Europarechtlich streng geschützt: Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH), Anhang II (Arten, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen)
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Falter
Männchen
Weibchen
Erstbeschreibung
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Falter

Boloria improba ist eine der wenigen Boloria-Arten die, zumindest in Europa, kaum mit anderen verwechselt werden kann. Die geringe Größe und die verwaschene Zeichnung auf der Flügelober- wie unterseite sind für sie kennzeichnend.

Allenfalls B. frigga kann unterseits eine ähnlich verwaschene Zeichnung aufweisen. Diese Art ist aber fast doppelt so groß und dürfte auch kaum je mit B. improba das Habitat teilen.

2.4. Ähnliche Arten

2.5. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Lebensraum und Lebensweise

In Lappland ist B. improba auf die Bergtundra beschränkt. Sie besiedelt hier kurzrasige Berghänge in 600 bis 950 m. In Russland und Nordamerika fliegt sie auch in der arktischen Tundra bis hinab auf Meereshöhe.

Ihre Flugzeit ist recht kurz, meist fällt sie auf den Juli.

In Nordamerika frisst die Raupe an Zwergweiden wie Salix arctica und Netzweide (Salix reticulata). Aus der alten Welt ist die Nahrungspflanze nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie auch hier an Zwergweiden frisst.

Die Raupe überwintert das erste Mal vor der 1. Häutung und erneut nach der dritten. Sie verpuppt sich danach im Frühjahr.

(Autor: Jürgen Hensle)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Verbreitung

B. improba ist eine rund um den Nordpol verbreitete Art. In Europa tritt sie nur in einem sehr kleinen Gebiet in den Bergen Lapplands, genauer östlich des Kebnekaise, in der weiteren Umgebung des Torneträsk und bei Rosta Ankerlia auf. Ferner auf Novaja Semlja und im Polarural. In Asien im arktischen Sibirien. Etwas größer ist das Verbreitungsgebiet in Nordamerika. Dort kommt sie von Nordalaska bis zur Baffin-Insel vor. Zudem entlang der Rocky Mountains bis ins nördliche British Columbia und inselhaft, weiten Gebieten fehlend, südlich bis Colorado.

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)