden haben, ist die Benennung der Arten vielfach kaum mehr nachvollziehbar. Die obigen Angaben entsprechen denen von bladmineerders.nl [Artseite auf bladmineerders.nl] und gracillariidae.net [Artseite auf gracillariidae.net]. Angaben zu einigen weiteren Arten betreffen ausschließlich Ostasien.

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Faunistik

Deutschland

Nach Geiter, Homma, & Kinzelbach (2002) ist die Art ein in Deutschland (noch) nicht etabliertes Neozoon (Kategorie B), das vor 1952 aus Japan eingeschleppt wurde. Sie führen die Art unter dem falsch geschriebenen Gattungsnamen Grazilaria.

Genauere Daten finden sich in Flachs (1926: 177): „Acht Jahre später [als 1912] beobachtete Andres den Schmetterling im Frankfurter Palmengarten und berichtete darüber in der Zeitschrift für angewandte Entomologie (Bd. 6, 1920). Noch in demselben Jahre wurde sie auch in München von dem Verfasser gefunden [...].“

Aktuelle Funde können hier für Baden-Württemberg (2005, 2006, 2007, siehe Bilder von Dietmar Laux oben) und Bayern (2007, siehe Bilder von Ingrid Altmann oben) genannt werden. Andreas Werno gibt in seiner Verbreitungskarten zwei Funde für das Saarland (1998, 2007) und einen für Rheinland-Pfalz (2006) an. Mindestens zwei dieser Funde erfolgen außerhalb von Ortschaften. Die Raupen in Furth im Wald in Bayern wurden in einem Park an Azaleen im Freien gefunden, die 6 Jahre zuvor gepflanzt wurden. Die Art dürfte in Süd- und Südwestdeutschland etabliert sein.

Schweiz

Nach Wittenberg (2005: 134) miniert die Art in der Schweiz an Rhododendron in Gewächshäusern.

Österreich

Huemer & Rabitsch (2002) melden die Art zuerst für das Jahr 1936 aus Linz. Insgesamt ist sie hier in den Bundesländern Wien-, Nieder- und Oberösterreich nachgewiesen. Das aus Ostasien eingeschleppte Neozoon lebt in Gewächshäusern an Rhododendron simsii.

Niederlande

Flachs (1926: 177) berichtet: „Im Jahre 1912 wurde die zum ersten Male in Holland von Ritzema Ros festgestellt und später von Brauts als Gracilaria azaleella nov. spec. bestimmt.“

4.4. Literatur

  • Flachs (1926): Die Azaleenmotte als neuer Schädling in Münchens Gärtnereien. — Entomologische Zeitschrift 39 (44): 177-178. [PDF auf zobodat.at]
  • Geiter, O, Homma, S. & R. Kinzelbach (2002): Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Forschungsbericht 296 89 901/01. UBA-FB 000215: Bestandsaufnahme und Bewertung von Neozoen in Deutschland Untersuchung der Wirkung von Biologie und Genetik ausgewählter Neozoen auf Ökosysteme und Vergleich mit den potenziellen Effekten gentechnisch veränderter Organismen. I-III, 1-74, Anhang 1 1-35, Anhang II 1-31, Anhang III 1-52 [PDF auf umweltbundesamt.de].
  • Huemer, P. & W. Rabitsch (2002): 6.3.19 Schmetterlinge (Lepidoptera). - 354-362. In: Essl, F. & W. Rabitsch (2002): Neobiota in Österreich. - 432 S.; Umweltbundesamt, Wien. [PDF-Version]
  • Erstbeschreibung: Oudemans, J. Th. [Pres.] (1913): Verslag van de Acht-en-zestigste Zomervergadering der Nederlandsche Entomologische Vereeniging, gehouden te Ermelo, of Zaterdag 7 Juni 1913. Des morgens 11 ure. — Tijdschrift voor Entomologie 56: XXIII-LXXIV.
  • [SCHÜTZE (1931): 153]
  • Wittenberg, R. (ed.) (2005): An inventory of alien species and their threat to biodiversity and economy in Switzerland. CABI Bioscience Switzerland Centre report to the Swiss Agency for Environment, Forests and Landscape. 416 S. [PDF-Dokument]

(Autoren: Erwin Rennwald & Jürgen Rodeland)

4.5. Informationen auf anderen Webseiten (externe Links)