Vorkommen
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Falter
Raupe
Fraßspuren und Befallsbild
Puppe
Männchen
Weibchen
Geschlecht nicht bestimmt
Erstbeschreibung
Lebensweise
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Falter

1.2. Raupe

1.3. Fraßspuren und Befallsbild

1.4. Puppe

2. Diagnose

2.1. Männchen

2.2. Weibchen

2.3. Geschlecht nicht bestimmt

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Lebensweise

Zuerst spinnen die Raupen am Blatt einige Gespinstfäden, an der Seite, an der sie die Mine beginnen wollen (meist an der Unterseite), aber manchmal zusätzlich auch auf der gegenüberliegenden Seite des Blattes. Dann hängen sie sich in die Fäden hinein, sodass sie mit dem Rücken zur Blattfläche und mit dem Bauch zur Luft gerichtet sind. In dieser Haltung beginnen sie mit dem Minieren. Die zuvor gesponnenen Fäden sind ausreichend zur Verankerung des Tieres und zum Abstützen.

Für die Überwinterung wird ein kreisrundes Gespinst in der Mitte der Mine angelegt. Gekürzter Text von Tina Schulz im Forum [Forumsbeitrag].

3.2. Nahrung der Raupe

  • [Betulaceae:] Betula pubescens (Moor-Birke)
  • [Betulaceae:] Betula pendula (Hänge-Birke)
  • [Betulaceae:] Betula nana (Zwerg-Ulme)
  • [Betulaceae:] Alnus sp. ? (Erle) ?
  • [Ulmaceae:] Ulmus minor [= Ulmus campestris] (Feld-Ulme)
  • [Ulmaceae:] Ulmus procera (Englische Ulme, Haar-Ulme)
  • [Myricaceae:] Myrica gale (Gagelstrauch)

Schütze (1931) schreibt zur Raupe an Birken: "Miniert gesellig in den Blättern: Mine groß, blasig, braun; Raupe überwintert erwachsen in der Mine in flachem kreisrunden Gespinst (Stange), das sie im Frühjahr verlässt und sich nochmals in ovalen Hülsen verspinnt und verwandelt (Rössler). Ich finde sie ausschließlich an den niedrigsten Büschen von Betula pubescens in sonniger Lage (Schütze)." Die Moor-Birke scheint auch sonst vielfach die wichtigste Raupennahrungspflanze zu sein.

Die Feld-Ulme wird wohl nur selten genutzt, ebenso die von [bladmineerders.nl] mit gelistete Alnus sp. (Erle) und die Ausnahmeerscheinung Myrica gale (Gagelstrauch), an der Beavan & Heckford (2012) eine Raupe fanden und sie damit zum Falter durchzogen.

(Autor: Erwin Rennwald)

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Publikationsjahr der Erstbeschreibung

Begründung für die Datierung auf 1846

4.3. Literatur

  • Beavan, S.D. & R.J. Heckford (2012): Atemelia torquatella (Lienig & Zeller, 1846) (Lepidoptera: Yponomeutidae) reared from Myrica gale L. on the Isle of Mull, Mid Ebudes, Scotland. — Entomologist’s Gazette 63: 48. [Sekundärzitat]
  • Erstbeschreibung: Lienig, F. & P. C. Zeller (1846): Lepidopterologische Fauna von Lievland und Curland. — Isis von Oken 1846 (3-4): 175-200, [Spaltennummer 201 nicht vergeben], 202-302. Leipzig (Brockhaus).
  • [SCHÜTZE (1931): 65]