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Männchen
Weibchen
Aberration
Raupe
Puppe
Ei
Weibchen
Männchen
Erstbeschreibung
Habitat
Raupennahrungspflanzen
Inhalt

1. Lebendfotos

1.1. Männchen

1.2. Weibchen

1.3. Aberration

1.4. Raupe

1.5. Puppe

1.6. Ei

2. Diagnose

2.1. Weibchen

2.2. Ssp. transalaica (Obraztov, 1935)

2.2.1. Männchen

2.3. Unterseitenunterscheidung von Polyommatus thersites , Polyommatus icarus und Aricia agestis/artaxerxes

Polyommatus icarus besitzt in der Regel einen Basalfleck auf der Vorderflügelunterseite, wodurch er sich recht leicht von Polyommatus thersites sowie den Schwesternarten Aricia agestis und Aricia artaxerxes unterscheiden läßt, denen dieser Fleck fehlt. Vereinzelt tritt aber auch Polyommatus icarus in der Form "icarinus" auf, bei der dieser Fleck ebenfalls nicht vorhanden ist.

Der dritte schwarze Postdiskalfleck (P3) der Hinterflügel (gezählt ab der Flügelbasis) lässt dennoch eine, wenn auch nicht immer eindeutige, Unterscheidung zu. Entscheidend dabei ist die Lage zwischen dem zweiten (P2) und vierten (P4) Postdiskalfleck sowie der Abstand zum ersten orangenen Submarginalfleck (S1):

  • Polyommatus thersites: P3 meist leicht oberhalb, sehr selten auf gedachter Linie zwischen P2 und P4
  • P3 meist mit geringem Abstand senkrecht unterhalb S1 (vom Flügelrand betrachtet)
  • Polyommatus icarus: P3 meist direkt auf, selten minimal oberhalb gedachter Linie zwischen P2 und P4
  • P3 mit größerem Abstand unterhalb S1, meist etwas basalwärts versetzt
  • Aricia agestis/Aricia artaxerxes: P3 stets deutlich unterhalb gedachter Linie zwischen P2 und P4
  • P3 immer mit erheblichem Abstand unterhalb S1 und deutlich basalwärts versetzt

(Text und Fotomontage: Jens Philipp)

2.4. Erstbeschreibung

3. Biologie

3.1. Habitat

3.2. Raupennahrungspflanzen

4. Weitere Informationen

4.1. Andere Kombinationen

4.2. Synonyme

4.3. Taxonomie und Faunistik

Die subspezifische Gliederung von Aricia artaxerxes und ihre Abgrenzung gegenüber anderen Arten der Gattung ist alles andere als endgültig geklärt. Abgrenzbar sind die Tiere aus Schottland und Nord-England - da Aricia artaxerxes von dort beschrieben wurde, entsprechen sie der nominotypischen Unterart. Ebenfalls einigermaßen abgrenzbar sind die Tiere der Iberischen Halbinsel südlich der Pyrenäen (Spanien, Portugal, darüber hinaus auch Marokko) - sie werden vielfach als ssp. montensis zu A. artaxerxes gestellt, hier - der Fauna Europaea folgend - aber als eigene Art Aricia montensis behandelt. Damit bleiben die Tiere der Pyrenäen, der Alpen, einiger mitteleuropäischer Mittelgebirge, der Apenninen, des Balkan, ganz Fennoskandiens, sowie des breiten Bandes von Polen und den baltischen Staaten durch das europäische Russland bis zum Ural (und dann weit darüber hinaus), aber auch Tiere aus der Türkei und dem Kaukasus. Tshikolovets (2011) fasst sie alle zu einer einzigen Unterart, ssp. allous zusammen - wirklich befriedigend ist dies nicht.

In tieferen Lagen der süddeutschen Mittelgebirge bereitet die Abgrenzung von Aricia artaxerxes (ssp. allous) gegenüber A. agestis teilweise große Schwierigkeiten. Ebert & Rennwald (1991) erläutern dies detailliert für Baden-Württemberg.

Bartoňová et al. (2019) können A. artaxerxes aus Tschechien erstmals auch per Barcoding bestätigen, allerdings nur aus einem einzigen Gebiet in Süd-Böhmen (Vyšenské kopce National Nature Reserve), in den Šumava-Bergen in einer Höhenlage von lediglich 550 m. Auch sie fanden im weiteren Umfeld diverse "dunkle" Exemplare von Aricia agestis mit reduzierten Orangeflecken auf den Flügeloberseiten, die eine Abgrenzung alleine nach äußeren Merkmalen unmöglich machen. Interessant ist ihre Europakarte der Haplotypen von A. artaxerxes.

(Autor: Erwin Rennwald)

4.4. Literatur

4.5. Informationen auf anderen Websites (externe Links)